George Clooney hatte Bell-Lähmung als Jugendlicher – was dahintersteckt
Hollywoodstar George Clooney (61) hat im US-Fernsehen verraten, dass er als Jugendlicher zeitweise an einer sogenannten „Bell-Lähmung“ litt. Was das ist, erklärt FITBOOK Foto: Getty Images
George Clooney litt als Teenager unter Lähmungen im Gesicht, auch bekannt als „Bell-Lähmung“. Davon berichtete der Schauspieler jetzt bei der US-Show „Jimmy Kimmel live!“. Was steckt hinter der Erscheinung?
Mit seinen 61 Jahren gilt Superstar George Clooney noch immer als einer der attraktivsten Männer der Welt – und das wird sich auch so schnell nicht ändern. Und doch gab es Zeiten in seiner Jugend, da hätte er sich am liebsten versteckt. So erzählte George Clooney dem Moderator Jimmy Kimmel in der jüngsten Ausgabe seiner Late-Night-Talkshow, dass bei ihm als Teenager die sogenannte Bell-Lähmung diagnostiziert wurde.
Das Geheimnis hinter George Clooneys schiefem Lächeln
Wie kam es zu der Offenbarung? Nachdem George Clooney auf dem Gästesofa Platz genommen hatte, holte Kimmel alte Jugendfotos hervor und konfrontierte ihn damit: „George, wir haben zufällig ein paar Bilder von dir, das war kurz vor der Highschool.“ Daraufhin präsentierte er ein Foto von einem schüchtern aussehenden Jungen mit Nerdbrille und Topfschnitt. Clooney: „Ich möchte darauf hinweisen, dass meine Mutter mir die Haare geschnitten hat.“ Gelächter. Dann ein Foto aus den Teenagerjahren, auf dem der junge George auffallend schief grinst. Der mehrfache Oscar-Gewinner wird bei diesem Anblick deinen früheren Ichs kurz ernst und sagt: „Bevor zu jetzt lachst, sollst du wissen, dass ich auf dem Foto Bell-Lähmung habe. Die Hälfte meines Gesichts war gelähmt.“
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Für Fans des Schauspielers, die davon noch nichts wussten, klingt das zunächst unglaublich. Die gute Nachricht zuerst: Laut der „Mayo Clinic“ handelt es sich normalerweise um eine vorübergehende Erscheinung, die sich nach wenigen Wochen deutlich bessert. 1 Allerdings tritt die Bell-Lähmung – genau wie bei George Clooney – mitunter plötzlich und ohne Vorwarnung auf. Die Lähmung, von der meist nur eine Gesichtshälfte betroffen ist, erreicht nach 48 bis 72 Stunden ihren Höhepunkt. Die Folge: Das Lächeln wird einseitig, das Gesicht erscheint „zweigeteilt“ und das Auge auf der betroffenen Seite lässt sich nur schwer oder gar nicht schließen.
Hinter der Bell-Lähmung (auch als Fazialisparese bekannt) steckt eine Lähmung der Gesichtsmuskulatur. Die Ursache ist weiterhin unbekannt, allerdings vermuten einige Experten, dass die Entzündung und damit verbundene Anschwellung eines bestimmten Nervs der Grund dafür sein könnte. Ebenso könnte eine Virusinfektion der Verursacher sein. Dafür spricht, dass die Bell-Lähmung in der Regel nur einmal auftritt, also Personen nicht mehrmals davon betroffen sind.
Die Symptome verschwinden normalerweise nach ungefähr einem halben Jahr komplett von selbst. Behandelt wird die Gesichtslähmung auf Wunsch mit Kortison, allerdings funktioniert eine Genesung auch gänzlich ohne Medikamente. Sofern man wie George Clooney von einer leichten Form betroffen ist, sind mit Komplikationen nicht zu rechnen. Nur in ganz seltenen Fällen kommt es zu einer irreversiblen Schädigung des Gesichtsnervs oder Erblindung des betroffenen Auges.
Übrigens: Clooney ist nicht der einzige Hollywood-Star, der sich mit einer Gesichtslähmung herumschlagen musste. So berichtete Schauspielkollegin Angelina Jolie 2017 in einem Interview mit der Zeitschrift „Vanity Fair“, dass sie in der Vergangenheit ebenfalls mit der Krankheit zu kämpfen hatte – und diese mithilfe von Akupunktur in den Griff bekam.
Quelle
Mayo Clinic. Bell’s palsy Symptoms, Causes, Risk Factors (aufgerufen am 30. Januar 2023)
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