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Um die Corona-Ausbreitung einzudämmen

Klinik-Helden appellieren an unsere Vernunft

Wegen Corona: Appell von Mitarbeitern der Uniklinik Jena
Seit Mittwochabend appellieren in den sozialen Netzwerken immer mehr Krankenhaus-MitarbeiterInnen an unsere Vernunft, um gemeinsam den Ausbruch von Covid-19 zu verlangsamen – wie hier Personal der Uniklinik Jena
Foto: Uniklinik Jena

Die Corona-Krise trifft uns alle, ganz besonders aber diejenigen, die unsere gesundheitliche Versorgung am Laufen halten: Ärzte, Ärztinnen, Krankenschwestern, Krankenpfleger und andere Helfer. Seit Mittwochabend wenden sie sich in den sozialen Netzwerken mit einem eindringlichen Appell an die Bevölkerung: Sie rufen dazu auf, zu Hause zu bleiben – um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und damit das Gesundheitssystem zu entlasten.

Während viele ArbeitnehmerInnen derzeit von zu Hause aus arbeiten können und dürfen, sieht die Realität in den deutschen Krankenhäusern ganz anders aus. Das Personal in den Kliniken muss weiterhin und mit höchstem Einsatz für alle da sein, die medizinisch versorgt werden müssen. Sie arbeiten am Limit, seit Wochen – und wer weiß, wie lange dieser Zustand anhält: Dafür haben sie unseren höchsten Respekt verdient!

Tatsächlich herrscht in den Kliniken hierzulande absoluter Ausnahmezustand. Auf vielen Stationen kommt es bereits zu Engpässen bei Desinfektionsmittel und ausreichender Schutzkleidung – und derzeit ist für alle Beteiligten unklar, wie sich die Lage weiter entwickeln wird.

Aktion im Netz: „Wir bleiben für euch hier – bitte bleibt ihr für uns zu Hause!“

Insbesondere auf den Intensivstationen kümmert man sich derzeit gerade auch um Covid-19-Erkrankte. Aber die Kapazitäten sind – logischerweise – nicht unendlich. Deshalb sind wir jetzt alle gefragt, um die Zahl der Corona-Infektionen auf einem Level zu halten, das unser Gesundheitssystem noch bewältigen kann. Dazu müssen wir vor allem eines tun: unsere sozialen Kontakte auf ein Minimum herunterfahren.

Vor diesem Hintergrund rufen seit Mittwochabend in den sozialen Netzwerken viele Pflege- und Rettungskräfte, Ärzte, Polizisten und andere Helfer dazu auf, zu Hause zu bleiben – und damit alles dafür zu tun, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und damit das Gesundheitssystem zu entlasten. „Wir bleiben für euch hier – bitte bleibt ihr für uns zu Hause!“, steht auf Plakaten beispielsweise der Unikliniken Freiburg, Mannheim, Jena, Essen und Düsseldorf.  Unter den vielen Postings bringen zahlreiche User ihren Dank an die Pflege- und Rettungskräfte zum Ausdruck: „Danke. Ganz viel Respekt gebührt euch!“ oder „Ihr seid unsere Helden!“…

+++ In Zeiten von Corona: Abstand ist die beste Form der Fürsorge +++Um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen,…

Posted by Universitätsklinikum Jena on Wednesday, March 18, 2020

 

Die Message scheint noch nicht bei allen angekommen zu sein

Das Coronavirus hat Deutschland und den Rest der Welt fest im Griff. „Lassen Sie mich sagen: Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst“, mit diesen Worten richtete sich am Mittwochabend Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer offiziellen Fernsehansprache ganz ausdrücklich an die deutsche Bevölkerung. Dass diese klare Message in den Köpfen vieler Menschen leider immer noch nicht angekommen zu sein scheint, zeigen Bilder vom letzten Wochenende aus Großstädten wie Berlin und München: Menschenmassen tummeln sich weiterhin auf den Straßen, sitzen gemeinsam vor der Eisdiele oder treffen sich in großen Gruppen in öffentlichen Parks.

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Unser Zusammenhalt bedeutet jetzt Abstand halten!

Ja, das Wetter ist momentan in vielen Teilen Deutschlands schön, warm und frühlingshaft. Ja, zu Hause bleiben ist echt doof, kann langweilig werden und macht, besonders wenn man es muss, nicht wirklich Spaß. Aber: Lasst uns in diesen Zeiten bitte solidarisch sein – und nicht egoistisch! Nur so können wir unsere Mitmenschen, unsere Familien, Freunde und letztlich auch uns selbst vor einer Ansteckung schützen. Je mehr wir uns alle daran halten und genau JETZT zu Hause bleiben, desto schneller dürfen wir jene schönen Dinge, die gerade nicht möglich sind, gemeinsam und draußen auch in Zukunft wieder tun. Um es mit den klaren Worten unserer Kanzlerin zu sagen: „Wir können diese Aufgabe bestehen, wenn wirklich alle Bürgerinnen und Bürger sie als IHRE Aufgabe begreifen!“

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