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Gerade zur Erkältungszeit

Warum Sie auf Wechselduschen setzen sollten

Wechselduschen: Frau in der Dusche
Abwechselnd warm und dann wieder richtig kalt zu duschen, kostet zwar Überwindung – es soll sich aber lohnen!Foto: Getty Images

Im Winter werden die meisten von uns zu Warmduschern. Dabei wäre es ausgerechnet jetzt wichtig, dem Körper wechselnde Temperaturreize zu geben, das stärkt nämlich das Immunsystem. FITBOOK erklärt, was Wechselbäder sonst noch Gutes bewirken.

Den Trick kann man sich eigentlich von Frauen (und Männern) abgucken, die an Orangenhaut leiden – er ist nämlich gut! Den Wasserstrahl abwechselnd warm und wieder kalt stellen und auf die betroffenen Stellen richten, oder noch besser großflächig auf Beine und Po. Das trainiert die Gefäßmuskulatur, da es zunächst ein Zusammenziehen und dann wieder ein Weiten der Gefäße bewirkt, und verbessert so das Bindegewebe. Die Folge: Cellulite ist dadurch weniger ausgeprägt. Wechselduschen bringen aber noch viel mehr!

Wechselduschen oder -bäder stärken das Immunsystem

Das bestätigt uns Prof. Dr. med. Thomas Dörner, Facharzt für Innere Medizin, Rheumatologie und Klinische Immunologie. Im Grunde könne man diesen Effekt mit jeder Art physischer Belastung erzielen. Durch Wechselduschen oder -bäder ist es aber besonders einfach, da das „Kreislauftraining“ passiv passiert.

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So geht Wechselduschen richtig!

Es reicht theoretisch, den Wasserstrahl bei der morgendlichen Dusche abwechselnd warm zu stellen, für einige Sekunden auf Arme, Oberkörper und Beine zu richten, und das dann mit richtig kaltem Wasser zu wiederholen. Wer sich nicht überwinden kann, den ganzen Körper so „abzuhärten“, darf sich auf Füße und/oder Arme konzentrieren. Und das geht auch jenseits der Duschkabine:

Am besten zwei Becken nutzen, eines mit kaltem Wasser füllen und das andere mit warmem Wasser. Je nach körperlicher Verfassung dürfen die Temperaturgefälle größer ausfallen, oder anders gesagt: Menschen mit einer instabilen Kreislaufsituation oder gar Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten das kalte Wasser nicht zu kalt stellen. Daher liegt die empfohlene Spanne für das kalte Becken großzügig bei zwischen zwölf bis 20 Grad, auf der warmen Seite dürfen es 36 bis 38 Grad Wassertemperatur sein. Beginnen Sie nun mit dem warmen Wasser und lassen die Füße für zunächst fünf Minuten im Becken. Danach wechseln und die Füße für 15 bis 20 Sekunden im kalten Wasser lassen. Das Ganze gerne zwei bis dreimal durchführen – es funktioniert auch mit den Unterarmen.

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Fußbad
Mindestens die Füße, besser aber noch die Waden sollten im Becken Platz habenFoto: Getty Images

Schon Kneipp hat’s gewusst

Bereits der Natur- und Wasserheilkundler Sebastian Kneipp († 76) wusste um die heilsame Kraft von Wasser. Er hat sie seit 1849 selbst praktiziert und wurde zum Namensgeber der bis heute verbreiteten Kneipp-Therapie. Noch heute kann man Kneipp-Kuren buchen – die dann aber ein volles Programm beinhalten: über den Tag verteilte Bäder für den ganzen Körper oder einzelne Körperteile, Wassertreten, eine spezielle Diät und, und, und.

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Von der bewährten Theorie ausgehend, soll man mit Kneipp-Wasserbädern auch zu Hause vielfältige Gesundheitseffekte erzielen können: durch Kniegüsse besser einschlafen können, mit Armbädern munter werden und durch Schenkelgüsse die Hautelastizität verbessern. Sämtliche Übungen dienen, selbstverständlich, auch der Stärkung der Abwehr. Anleitungen dazu gibt es auf der Kneipp-Website.