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Cholesterin und Co.

Vitamin D als Herzschutz für Sportler? Studie zeigt Zusammenhang

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Eine aktuelle Studie zeigt einen Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Status und einem günstigeren Blutfettprofil Foto: Getty Images/Westend61
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Isa Kabakci
Redakteur

24. Juni 2026, 14:35 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Vitamin D ist vor allem für seine Bedeutung für Knochen und Muskeln bekannt. Neue Forschungsergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass es auch eine wichtige Rolle für die Herz-Kreislauf- und Stoffwechselgesundheit spielen könnte. Die spannende Frage: Ist der Einfluss von Vitamin D auf den Stoffwechsel größer als bisher angenommen?

So führten die Forscher die Studie durch

Frühere Studien deuteten darauf hin, dass Menschen mit niedrigen Vitamin-D-Werten häufiger ungünstige Blutfettwerte aufweisen. Allerdings lässt sich daraus nicht ableiten, dass Vitamin D die Ursache ist, da auch Bewegungsmangel, Übergewicht oder Erkrankungen die Werte beeinflussen können.

Um den Zusammenhang genauer zu untersuchen, analysierten Forscher der Universität Gießen Daten von 773 männlichen Profisportlern im Alter von 18 bis 39 Jahren aus den Sportarten Fußball, Handball, Basketball und Eishockey. Die Daten wurden über rund 11,5 Jahre im Rahmen sportmedizinischer Vorsorgeuntersuchungen erhoben. Alle Teilnehmer waren gesund, nahmen keine regelmäßigen Medikamente ein und hatten keine bekannten chronischen Erkrankungen. Dadurch ließen sich mögliche Störfaktoren weitgehend ausschließen.1

Die Forscher bestimmten den Vitamin-D-Status anhand des Blutmarkers 25-Hydroxyvitamin D und erfassten verschiedene Blutfettwerte, darunter Gesamtcholesterin, LDL- und HDL-Cholesterin, Triglyzeride sowie Lipoprotein(a), einen genetisch bedingten Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Zusätzlich berücksichtigten sie Einflussgrößen wie Alter, Body-Mass-Index (BMI), Sportart, Jahreszeit und Trainingsumfang, um zu prüfen, ob ein Zusammenhang zwischen Vitamin D und den Blutfettwerten unabhängig davon besteht.

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Bessere Blutfettprofile bei höherem Vitamin-D-Status

Sportler mit höheren Vitamin-D-Werten hatten insgesamt günstigere Blutfettwerte. Es zeigten sich Assoziationen zwischen dem Vitamin-D-Spiegel und LDL-Cholesterin („schlechtes“ Cholesterin), Triglyzeriden und Lipoprotein(a). Allesamt sind Blutwerte, die das Risiko für Arterienverkalkung und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen können.

Je höher die Vitamin-D-Konzentration war, desto niedriger fielen diese Werte im Durchschnitt aus. Dieser Zusammenhang blieb auch bestehen, nachdem die Forscher andere mögliche Einflussfaktoren wie Alter, Körpergewicht, Sportart und Trainingsumfang berücksichtigt hatten.

Interessanterweise schienen die Werte nicht bei der herkömmlichen Marke von 30 Nanogramm pro Milliliter (ng/mL: Maßeinheit für die Vitamin-D-Konzentration im Blut) zu stagnieren: Die besten Blutfettprofile zeigten diejenigen Athleten, deren Vitamin-D-Spiegel sogar über 50 ng/mL lag. Das lässt vermuten, dass für die Herz-Kreislauf-Gesundheit höhere Werte optimal sein könnten, als bisher für die Knochengesundheit angenommen wurde.

Für HDL-Cholesterin („gutes“ Cholesterin) zeigte sich hingegen kein Zusammenhang mit dem Vitamin-D-Status. Zudem erreichten Sportler mit ausreichenden Vitamin-D-Werten höhere Leistungen auf dem Fahrradergometer als Teilnehmer mit niedrigeren Vitamin-D-Spiegeln.

Die Ergebnisse legen nahe, dass Vitamin D möglicherweise eine größere Rolle für die Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Gesundheit spielt als bislang angenommen. Besonders interessant ist, dass die beobachteten Zusammenhänge auch in einer sehr gesunden und körperlich aktiven Gruppe auftraten, bei der viele bekannte Einflussfaktoren kaum eine Rolle spielen.

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Stärken und Schwächen der Studie

Die Studie hat einige Stärken: Sie umfasste eine vergleichsweise große Zahl an Profisportlern und berücksichtigte viele mögliche Einflussfaktoren. Da alle Teilnehmer gesund und körperlich sehr aktiv waren, konnten typische Störfaktoren weitgehend minimiert werden.

Allerdings gibt es auch Einschränkungen. Da die Daten nur zu einem Zeitpunkt erhoben wurden, kann nicht geklärt werden, ob Vitamin D die beobachteten Unterschiede tatsächlich verursacht. Zudem lagen keine Informationen zur Einnahme von Vitamin-D-Präparaten vor, und Faktoren wie Ernährung oder Sonnenexposition wurden nicht vollständig erfasst. Die Studie gibt auch an, dass die Teilnehmer nicht zwingend nüchtern waren. Dies kann insbesondere die Triglyzeridwerte beeinflussen.

Außerdem beziehen sich die Ergebnisse ausschließlich auf männliche Profisportler. Ob die Erkenntnisse auch für Frauen, Freizeitsportler oder die Allgemeinbevölkerung gelten, ist daher unklar.

Quellen

  1. Groesser, V.; Most, A.; Sedighi, J.; Böttger, P.; Sossalla, S.; Bauer, P. (2026). Vitamin D Status and Atherogenic Lipid Profiles, Including Lipoprotein(a), in Elite Athletes. Nutrients, 18, 2013. https://doi.org/10.3390/nu18122013 ↩︎

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