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„Iron-Cage“-Wettkampf

Wäre ein solches Event für Menschen mit Prädiabetes oder Diabetes Typ 2 gefährlich?

Iron Cage Diabetes
Dauerbelastung, Schlafmangel, Wettkampfdruck: Was bedeuten 72 Stunden Iron Cage für Prädiabetes und Diabetes? Foto: Emilija Milenkovic
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12. März 2026, 12:21 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

72 Stunden Dauerbelastung, Schlafdefizit und permanenter Wettkampfdruck – das „Iron Cage“-Format bringt selbst trainierte Athleten an ihre Grenzen. Doch was wäre, wenn eine Person mit Prädiabetes oder Diabetes Typ 2 an einem solchen Event teilnehmen würde? Wäre das gesundheitlich riskant – oder könnte Bewegung sogar Vorteile bringen? FITBOOK hat dazu den Diabetologen Mathias Riedl befragt.

Prädiabetes: Bewegung wirkt grundsätzlich positiv

Bei Menschen mit Prädiabetes seien laut dem Experten keine besonderen Einschränkungen zu beachten. Entscheidend ist vielmehr, dass Betroffene verstehen, was mit dem Blutzucker während körperlicher Aktivität passiert.

„Ein Patient mit Diabetes mellitus Typ 2 muss immer geschult werden, was mit dem Blutzucker während sportlicher Aktivität passiert. Hier ist das Vorgehen je nach Stadium und Therapie. Bei Prädiabetes sind keine besonderen Umstände zu beachten. Die diabetische Stoffwechsellage wird immer deutlich gebessert durch Bewegung“, so Riedl.

Heißt: Wer an Prädiabetes leidet, profitiert in der Regel von körperlicher Aktivität. Kritisch wird es nicht automatisch – selbst bei intensiver Belastung. Anders sehe das Ganze in einem Sonderfall aus: „Es gibt selten Prädiabetiker, die zur Pseudounterzuckerung neigen. Die sind nicht gefährlich, weil der Blutzucker nicht kritisch absinkt. Die Symptome können aber erheblich sein: Schwindel, Schwäche. Hier sind dann Kohlenhydrate zuzuführen – eventuell auch schnell verfügbare. Solange keine Insulintherapie besteht, müssen Diabetiker vom Typ 2 keine besonderen Vorkehrungen gegenüber Stoffwechselgesunden einhalten“, erklärt der Diabetologe.

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Diabetes Typ 2: Gute Einstellung ist entscheidend

Bei manifestem Diabetes Typ 2 kommt es stärker auf die individuelle Stoffwechsellage an. Wie gut die Werte eingestellt sind und welche Medikamente eingenommen werden, spielt eine zentrale Rolle.

Riedl führt aus: „Bei Diabetes kommt es in erster Linie darauf an, wie gut der Patient eingestellt ist. Eine stabile Blutzucker-Einstellung ist sehr wichtig. Die Insulinsensitivität kann bei einem Athleten mit Diabetes Typ 2 verbessert werden und sich positiv auswirken. Aber es besteht Hypoglykämiegefahr (Unterzuckerung, A. d. R.) mit Unfall- und Verletzungsgefahr! Nach der Belastung ist bei einer Insulintherapie Vorsicht vor Unterzuckerungen geboten. Athleten brauchen immer eine angepasste Versorgung nach dem Wettkampftag, aber auch nach einem normalen Sporttag. Es wird meist weniger Insulin benötigt als wenn kein Sport gemacht wurde.“

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Zudem sei eine Kontrolle des Blutzuckerspiegels unbedingt notwendig. „Die positiven Stoffwechseleffekte bleiben erhalten, wenn eine moderate Bewegung regelmäßig stattfindet. Grundsätzlich ist Sport immer stoffwechselverbessernd und wirkt in Richtung Diabetesheilung. Neben der Ernährung ist er die zweitwichtigste Säule der Therapie. Die Planung sollte immer mit erfahrenen Diabetesberaterinnen und Diabetologen erfolgen“, fügt Riedl hinzu.

Deutlich wird: Vor allem bei einer Insulintherapie kann das Risiko für Unterzuckerungen steigen – insbesondere nach intensiver Belastung. Gleichzeitig verbessert regelmäßige Bewegung die Insulinsensitivität und wirkt sich langfristig positiv auf den Zuckerstoffwechsel aus.

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Fazit

Ein Extrem-Event wie der „Iron Cage“ ist für Menschen mit Prädiabetes grundsätzlich nicht automatisch gefährlich. Bei Diabetes Typ 2 hängt vieles von der individuellen Einstellung, der Therapie und einer fachlichen Begleitung ab. Entscheidend sind stabile Blutzuckerwerte, regelmäßige Kontrollen und eine angepasste Versorgung vor, während und nach der Belastung.

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