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Krankheitsaison 2026

Startet die nächste Grippewelle früher als sonst?

Erkältung, Grippe, RSV: welche Erreger die Infektion treiben
Erkältung, Grippe, RSV: Welche Erreger die Infektion treiben Foto: Getty Images

13. Oktober 2026, 10:01 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Viele Menschen denken bei Grippe an die Wintermonate. Doch in diesem Jahr beobachten Forscher schon ungewöhnlich früh Warnsignale: In mehreren Ländern der Nordhalbkugel steigen die Fallzahlen bereits Anfang Oktober an. Experten sprechen sogar von einem möglicherweise „unglaublich frühen“ Start der Grippesaison. Ursache könnte eine Influenzavariante sein, die sich derzeit besonders stark ausbreitet.

Ob daraus eine besonders schwere Grippewelle wird, ist derzeit noch offen. Fest steht aber: Gesundheitsbehörden und Wissenschaftler verfolgen die Entwicklung aufmerksam. Je früher Influenzaviren zirkulieren, desto eher könnten Arztpraxen und Kliniken mit einer größeren Zahl von Patienten konfrontiert werden. Gleichzeitig laufen die Impfkampagnen in vielen Ländern gerade erst an.

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Deutschland: Mehr Atemwegsinfekte, aber noch keine Grippewelle

Auch in Deutschland nimmt die Zahl der Atemwegserkrankungen bereits zu. Nach aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts leiden derzeit schätzungsweise 6,6 Millionen Menschen pro Woche an einer neu aufgetretenen Atemwegserkrankung.1 Seit Ende August sind die Werte kontinuierlich gestiegen. Besonders betroffen sind Kinder: Rund 15 Prozent der Kinder und etwa sieben Prozent der Erwachsenen hatten zuletzt Beschwerden wie Husten, Halsschmerzen oder Fieber.

Die gute Nachricht: Von einer Grippewelle kann derzeit noch keine Rede sein. Das RKI stuft die Aktivität von Influenzaviren aktuell als „sehr niedrig“ ein. In den untersuchten Proben wurden zuletzt vor allem Rhino- und Enteroviren nachgewiesen, die typische Erkältungen verursachen. Auch die Zahl der grippeähnlichen Erkrankungen liegt bislang im üblichen Bereich für die Jahreszeit.

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Warum Experten die Situation trotzdem beobachten

Grippeviren verändern sich ständig. Schon kleine genetische Veränderungen können beeinflussen, wie leicht sich die Erreger verbreiten und wie stark eine Grippesaison ausfällt. Deshalb analysieren Forscher weltweit derzeit genau, welche Virusvarianten dominieren. Zwar ist es möglich, dass die aktuellen Fallzahlen in den kommenden Wochen wieder sinken. Dennoch empfehlen Fachleute, sich frühzeitig auf die Erkältungs- und Grippesaison vorzubereiten. Gerade Menschen mit erhöhtem Risiko sollten ihren Impfschutz überprüfen.

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Wer sich gegen Grippe impfen lassen sollte

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die jährliche Grippeimpfung insbesondere für:

  • Menschen ab 60 Jahren
  • Schwangere
  • Personen mit chronischen Erkrankungen
  • Menschen mit geschwächtem Immunsystem
  • medizinisches Personal und andere Berufsgruppen mit engem Personenkontakt

Zusätzlich helfen bekannte Maßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen, Abstand bei Krankheitssymptomen und ausreichend Schlaf dabei, das Infektionsrisiko zu senken.

Ob die Warnungen der Forscher berechtigt sind, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Die aktuellen Daten aus einem im Fachjournal „Nature“ erschienenen Bericht deuten jedoch darauf hin, dass die Grippesaison 2026 früher Fahrt aufnehmen könnte als in vielen Jahren zuvor.2 Für Verbraucher bedeutet das vor allem eins: Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, den eigenen Impfschutz und die persönliche Vorsorge für die Erkältungszeit zu überprüfen.

Quellen

  1. RKI. Grippe-Web-Wochenbericht, Stand 9. Oktober (aufgerufen am 12.10.2026. ↩︎
  2. Lenharo, M. (2026). Flu season could kick off ‘incredibly’ early — what scientists are watching. Nature ↩︎

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