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Podcast „Mission Gesundheit“

Chefredakteur Nuno Alves verrät seine Longevity-Routinen

FITBOOK-Chefredakteurs Tipps zu Longevity
Im Gespräch mit Dr. Hadi Saleh verrät Nuno Alves seine persönlichen Routinen für ein langes, gesundes Leben Foto: Nuno Alves, Niels Starnick / BILD
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31. Juli 2026, 20:02 Uhr | Lesezeit: 6 Minuten

„Nur wer selbst fit ist, kann andere fitter machen.“ FITBOOK-Chefredakteur Nuno Alves war zu Gast bei Dr. Hadi Salehs Podcast „Mission Gesundheit“. Dort verrät er, warum er um 4:56 Uhr aufsteht, spricht über die Bedeutung von Lebenssinn und gibt seine drei wichtigsten Tipps für alle.

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Mission Gesundheitist der Podcast von Dr. Hadi Saleh, Arzt, Unternehmer und Buchautor. In seinem Podcast diskutiert er mit Experten über medizinische Innovationen und Entwicklungen in KI, Robotik, Genomik und Longevity. Saleh gründete zudem „Nexus Precision Diagnostics“ in Berlin, eine Praxis für moderne Vorsorgediagnostik.

Schlaf ist nicht verhandelbar

Robin Sharma schrieb einmal ein Buch mit dem bekannten Titel „The 5 AM Club“, das die These vertrat, eine Gemeinsamkeit führender Persönlichkeiten sei, dass ein Großteil um fünf Uhr morgens aufstehe. BOOK-Chefredakteur Nuno Alves steht sogar um 04:56 Uhr auf und erklärt auch, warum das zumindest seiner Langlebigkeit sehr dienlich sein könnte. Die frühen Morgenstunden seien für ihn die einzige Zeit des Tages, in der er vollständig selbstbestimmt handeln könne. „Morgens habe ich das Gefühl, ich kann das alles selbst sehr gut steuern“, sagt Alves. Während der restliche Tag von Terminen und Reaktionen auf andere Menschen geprägt sei, nutze er die Zeit für Bewegung, Meditation, Atemübungen und bewusstes Nachdenken. Die morgendliche „Zeit für sich“ dockt auch gleichzeitig an einen der drei Tipps an, die Alves allen mit auf den Weg gibt für ein längeres, gesünderes Leben.

Frühes Aufstehen ist nur eine Seite der Medaille. Der eigentliche Schlüssel liege im Schlaf. Viele ambitionierte Menschen investieren viel Zeit in Karriere und Produktivität, verhandeln aber immer noch an der eigenen Erholung. „Ich glaube, der größte Fehler ist tatsächlich, dass man zu wenig in den Schlaf investiert“, sagt Alves. Schlaf sei für viele Menschen das, was am Ende immer verhandelbar bleibe: „Es heißt dann immer, ja, es ist doch auch mal okay, wenn du weniger schläfst.“ Ein geselliger Abend mit Freunden sei das durchaus wert, räumt er ein. Problematisch werde es erst, wenn das zur Dauerlösung werde.

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Bis auf gelegentliche Ausnahmen am Wochenende geht Alves nach eigenen Angaben nahezu jeden Abend zur gleichen Zeit ins Bett. Mit zunehmendem Alter sei ausreichend Erholung immer weniger verhandelbar. „Ich brauche einfach diese Erholung am Abend“, sagt Alves. Wer bereits um 4:56 Uhr aufstehe, könne abends nicht mehr die gleiche Energie erwarten wie jemand, der erst um sieben oder acht Uhr aufwacht. Deshalb gehe er meist bereits gegen 21 Uhr ins Bett, lese noch etwas oder schaue kurz eine ruhige Serie – „nichts, was mich groß bewegt, also kein Thriller“ –, bevor er ohne Probleme einschlafe.

Wer dauerhaft gesund und leistungsfähig bleiben wolle, müsse Schlaf als festen Bestandteil seiner Gesundheitsstrategie betrachten.

Gesundheit muss nicht teuer sein

„Ihr könnt 90 bis 95 Prozent dessen, was relevant ist für eure Gesundheit, ohne einen einzigen Cent umsetzen“, sagt der Chefredakteur. Ausreichend Schlaf, Bewegung, gesunde Ernährung und soziale Beziehungen seien die größten Hebel für ein langes Leben. Erst danach lohne es sich, über spezielle Tests, Supplements oder andere Angebote nachzudenken.

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Lebenssinn als unterschätzter Faktor

Wer das Gefühl habe, mit seiner Arbeit, seinen Beziehungen oder seinem Engagement etwas Sinnvolles zu bewirken, profitiere auch gesundheitlich davon. „Sich als wirksam zu empfinden und sich selbst einen Nutzen anderen und einer Aufgabe gegenüber zu empfinden“, werde, Alves, Ansicht nach, häufig unterschätzt. Gerade für ein langes und zufriedenes Leben könne dieser Faktor eine größere Rolle spielen, als vielen bewusst sei.

Drei Empfehlungen

Keine Bewegung vermeiden

Nuno Alves: „Keine Bewegung vermeiden“ bedeutet, bei den Kleinigkeiten zu beginnen. Und es bedeutet, die „Möglichkeiten zum kostenlosen Sport“ zu nutzen, wie er es formuliert. Am eigenen Arbeitsplatz beobachte er regelmäßig, dass Kollegen selbst für eine Etage den Aufzug nähmen. Dabei liege die Alternative direkt daneben. „Kein Fitnessstudio, keine Mitgliedschaft, kein Tracker, gar nichts“, sagt Alves. Stattdessen könne jeder sofort etwas für seine Gesundheit tun, indem er „einfach nur ein paar Treppen“ steige.

Das Beispiel verdeutlicht nur eine von unzähligen Alltagssituationen, in denen sich zusätzliche Bewegung ganz nebenbei integrieren lässt. Am Ende sind es die vielen kleinen Entscheidungen des Alltags, die sich über Jahre hinweg positiv auf Ihre Gesundheit auswirken.

Für andere da sein beginnt bei einem selbst

Der Gedanke „Für andere da sein beginnt bei einem selbst“ wird bereits in Alves, Morgenroutine sichtbar. Wenn Nuno sich morgens „Zeit für sich“ nimmt, tut er das nicht aus Egoismus, sondern aus Nächstenliebe. Wer für Familie und Freunde da sein möchte, sollte die eigene Gesundheit genau deshalb nicht vernachlässigen. „Dadurch, dass ich anderen helfen möchte, in dem Fall meiner Familie, muss ich nach mir als Erstes schauen“, erklärt Alves. Nur wer selbst körperlich und mental fit bleibe, könne auch anderen dauerhaft helfen. „Ich glaube, wir denken oft in erster Linie an uns und merken gar nicht, dass es uns guttut, wenn wir anderen einen Nutzen gegenüber zeigen.“ Gleichzeitig könne die Verantwortung für andere ein starker Antrieb sein, die eigene Gesundheit ernst zu nehmen und gesunde Gewohnheiten langfristig beizubehalten.

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Agile Routinen mit Demut

Was heute funktioniert, muss morgen schon nicht mehr richtig sein. Wir leben in einer schnelllebigen Welt, und gerade im Longevity-Bereich kann Altbewährtes schnell überholt sein, weil die Forschung so rasant voranschreitet. Vielmehr sollten Menschen deshalb lernen, neue Routinen flexibel in ihren Alltag zu integrieren und zugleich kritisch zu überprüfen. „Mein Tipp wäre tatsächlich, eine gute Methode zu finden, agil neue Routinen zu implementieren und zu erhalten“, sagt Alves. Genauso wichtig sei jedoch auch die nötige Demut: „Jede Routine, jedes Supplement, alles kann auch falsch sein oder nicht so funktionieren, wie man es sich vorstellt.“ Deshalb empfiehlt Alves, die eigenen Gewohnheiten regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen und mit neuem Wissen immer wieder zu hinterfragen. Nur so könne Gesundheit langfristig ein dynamischer Prozess bleiben, statt in starren Regeln zu erstarren.

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