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„Girls“-Star brachte 2021 Sohn zur Welt

Allison Williams über ihren Notkaiserschnitt: „Ein schweres Trauma“

Allison Williams spricht über ihren Notfallkaiserschnitt
Schauspielerin Allison Williams spricht über die traumatische Geburt ihres Sohnes vor drei Jahren Foto: Getty Images
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Anna Echtermeyer
Redakteurin

25. Juni 2025, 20:22 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Ein Notkaiserschnitt wird vorgenommen, wenn akute Gefahren für das Leben oder die Gesundheit von Mutter und/oder Kind bestehen. Die Angst und das mit der Situation einhergehende Gefühl von Kontrollverlust können für alle Beteiligten seelisch sehr belastend sein. Auch der Sohn von Schauspielerin Allison Williams („Girls“) musste per Notkaiserschnitt geholt werden – in einem Podcast sprach die 37-Jährige über die für sie traumatische Erfahrung.

Im Dezember 2021 brachte Schauspielerin Allison Williams, die vor allem durch die Serie „Girls“ bekannt wurde, Sohn Arlo zur Welt. In der neuesten Folge von Amanda Hirschs Podcasts „Not Skinny But Not Fat“ schildert die 37-Jährige, wie belastend die Geburt war: Sie berichtet, dass sie nach 36 Stunden Wehen einen Notkaiserschnitt brauchte – eine Möglichkeit, an die sie gar nicht gedacht hatte und die sie rückblickend als traumatisch beschreibt.

Notkaiserschnitt – so erlebte Allison Williams die Geburt ihres Sohnes

„Von dem Moment an, als ich ankam, noch vor der PDA, ging der Herzschlag meines Babys bei jeder Wehe runter“, erinnert sich Williams. Auf die Frage von Moderatorin Amanda Hirsch, wie sie sich in diesem Moment gefühlt habe, sagte sie: „Ein schweres Trauma. Sehr belastend.“ In diesem Moment sei ihr klar geworden, dass sie gar nicht an die Möglichkeit eines Kaiserschnitts gedacht habe.

„Ich hatte mir nicht vorgestellt, wie es wohl wäre. Ich hatte noch nie eine OP. Ich wollte nicht darüber nachdenken, deshalb habe ich es auch nicht getan“, sagte Williams. Plötzlich sei es so weit gewesen: „Da wurde mir gesagt: ‚Das muss jetzt gemacht werden.’ Das war ein unglaublich beängstigender Moment.“

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„Ich wusste nichts!“ Williams über das emotionale Chaos und reale Ängste

Rückblickend hätte sie sich gewünscht, besser vorbereitet gewesen zu sein. „In dem Moment, als mir gesagt wurde, dass es passiert [der Notkaiserschnitt, d. Red.], musste ich so viele Dinge gleichzeitig verarbeiten“, so die Schauspielerin. „Wenn ich vorher wenigstens ein paar Antworten gehabt hätte – was passiert da eigentlich mit mir? Was bedeutet das alles? – dann hätte ich mich vielleicht eher auf meine Angst konzentrieren können oder auf das Gefühl, verletzlich zu sein.“

Sie betont: „Es wäre einfacher gewesen, wenn wenigstens ein paar dieser Fragen schon vorab geklärt gewesen wären.“ Auch jetzt, dreieinhalb Jahre nach der Geburt, habe sie noch mit dem Erlebten zu kämpfen.

Keine offiziellen Notkaiserschnitt-Zahlen – wo Frauen Hilfe bekommen

Es gibt keine offiziellen Daten darüber, wie viele Kinder in Deutschland per Notfall-Kaiserschnitt geboren werden. Schätzungen gehen von unter zehn Prozent aller Kaiserschnitte aus. 2023 kamen in Deutschland 218.000 Kinder per Kaiserschnitt zur Welt (32,6 Prozent).1 Der abrupte Wechsel von natürlicher Geburt zur Not-OP löst Emotionen wie Schock, Angst, Schuldgefühle oder Selbstzweifel aus. Die Symptome reichen von Schlafstörungen über postpartale Depression bis hin zu posttraumatischer Belastungsstörung oder erschwerter Mutter-Kind-Bindung.

Hier bekommen Frauen nach einem traumatischen Notkaiserschnitt Unterstützung

Die ersten Ansprechpartner, um das Erlebte zu thematisieren, sind die betreuende Hebamme oder Frauenärztin. Telefonische Beratung auch zu Notkaiserschnitten bietet etwa das Hilfetelefon „Schwierige Geburt“ an. Das 2004 von einer Ärztin gegründete „Kaiserschnitt Netzwerk“ richtet sich an Kaiserschnittmütter, bei denen die Erinnerung an den Kaiserschnitt noch schmerzt. Die „La Leche Liga“ bietet kostenlose Stillberatung, auch nach Kaiserschnitt – und fördert den Austausch unter Müttern.

Erfahrungen wie ein Notkaiserschnitt zeigen, wie unvorhersehbar und herausfordernd der Start ins Muttersein sein kann. Doch statt Verständnis und Offenheit begegnet viele Frauen schon kurz nach der Geburt einem idealisierten Bild von Mutterschaft.

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Allison Williams kritisiert idealisiertes Bild von Mutterschaft und „Momfluencerinnen“

Mitschuldig an unrealistischen Erwartungen an Mütter sind aus Sicht von Allison Williams die „Momfluencerinnen“. Sie sei wütend „über die meisten ‚Mama-Inhalte’ auf Instagram und TikTok – jedenfalls auf die ambitionierten Versionen davon“, sagte die 37-Jährige kürzlich der britischen Zeitung „Guardian“.

Am Beispiel einer Influencerin, die für ihr Kind ein aufwendiges Lunchpaket zusammenstellte, kritisiert sie: Womöglich habe die Frau dafür nur die Zeit, weil sie eine Nanny beschäftige. „Ich halte das für toxisch und glaube, dass es nur dazu dient, Menschen ein schlechtes Gewissen einzureden.“

Über das Leben als Mutter: „Es verändert einfach alles“

2023 sprach Williams in der „Today Show“ über das Leben als Mutter. „Es verändert einfach alles. Alles ist anders. Ich erkenne mein altes Leben kaum wieder“, sagte sie damals. Sie wisse gar nicht mehr, wie sie ihre Tage früher verbracht habe: „Was ich heute in 30 Minuten schaffe, ist unfassbar.“

Arlos Vater ist der Schauspieler Alexander Dreymon („The Last Kingdom“). Williams und er sind seit September 2020 verheiratet.

Quellen

  1. Statistisches Bundesamt: Fast ein Drittel aller Geburten im Jahr 2023 durch Kaiserschnitt (2025) ↩︎

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