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Nahrung für die Atmung

5 Lebensmittel, die gut für die Lunge sein sollen

Lunge
Wir können durch unsere Ernährung dazu beitragen, dass sich die Lunge schneller regeneriert oder weniger anfällig ist
Foto: Getty Images

Die Lungenfunktion verbessern, schützen und sogar Heilungsprozesse beschleunigen – nicht nur mithilfe jeder Menge sauberer Luft, sondern auch mit der Wahl der richtigen Lebensmittel können wir unserem empfindlichen Atmungsorgan etwas Gutes tun.

Petersilie killt Lungenkrebszellen

Petersilie ist mehr als ein grünes Deko-Element für den Teller, sie ist ein wahres Heilkraut und ein super Lebensmittel für Ihre Lunge. Nicht nur harntreibend, was für eine gesunde Durchspülung der Nieren sorgt, sondern eines der Lebensmittel mit dem höchsten Apegenin-Anteil. Schon vor Jahren fanden Wissenschaftler heraus, dass die Flavonoidverbindung ein wahrer Krebsschreck ist. Interessanterweise hat sie es besonders auf Lungenkrebszellen abgesehen. Chinesische Forscher stellten zudem 2017 fest, dass Apegenin dabei gesunde Zellen komplett in Ruhe lässt. Ein großzügiger Löffel Petersilie über der Suppe ist demnach beste Lungenkrebs-Prävention. Und noch ein weiterer – zugegeben grausamer Tierversuch – brachte Erstaunliches zutage. Hierfür spritzten Forscher schwangeren Ratten reines Nikotin. Die Lungen der Babys, dessen Mütter zusätzlich Petersilien-Extrakt verabreicht bekamen, entwickelten sich erheblich besser als jene, die ohne das Kraut auskommen mussten.

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Roher Knoblauch enthält „rätselhaftes“ Lungenschutz-Molekül

Der tägliche Biss in eine rohe Knoblauchzehe gilt als das Geheimnis vieler 100-Jähriger und die kleine Knolle ist einer der wichtigsten Bestandteile der von Ernährungsexperten angepriesenen Mittelmeerküche. Auch hier ist es wieder ein „magischer“ antibiotikaähnlicher Inhaltsstoff, der heilende Ordnung im Atmungsorgan herstellt. Der Name: Allicin. Die Eigenschaft laut britischen Forschern: Bakterien den Garaus machen, die Lungenkrankheiten und Atemwegserkrankungen wie zystische Fibrose auslösen. Angeblich soll es zudem reichen, nur zwei Mal die Woche rohen Knoblauch zu essen, um das Risiko von Lungenkrebs um über 40 Prozent zu reduzieren. Für die Medizinwissenschaft ist Allicin und ihre Wirkung übrigens derart neu, dass in dem Studienbericht sogar von einem „rätselhaften Molekül“ gesprochen wird, das der Forschung noch viel Freude bereiten wird.

Wasser hält alle Funktionen auf Trapp

Die Lunge besteht zu 80 Prozent aus Wasser, so ist es die logische Konsequenz, dass sie nur dann optimal funktionieren kann, wenn der Körper ausreichend hydriert ist. Schon eine minimal zu trockene Lunge ist anfälliger für Krankheiten. So weist auch der deutsche Lungeninformationsdienst ausdrücklich daraufhin: „Eine Austrocknung des Körpers kann Asthmaanfälle nach sich ziehen.“ Dennoch sollten drei Liter am Tag nicht überschritten werden, denn „ein Zuviel an Flüssigkeit kann auch die Lunge belasten, da sich der Druck in den Blutgefäßen erhöht.“

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Brokkoli aktiviert „Heilungsgene“

Mit dem Rauchen aufhören ist schwer und viele Menschen leiden darunter, ihre Sucht nicht von heute auf morgen bezwingen zu können. Brokkoli ist nachgewiesen ein wunderbares Gemüse, um baldige Ex-Raucher auf dem Weg zur Abstinenz zu begleiten. Wir alle verfügen nämlich über ein bestimmtes Gen, NRF2 genannt, dessen „Job“ es ist, die Zellen vor Schadstoffen und anderen Toxinen zu schützen. Das Problem: Bei Rauchern ist die Aktivität dieses Gens stark herabgesetzt, was unter anderem dazu führt, dass sich die angegriffenen Lungenbläschen schlechter erholen. Die Lösung: Wissenschaftler von der Johns Hopkins School of Medicine haben herausgefunden, dass der in Brokkoli enthaltene sekundäre Pflanzenstoff Sulforaphan in der Lage ist, das heilende Gen wieder zum Laufen zu bringen. Und nicht nur das, die tägliche Einnahme eines aus Brokkoli-Sprossen hergestellten Getränks soll sogar die eingeatmete Luft in Smog-Gebieten quasi unschädlich machen.

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Äpfel und Tomaten regenerieren Raucherlungen schneller

Noch eine gute Nachricht für (baldige) Ex-Raucher: Den Forschenden der Johns Hopkins Uni scheint Lungengesundheit besonderes am Herzen zu liegen, denn nachdem sie das mit dem Brokkoli herausgefunden hatten, entdeckten sie 2017 einen ähnlichen Effekt mit Äpfeln und Tomaten. So fanden sie heraus, dass sich die Lungenfunktionen bei denjenigen deutlich besser erholten, die durchschnittlich täglich mindestens zwei Tomaten UND einen Apfel aßen. Außerdem trage der großzügige Verzehr dazu bei, dass sich die altersbedingte Abnahme der Lungenfunktion – auch ohne Rauchervergangenheit – messbar verlangsamt. Es scheint also etwas mit der Kombination der beiden Früchte zu tun zu haben, was allerdings noch weiter erforscht werden müsse. Wem es trotzdem Überwindung kostet, öfter zum Apfel zu greifen, sei noch diese Studie ans Herz gelegt: Wie italienische Forscher 2014 herausfanden, soll der tägliche Griff zu Boskoop und Co. bei Frauen nachweislich für intensivere Orgasmen sorgen.