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11 Ernährungsmythen im Check

»Dunkles Brot ist gesünder als helles und Salat am Abend stört den Schlaf

Tiefgefrorenes Essen verdirbt nicht, dunkles Brot ist immer gesünder als helles, und in der Schale von Obst und Gemüse stecken die meisten Vitamine… Mythen rund ums Essen gibt es viele. Stimmen müssen sie deswegen aber noch lange nicht. Welche haben keine Berechtigung – und welche schon? FITBOOK ist elf Klassikern auf den Grund gegangen.

Mythen rund ums Essen gibt es viele – stimmen müssen sie deswegen aber noch lange nicht. „Grund für Ernährungsmythen sind oft Unsicherheiten, zum Beispiel bei der Frage, ob man Käserinde mitessen darf“, meint Harald Seitz vom Bundeszentrum für Ernährung. Manche Legenden haben aber auch einen wahren Kern.

Ernährungsmythos 1: Käserinde kann man nicht essen

Bleiben wir zunächst bei der Käserinde: Darf man, darf man sie nicht mitessen? Entscheidend ist, wie die Rinde entstanden ist. „Natürlich gereifte sowie unbehandelte Käserinden sind essbar und geben wie etwa bei Edelschimmelkäse ein besonderes Aroma“, erklärt Seitz. Künstliche Käserinden aus Wachs oder Kunststoff seien dagegen nicht zum Verzehr geeignet. „In diesem Fall muss sich ein Hinweis auf der Verpackung stehen.“ Also: Am besten immer die Zutatenliste auf der Verpackung lesen.

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Ernährungsmythos 2: Dunkles Brot ist immer gesünder als helles

Vielleicht noch eine Spur hartnäckiger hält sich dieser Spruch im Volksmund: Dunkles Brot sei prinzipiell gesünder als helles Brot. Kann man das so pauschal sagen? „Lebensmittel aus Vollkorn sättigen länger und enthalten mehr Nährstoffe als Weißmehlprodukte“, sagt Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Und jetzt kommt das große ABER: Nicht jedes dunkle oder körnige Brot oder Brötchen sei auch ein Vollkornprodukt! „Brötchen kann man auch mit Malzextrakt dunkel und mit Sonnenblumenkernen körnig machen.“ Und wie sieht es bei anderen Getreideprodukten wie Brot, Nudeln, Reis aus? Die beste Wahl für die Gesundheit sei die Vollkornvariante. Und natürlich die Verträglichkeit: Wer von beispielsweise dunklem Brot mit vielen Ballaststoffen Magenkrämpfe und Blähungen bekommt, hat auch nichts gewonnen…

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Ernährungsmythos 3: Salat am Abend stört den Schlaf

Was halten Sie von diesem Spruch: Salat am Abend verursache Verdauungsbeschwerden und störe den Schlaf. Diplom-Ökotrophologe Uwe Knop: „Kommt drauf an. Wer einen sensiblen Verdauungstrakt hat, der Rohkost und unverdaulichen Ballast(stoff) schwer verarbeiten kann, für den kann ein Abendsalat die Nacht sehr unangenehm werden lassen: Bauschmerzen, Krämpfe Blähungen.“ Wer nach der Schüssel Salat am Abend hingegen keine Beschwerden habe und gut schlafe, könne Salat essen, „wann immer er oder sie will“.

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Ernährungsmythos 4: Pasta nach 18 Uhr macht dick

Kommen wir zur abendlichen Pasta: Landen die reichlich enthaltenen Kohlenhydrate direkt auf den Hüften? „Ob jemand dick wird, das liegt primär in den Genen und nicht an der Uhrzeit, wann er Kohlenhydrate zu sich nimmt“, so Knop. Darüber hinaus spielen zahlreiche Lebensstilfaktoren eine Rolle – wie beispielsweise Schlafmangel, Essstörungen, Stoffwechselstörungen, Medikamenteneinnahme… Und vor allen Dingen: „Die Gesamtenergiebilanz über Monate bis Jahre.“

Weitere Ernährungsmythen im Video

Der angeblich so hilfreiche Verdauungsschnaps, Vitamine, die in der Schale von Obst und Gemüse besonders reichlich vorhanden sein sollen – Ernährungsmythen gibt es noch einige und im Video oben haben wir diese und weitere von unseren Expert*innen bewerten lassen. Apropos Mythen: Auch im Themenbereich Training sind einige wilden Theorien im Umlauf, die sich hartnäckig behaupten. FITBOOK hat auch hier Licht ins Dunkel gebracht.

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