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In 70 Tagen zum Muskelpaket?

Woche 8: Dieser Frust, wenn das Training nichts bringt ...

Transformations-Experiment: Fotos von Protagonist Chris VORHER (links) und nach Woche 8
An den Armen konnte Chris an Muskelmasse zulegen. Leider ist auch der Bauchumfang um sieben Zentimetern gestiegen, was für eine erhöhte Fetteinlagerung spricht.
Foto: FITBOOK

Das „10 Wochenprogramm“ von Julian Zietlow verspricht dicke Muckis in Rekordzeit. Chris (31) testet das Programm für FITBOOK. In Woche 8 ist es bei Chris vorbei mit dem Wohlfühlgewicht. Außerdem bricht er zum ersten Mal eines der wenigen wirklichen Tabus des Programms.

Woche 8 steht an: Es geht also mit großen Schritten aufs Finale zu. Diese Woche blieb in Sachen Training und Ernährung zwar ohne neue Impulse – dafür war sie nicht weniger anstrengend. Denn neben Job und zeitfressendem Trainingsalltag forderte ein anderes Event Chris‘ ganze Hingabe: die Whiskeymesse Berlin, auf der Chris gemeinsam mit seinem Bruder selbst importierten und abgefüllten Whiskey präsentieren sollte. Whiskey! Chris liebt Whiskey! Sollte er etwa eines der wenigen Tabus des „10 Wochenprogramms“ (Alkohol, Chips, Süßigkeiten und Zuckerersatzstoffe) gebrochen und sich ein gutes Gläschen gegönnt haben?

Training zwischen Whiskeykartons

Um sich ab Freitag komplett seiner großen Leidenschaft Whiskey widmen zu können, beißt Chris in den sauren Apfel und bringt von Montag bis Donnerstag vier der fünf Trainingseinheiten zwischen Whiskeykartons hinter sich. „Denkbar ungünstig und stressig – vor allem, weil ich in der Vorwoche auch schon vier Tage am Stück trainiert hatte. Ich wusste also, wie kraftlos ich mich fühle, wenn ich nicht ausreichend regenerieren kann. Aber es ging nicht anders.“ Dazu gab’s noch Dauermuskelkater. Chris: „Mir ist wieder bewusst geworden, dass ich mich durch das Programm in einer Ausnahmesituation befinde. Alles andere muss sich momentan dem Training und Essen unterordnen. Schon ein sehr spezieller Lifestyle, den ich mir so auf Dauer nicht vorstellen kann.“

Transformations-Experiment: Fotos von Protagonist Chris VORHER (links) und nach Woche 8

Am Oberarm legte Chris in acht Wochen drei Zentimeter an Umfang zu
Foto: FITBOOK

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Beim Push-Training stehen in Woche 8 unverändert Übungen wie Schrägbankdrücken (mit maximalem Gewicht und niedriger Wiederholungszahl) und Negativ-Liegestütze (bei denen die Füße erhöht liegen, was das Ganze anstrengender macht) auf dem Programm. Beim Pull-Training macht Chris wie gehabt Ruderübungen für Rücken- und Schulterpartie sowie verschiedene Curls für Bizeps und Unterarme. Daran gekoppelt ist auch in dieser Woche eine „kurze und intensive“ Baucheinheit – eine Logik, die Chris nicht versteht. „Nach dem Pull-Training noch den Bauch zu trainieren, finde ich denkbar ungünstig – denn mir fehlt einfach die Kraft. Wäre es nicht besser, den Bauch beispielsweise am Beintag zu trainieren?“

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Chris‘ niedriger Testosteronwert

Was bei Chris diese Woche noch stark nachhallt, sind die Ergebnisse der Blutuntersuchung aus der Vorwoche. Genauer gesagt: sein geringer Testosteronwert. Chris: „Die Nachricht kam für mich sehr überraschend. Welcher Mann kommt schon auf die Idee, seinen Testosteronspiegel bestimmen zu lassen?“ Wie wir seit letzter Woche wissen: Chris‘ niedriger Wert könnte laut unserem Experten Dr. Despeghel Folgen für den ausbleibenden Muskelaufbau haben.

Transformations-Experiment: Fotos von Protagonist Chris VORHER (links) und nach Woche 8

Die Veränderung an den Oberarmen ist zu erkennen – bei der Rückenmuskulatur gibt es hingegen kaum Unterschiede
Foto: FITBOOK

Bisher umsonst trainiert?

Frustrierend für Chris, der in den vergangenen Wochen so viel Zeit und Schweiß in das Training investiert hat: „Du ziehst fünfmal pro Woche ein hartes Programm durch – und merkst im Nachhinein, dass es vielleicht einfach hormonell nicht reichen könnte. Habe ich acht Wochen lang umsonst trainiert? Hätte der Wert durch das Training nicht steigen müssen? Und wie kann ich ihn optimieren?“ Richtig ist: Körperliche Aktivität regt die Produktion von Testosteron an – andererseits könne Stress den Effekt wieder zunichte machen. „Der Trainingsstress, den ein Programm, das nur auf zehn Wochen angelegt ist, unweigerlich mit sich bringt, kann die Testosteron-Produktion hemmen“, so Sportwissenschaftler Despeghel.

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Woche 8 heißt auch Tabubruch

Mit diesen Gedanken fährt Chris am Freitag auf die Whiskeymesse. „Auto vollgeladen, schnell gefrühstückt, Stand aufgebaut. Zum Essen kam ich am Wochenende jeweils erst abends.“ Es ist das erste Mal seit Programmstart, dass er seine vorgeschriebene Kalorienmenge nicht erreicht – und das erste Mal Alkohol seit acht Wochen. Chris: „Ich konnte einfach nicht widerstehen, an dem einen oder anderen Gläschen zu nippen. Glücklicherweise werde ich von Whiskey nicht so schnell betrunken. Außerdem habe ich jetzt ja mehr Masse, auf die sich der Alkohol verteilen kann“, erzählt Chris und lächelt dabei ironisch. Sein Körpergewicht macht ihm inzwischen etwas zu schaffen.

Transformations-Experiment: Fotos von Protagonist Chris VORHER (links) und nach Woche 8

Sieben Zentimeter mehr Bauchumfang in acht Wochen: Männer mit Testosteonmangel nehmen übrigens häufig am Bauch zu
Foto: FITBOOK

Wohlfühlgewicht überschritten

Knapp fünf Kilogramm hat Chris seit Programmbeginn zugenommen und damit seine „Wohlfühlzone“ verlassen. Aktuell zeigt die Waage 86,9. „86 Kilogramm waren seit jeher eine Grenze für mich, die ich nur ungern überschreite. Wenn es ordentlich Muskelmasse wäre, okay! Aber ich fühle mich besonders am Bauch dicklich. Jetzt kneift schon die ein oder andere Hose, das nervt.“

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Sonntag steht das letzte Training an: „Nach zwei Messetagen mit 12 Stunden rumstehen wünscht man sich schon einen ruhigen Abend. Aber das war natürlich wieder nicht drin.“ Ein bisschen ist auch schon die Vorfreude auf die Zeit danach spürbar: „Ich bin ehrlich gesagt froh, es bald überstanden zu haben. Danach werde ich mir erstmal ein Bier gönnen.“

Transformations-Experiment: Fotos von Protagonist Chris VORHER (links) und nach Woche 8

Enttäuschung bei Chris. Sehen Sie einen Unterschied?
Foto: FITBOOK

Woche 8 in Zahlen

In Klammern die Veränderung zur Vorwoche:

Gewicht: 86,9 Kilogramm (+0,6)
Körperfettanteil: 20 Prozent (+5)
Oberarmumfang: 35 Zentimeter (-1)
Brustumfang: 103 Zentimeter (unverändert)
Bauchumfang: 97 Zentimeter (+3)
Oberschenkelumfang: 60 Zentimeter (unverändert)

ALLE TEILE DES EXPERIMENTS GIBT ES HIER!

Kurz-Zusammenfassung Woche 8

  • Chris absolviert seine Trainingseinheiten zu Beginn der Woche, um am Wochenende Zeit für Privates zu haben
  • Ihn beschäftigt sein niedriger Testosteronspiegel: „Welcher Mann kommt schon auf die Idee, den bestimmen zu lassen?“
  • Bei Chris setzt sich langsam das Gefühl durch, bisher „umsonst“ trainiert zu haben
  • Mit seinem Körpergewicht (86,9 Kilo) fühlt sich Chris zunehmend unwohler