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Chance für den Sommerbody

Trainerin: „Darum kann der Frühling ein Abnehm-Beschleuniger sein“

Durchtrainierte Frau im Sportklamotten
Trainerin und FITBOOK-Expertin Alina Bock erklärt, warum das Abnehmen im Frühling leichter fallen kann Foto: Getty Images
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30. April 2026, 20:58 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Ein paar Kilos sollen bis zum Sommer noch runter? Kein Grund zur Panik: Der Frühling kann dabei helfen, gesunde Routinen leichter umzusetzen. Warum mehr Tageslicht, Bewegung und Ernährung jetzt zusammenspielen – und wie Sie das konkret nutzen können, erklärt Trainerin und FITBOOK-Expertin Alina Bock.

Abnehmen im Frühling: Warum es jetzt leichter fallen kann

Die ersten kräftigen Sonnenstrahlen, längere Tage und höhere Temperaturen: Mehr Tageslicht beeinflusst unseren Schlaf-Wach-Rhythmus und kann dadurch unser Verhalten und Wohlbefinden verbessern. Durch die intensivere UV-B-Strahlung der Sonne beginnt der Körper auch wieder damit, Vitamin D in der Haut zu bilden – auch das spielt eine wichtige Rolle für unser psychische Wohlbefinden. Das Tageslicht im Frühling hemmt die Produktion des „Schlafhormons“ Melatonin – und die Produktion des „Glückshormons“ Serotonin steigt.

Wer besser schläft, ausgeglichener ist und sich energiegeladener fühlt, bewegt sich im Alltag oft mehr, trifft bewusstere Ernährungsentscheidungen und bleibt leichter an gesunden Routinen dran. Diese Faktoren können dazu beitragen, dass Abnehmen im Frühling vielen Menschen leichter fällt.

Auch interessant: Vitamin D – wie man den Tagesbedarf durch Sonne deckt

Studie: Bessere Blutzuckerwerte und eine gesteigerte Fettverbrennung durch Tageslicht

2025 untersuchte eine Studie, wie sich natürliches Tageslicht im Vergleich zu künstlicher Beleuchtung auf Patienten mit Typ-2-Diabetes auswirkt. Die Ergebnisse zeigen, dass der Aufenthalt in lichtdurchfluteten Büroräumen die Blutzuckerkontrolle maßgeblich verbessert und den Körper dazu anregt, verstärkt Fett zur Energiegewinnung zu verbrennen. Die Forscher stellten fest, dass Sonnenlicht die biologische Uhr der Probanden positiv synchronisiert und Stoffwechselprozesse in den Muskelzellen optimiert.1

Da Insulin den Fettaufbau fördert und eine Abnahme hemmt, ist eine Regulation des Hormons unerlässlich, wenn man auf gesunde Weise Gewicht verlieren möchte.

Serotonin kann Heißhunger entgegenwirken

Wo es im Winter bei manchen Menschen zu vermehrtem Appetit – klassisch z. B. bei saisonaler Depression (SAD) – kommen kann, kann der Frühling den Schalter umlegen: Sonnenlicht fördert die Ausschüttung von Serotonin im Gehirn. Das Hormon spielt eine entscheidende Rolle bei der Regulierung von Appetit und Sättigung und kann Heißhunger effektiv entgegenwirken. Weniger Heißhunger bedeutet häufig: weniger Kalorienüberschuss!

Schlafqualität kann sich verbessern – Faktor fürs Abnehmen

Im Frühling kann sich die Schlafqualität verbessern, weil mehr Tageslicht die innere Uhr stabilisiert. Helles Licht am Morgen unterdrückt die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin und signalisiert dem Körper, wach zu werden. Gleichzeitig beeinflusst Tageslicht Botenstoffe wie Serotonin, die an der Regulation der Stimmung und am Schlaf-Wach-Rhythmus beteiligt sind. Insgesamt kann sich so der natürliche Rhythmus besser einpendeln – was sich bei manchen Menschen auch positiv auf das Ein- und Durchschlafen auswirkt.

Wenn sich der Schlaf verbessert, kann das weitere positive Effekte haben. Ausreichender Schlaf steht unter anderem mit einer günstigeren Regulation von Hunger- und Sättigungssignalen in Verbindung – viele Menschen berichten dann von weniger Heißhunger und einem stabileren Essverhalten.

Auch für die Regeneration spielt Schlaf eine zentrale Rolle

Auch für die Regeneration spielt Schlaf eine zentrale Rolle: In den Tiefschlafphasen werden vermehrt Wachstumshormone ausgeschüttet, die an Reparatur- und Stoffwechselprozessen beteiligt sind. Zudem unterstützt guter Schlaf eine stabile Blutzuckerregulation. All das kann dazu beitragen, dass sich gesunde Ernährungs- und Trainingsgewohnheiten besser umsetzen lassen.

Übrigens: Auch eine gute Vitamin-D-Versorgung könnte für die Schlafgesundheit essenziell sein. Eine Meta-Analyse fand 2018 einen Zusammenhang zwischen einer unzureichenden Versorgung mit Vitamin und schlechter Schlafqualität sowie kurze Schlafdauer. Als besonders kritisch wird ein Vitamin-D-Serumwert von unter 20 ng/mL angesehen.2

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Saisonale und frische Ernährung macht es leichter, ausgewogen zu essen

Gleichzeitig wächst mit dem saisonalen Angebot an frischem Obst und Gemüse die Vielfalt in der Ernährung – was es vielen leichter macht, ausgewogen zu essen. Eine solche Ernährung unterstützt wichtige Stoffwechselprozesse und kann Trainingseffekte sinnvoll ergänzen. Und auch Bewegung fällt vielen bei länger werdenden Tagen und milderen Temperaturen leichter – nicht zuletzt, weil sich mehr Gelegenheiten im Alltag ergeben.

Fazit

Der Frühling kann gute Voraussetzungen schaffen, um Veränderungen anzustoßen: Mehr Tageslicht, oft höhere Aktivität im Alltag und ein vielfältigeres Angebot an frischen Lebensmitteln können dabei helfen, gesunde Routinen aufzubauen. Abnehmen wird dadurch zwar nicht zum Selbstläufer – aber es fällt vielen Menschen leichter, konsequent dranzubleiben.

Im Frühling aktiv werden, lohnt sich!

„Wer im Dezember anfängt, auf den Sommerbody hinzuarbeiten, hat mehr Zeit. Aber wer im Frühling feststellt, dass er noch ein paar Kilos loswerden möchte, kann das jetzt womöglich leichter schaffen als im Winter. Die Sonne schenkt uns gute Laune und lässt uns vor frischer Energie sprühen. Das gilt es, geschickt zu nutzen, um die letzten ärgerlichen Pfunde loszuwerden. Das Frühjahr ist die ideale Zeit, um Hand in Hand mit den natürlichen Rhythmen des Körpers nachhaltige Abnehmerfolge zu erzielen.“

Quellen

  1. Habets, I. G., Van der Steen, S. P., van de Geijn, J. et al. (2023). Natural daylight during office hours improves glucose control and whole-body substrate metabolism. Cell Metabolism. ↩︎
  2. Gao, Q., Kou, T., Zhuang, B. et al. (2018). The Association between Vitamin D Deficiency and Sleep Disorders: A Systematic Review and Meta-Analysis. Nutrients. ↩︎

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