3. September 2025, 15:57 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Taylor Kitsch schlüpft zurück in die Rolle, die er in der ersten Staffel von „The Terminal List“ an der Seite von Chris Pratt spielte: CIA-Agent Ben Edwards. Die Origin-Serie „The Terminal List: Dark Wolf“ dreht sich um Edwards Vergangenheit als Navy Seal. Das bedeutet natürlich, dass auch der Schauspieler eine bestimmte Optik und Fitness mitbringen musste. Kein Problem für Kitsch – dem 44-Jährigen steht für sein Training bereits seit zwölf Jahren ein echter Navy Seal zur Seite.
„Was das Training [für Ben Edwards; A. d. R.] angeht, habe ich großes Glück. Mich hat ein Navy Seal für ‚Lone Survivor’ bis zu ‚True Detective’ trainiert – und noch weiter bis zu dieser Serie“, verriet der 44-Jährige im Interview mit „The Hollywood Reporter“. Bei dem Navy Seal an Kitschs Seite handelt es sich um Ray Mendoza, einen Veteran, der im Irak kämpfte, mittlerweile Hollywood-Produktionen berät und selbst erste Schritte als Regisseur machte. Mit ihm arbeitete Taylor Kitsch erstmals für den 2013 erschienenen Kriegsfilm „Lone Survivor“ zusammen. Jetzt, zwölf Jahre später, kollaboriert das Duo, das seither befreundet ist und offenbar gemeinsam trainiert, bei „The Terminal List: Dark Wolf“ erneut.
Die Fitness von Navy Seals
Details zu seinem Navy-Seal-Training hat Taylor Kitsch nicht verraten. Doch es ist davon auszugehen, dass dies mehr als die glaubwürdige Handhabung von Waffen beinhaltet. Für die Vorbereitung von „Lone Survivor“ etwa absolvierte er laut „GQ“ Läufe von acht Meilen Länge (13 Kilometer) mit 75 Pfund (34 Kilogramm) schwerem Rucksack auf dem Rücken. Und wie Mendoza laut Medienberichten erst kürzlich betonte, halte Kitsch seitdem „seine hohe körperliche Leistungsfähigkeit aufrecht“.
Die Navy-Seal-Elitesoldaten müssen hohe Fitnessstandards erfüllen und -tests bestehen – und dies in insgesamt fünf Disziplinen: Schwimmen, Liegestütze, Sit-ups, Klimmzüge und Laufen (FITBOOK berichtete). Es ist also davon auszugehen, dass man Taylor Kitsch in eben diesen Disziplinen nicht mehr viel vormachen kann. In einem Teaser-Interview für „The Terminal List: Dark Wolf“ behauptete Chris Pratt z. B. im Scherz, Kitsch könne eine Million Push-ups durchführen. „Mindestens“, lautete Kitschs Antwort – wie viele es wirklich sind, hat er dann leider nicht offenbart. Doch wenn mit Mendoza selbst ein Ex-Navy-Seal von Kitschs Fitness beeindruckt ist, kann man wohl davon ausgehen, dass wir von den Push-up-Künsten des Schauspielers durchaus beeindruckt wären.
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Taylor Kitsch fühlt sich wohl in Militärrollen
Seine durchgehende Fitness auf hohem Niveau sowie sein großer Respekt vor der Leistung und dem Leben des Militärs haben dazu geführt, dass Taylor Kitsch in Hollywood gern für militärische Rollen gebucht wird. Ihm fällt es mittlerweile selbst schwer, sich auf Anhieb an alle zu erinnern. „Da waren ‚Lone Survivor’, ‚Savages’, ‚Terminal List’. In ‚American Assassin’ habe ich einen ziemlich durchgeknallten fiktiven Typen gespielt. Zählt ein Polizist als Militärangehöriger? Dann ‚True Detective’, Staffel 2. Also ungefähr fünf“, versuchte sich der 44-Jährige laut eines „Yahoo“-Berichts an einer Liste. Vergessen hatte er dabei seine Rollen in „Battleship“ und „John Carter“. Die 126-tägigen Dreharbeiten von „John Carter“ waren am Ende offenbar so anstrengend, dass Taylor Kitsch vor Erschöpfung zusammengebrochen sein soll.
Mit Football-Serie wurde er berühmt
Begonnen hat er seine Hollywood-Karriere mit einer Sportlerrolle, nämlich als Footballspieler Tim Riggins in der Serie „Friday Night Lights“. Für diese brachte der aus Kanada stammende Kitsch offenbar bereits den gewünschten Körperbau mit. Er spielte in seiner Kindheit und Jugend Hockey, begann bereits im zarten Alter von drei Jahren und befand sich auf dem Weg zu einer Profi-Hockey-Karriere, als ihn eine Verletzung stoppte und zwang, einen neuen Lebensweg einzuschlagen.
So landete Kitsch bei der Schauspielerei und schließlich bei „Friday Night Lights“. Der Regisseur der Serie, Peter Berg, brachte Taylor Kitsch mit dem Boxsport in Berührung und weckte eine neue Sportleidenschaft in dem jungen Star.
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Leidenschaft fürs Boxen
Im Jahr 2012 gab Taylor Kitsch dem Magazin „Men’s Health“ Einblicke in sein Boxtraining, das ihn zum einen fit für die Rolle des Gambit in „X-Men Origins: Wolverine“ gemacht hatte und zu zum anderen auch privat zu seiner Fitnessroutine gehörte. „Wenn ich dieses Tempo beibehalte, wird mein Stoffwechsel angekurbelt und bleibt den ganzen Tag über auf diesem Niveau“, schwärmte Taylor Kitsch damals von den Vorteilen des Boxsports. In einem weiteren MH-Bericht von 2012 erklärte er: „In anderthalb Stunden hat man sowohl Cardio- als auch Krafttraining hinter sich. Man ist 99 Prozent der Zeit völlig durchnässt.“
Cardio, Kraft, militärisches Know-how
Klar ist: Taylor Kitsch ist Profi, wenn es um seine Fitness geht. Nicht umsonst engagieren ihn Produzenten und Regisseure immer wieder gern für körperlich herausfordernde Rollen. Kitsch ist zudem in der Community der militärischen Veteranen aktiv und engagiert sich dafür, dass diese nach ihrer Militärzeit in der Gesellschaft wieder gut aufgefangen werden. Sein Wissen und Können – von mental bis körperlich – nutzte er nun auch für seine Rolle als Navy Seal Ben Edwards. Das Ergebnis können Serienfans aktuell im Stream sehen.