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„Die! Herz! Schlag! Show!“ auf ProSieben

Kann man seinen Puls echt beeinflussen?

Pulskontrolle ist natürlich längst nicht nur sinnvoll, um eine Gameshow gewinnen zu können. Vor allem Leistungssportler profitieren davon, Kontrolle über ihre Herzfrequenz zu haben. Hier erklären Experten, wie das geht.
Pulskontrolle ist natürlich längst nicht nur sinnvoll, um eine Gameshow gewinnen zu können. Vor allem Leistungssportler profitieren davon, Kontrolle über ihre Herzfrequenz zu haben. Hier erklären Experten, wie das geht.
Foto: Getty Images

In der neuen ProSieben-Gameshow „Die! Herz! Schlag! Show!“ müssen prominente Kandidaten aufregende Aufgaben absolvieren – und dabei möglichst unaufgeregt bleiben. Und umgekehrt kann es auch mal darum gehen, den Puls auf ein bestimmtes Niveau hochzujagen. Geht das? FITBOOK hat Experten gefragt.

Bei dem ProSieben-Format „Die! Herz! Schlag! Show!“ (montags um 20.15 Uhr) stellen sich prominente Kandidaten in Teams der Aufgabe, ihren Puls besser unter Kontrolle zu halten als die Gegner. „Manchmal muss der Herzschlag bewusst niedrig gehalten werden, mal soll er sich in luftigen Höhen befinden“, heißt es dazu auf der ProSieben-Website. Und auch die Treffsicherheit wird abgefragt. Das kann für die Teilnehmer z.B. bedeuten, ihren eigenen Herzschlag mit dem eines Team-Mitgliedes oder der Abspielgeschwindigkeit eines Liedes zu synchronisieren.

Nico Santos, Lilly Becker und Mario Basler (v.l.n.r.) sind Kandidaten bei „Die!Herz!Schlag!Show“ – heute Abend 20:15 Uhr auf ProSieben

Nico Santos, Lilly Becker und Mario Basler (v.l.n.r.) sind Kandidaten bei „Die!Herz!Schlag!Show“ (ProSieben)
Foto: ProSieben/Jens Hartmann

Was ist eigentlich der Puls?

Was ist eigentlich der Puls?

Der Puls bzw. die Herzfrequenz steht für die Herzschläge pro Minute. Im Ruhezustand sind das bei einer durchschnittlich trainierten Person etwa 60 Schläge. Mit steigender Belastung pumpt das Herz stärker und häufiger, um den Körper weiterhin ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Folglich gibt der Puls auch Aufschluss darüber, wie stark das Herz-Kreislauf-System arbeitet.

Wie wird der Puls gemessen?

Bei „Die! Herz! Schlag! Show!“ wird der Herzschlag jedes einzelnen Kandidaten permanent überwacht. Für den Privatgebrauch gibt es verschiedene Geräte zur Pulsmessung wie Brustgurte und Pulsuhren. Es geht aber auch ohne: durch Handanlegen und Zählen, wie häufig das Herz in einer Minute schlägt.

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Jetzt zum Wesentlichen: Kann man seinen Puls beeinflussen?

Und wie man das kann! Das versichert Dr. Paul Schmidt-Hellinger, Sportmediziner und Marathonläufer, im Gespräch mit FITBOOK.

Was den Puls laut Schmidt-Hellinger in die Höhe treibt, ist – neben körperlicher Anstrengung – Aufregung. Und umgekehrt sei die Herzfrequenz niedriger, wenn man entspannt und ruhiger ist. Das habe etwas mit dem Parasympathikus zu tun; also dem Teil des zentralen Nervensystems, der v.a. die Körperfunktionen in Ruhe fördert.

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Bestimmte Art der Atmung senkt den Puls

Um jemandem die Aufregung zu nehmen, kommt die Empfehlung  „tief durchatmen!“ offenbar nicht von ungefähr. Laut Schmidt-Hellinger macht sich die Art der Atmung ganz unmittelbar bemerkbar: So könne der Herzschlag zwischen den Atemzügen individuell ‘rauf- und runtergehen, versichert der Experte.

Probieren Sie es aus! „Die Finger an die Halsschlager legen und tiiiiiief und langsam ausatmen“, rät Schmidt-Hellinger. „Sie werden merken, dass die Herzfrequenz heruntergeht.“

Sauerstoffbedarf senken durch Pulskontrolle

Pulskontrolle ist natürlich längst nicht nur sinnvoll, um eine Gameshow gewinnen zu können. Vor allem Leistungssportler profitieren davon, Kontrolle über ihre Herzfrequenz zu haben. Das bestätigt auch Sportwissenschaftler Prof. Dr. Stephan Geisler.

Er erinnert uns an Apnoe-Taucher, die ihren Puls drastisch herunterfahren können, und ihren Sauerstoffbedarf zu senken und somit länger tauchen zu können. Von entsprechenden Praktiken berichtete im FITBOOK-Interview bereits Maria Unverricht, eine der besten Freitaucherinnen Deutschlands.

„Psycho-Hygiene-Atmung“

Der Fitnessprof, der an der IST-Hochschule in Düsseldorf Unterricht gibt und außerdem u.a. als Dozent für Olympisches Gewichtheben tätig ist, bringt die richtige Atemtechnik auch seinen Studenten bei. Das Ganze nenne sich „Psycho-Hygiene-Atmung, weil man sich dabei ganz und gar auf die Atmung konzentriert“, sagt er uns.

„Eine Übung könnte so aussehen, dass man ganz normal einatmet und etwas länger als gewöhnlich ausatmet“, so Prof. Geisler. Darauf eine kurze Atempause folgen lassen. „Wenn man das ein, zwei, drei Minuten lang macht, wird sehr wahrscheinlich der Puls heruntergehen.“

Leistungssportler im Vorteil

Profisportler sind also eindeutig im Vorteil. Schmidt-Hellinger berichtet aus Erfahrung am eigenen Leib von einem Ruhepuls von etwa 35. Das ist extrem niedrig – aber dabei muss man auch bedenken: Er ist Langstreckenläufer.

Ganz anders sieht es bei den meisten Promis aus, die ihr Können bei „Die! Herz! Schlag! Show!“ unter Beweis stellen wollen. Darunter sind einige bekannte TV-Gesichter – von den Moderatorinnen Verona Pooth (52) und Ruth Moschner (44) über Ur-Bachelor Paul Janke (38), Model Lilly Becker (44), Sänger Nico Santoz (27) bis hin zu Comedian Simon Gosejohann (44). Aber selbst ein Mario Basler (51), Ex-Kicker und ebenfalls Teilnehmer der Show, wird zu seiner aktiven Zeit als Mittelfeldspieler nur wenig mit Psycho-Hygiene-Atmung am Hut gehabt haben.

Dürfte also interessant werden. Und interaktiv! Dank der Tipps unserer Experten können Zuschauer ganz bequem von der Couch aus mitspielen.