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Stöhnen, gaffen…

11 absolute No-Gos im Fitnessstudio, die jeder kennt

Ein muskulöser Mann trainiert mit zwei Kurzhanteln
Bitte nicht stöhnen! Im Fitnessstudio bekommt man manchmal mehr von anderen mit, als einem lieb ist
Foto: Getty Images

Jeder trainiert anders, und das ist auch vollkommen okay. Doch es gibt ein paar Regeln, an die sich ausnahmslos alle Besucher eines Fitnessstudios halten sollten. Und dann gibt es da noch ein paar Dinge, die man tunlichst vermeiden sollte...

Im Gym trainiert man selten alleine (außer man stellt sich um 2 einen Wecker), darum ist ein sozial verträgliches Benehmen auch hier mehr als gerne gesehen. Damit das gelingt, sollten Sie die folgenden No-Gos im Fitnessstudio unterlassen:

Gewichte fallen lassen

Auch wenn es gerade höllisch anstrengend war: Keiner sollte das Gewicht auf den Boden donnern lassen. So viel Kraft und Würde, die Hantel nach Gebrauch kontrolliert abzulegen, müssen auch nach der härtesten Übung noch drin sein. Mindestens genauso nervig sind übrigens Leute, die bei jeder Wiederholung …

… lautstark stöhnen

Das bringt andere a) total aus dem Rhythmus und b) fragt man sich, ob man irgendwie helfen kann. Oder sollte. Oder sogar dringend muss. Und nein, wirklich niemand schaut sich bewundernd nach jemandem um, der die 50-Kilo-Hantel laut stöhnend hochreißt oder bei 15 km/h auf dem Laufband wilde Töne von sich gibt. Bitte einfach sein lassen.

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Den eigenen Schweiß verteilen

Hand aufs Handtuch: Wer möchte schon im Schweiß seines Vorgängers baden (Fetisch-Freunde ausgenommen)? Genau, niemand. Außerdem kann man sich ja auch nie so ganz sicher sein, wie häufig und gründlich im Fitnessstudio wirklich geputzt wird – erst recht zu Corona-Zeiten. Also: Bitte immer ein Handtuch auf Matte und Gerät legen. Wer es doch mal zu Hause vergessen hat, einfach zu den überall herumstehenden Desinfektionsmitteln greifen. Danke!

Ausgedehntes Cool Down auf dem Laufband

Zwei Dinge sind im Fitnessstudio so sicher wie das Amen in der Kirche: Selbst wenn alle Umkleideschränke frei sind, ist der direkt nebenan immer besetzt. Und Montagabend ist an den Laufbändern Schlangestehen angesagt. Entsprechend dankbar sind alle Wartenden, wenn sie dann endlich loslegen können. Was dann gar nicht geht: ewige Laufband-Blockierer, die nach dem Joggen noch eine gefühlte Ewigkeit bei meditativen 3 km/h auf dem Band Spazierengehen, am besten noch mit Smartphone in der Hand. Klar, ein kurzes Cool Down ist sinnvoll und Ihr gutes Recht. Aber denkt auch an die, die auf ein freies Laufband warten!

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Geräte blockieren und Equipment horten

Sich zehn Trainingsgeräte parat legen, obwohl man erstmal nur eins davon braucht – damit handelt man sich sofort den glühenden Hass seiner Mit-Trainierenden und Trainer ein. Und zwar zu Recht! Hanteln, Core-Bags, Kettlebells, Faszienrollen sind für alle da, deswegen sollte sich jeder auch nur das nehmen, was er unmittelbar braucht. Unsere Malle-Liegestuhl-Mentalität hat im Fitnessstudio wirklich nichts zu suchen. Und:

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Telefonieren

Wo wir schon beim Thema Handy wären: Intervall-Timer, die alle paar Sekunden nervig piepen, sind im Studio ebenso tabu wie lautstarkes Telefonieren. Und gehören zu den nervigsten No-Gos im Fitnessstudio.

TRX-Mikado

Schlingentraining ist generell schon eine Herausforderung, daher gilt auch hier: Bitte Rücksicht auf die anderen nehmen und nicht so viel Platz im Raum blockieren, dass niemand mehr daneben trainieren kann. Im Idealfall auch nicht unbedingt so stark am TRX-Gerüst wackeln, dass es alle anderen spüren. Ja, das ist möglich.

Ungefragt den Personal Trainer spielen

Nur weil man sich selbst vielleicht für einen Vollprofi hält, ist man noch lange kein ausgebildeter Trainer. Darum sind ungebetene Ratschläge à la „Du musst das so machen“ bitte dringend (!) zu vermeiden. Wer trainiert, weiß meistens, warum er es gerade so und nicht anders macht. Und sollte jemand wirklich eine Frage haben, wird er sich schon selbst seine Antwort holen. Im Zweifel aber woanders. Falls jemand eine Übung ganz offensichtlich so falsch macht, dass er seine Gesundheit gefährdet, gibt’s auch hier eine elegantere Lösung: Macht einen Trainer dezent darauf aufmerksam.

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Gaffen

Im Fitnessstudio laufen viele attraktive, gut trainierte Menschen herum. Und weniger gut trainierte. Und auch gänzlich untrainierte. Aber nur, weil man viele Menschen in Sportkleidung sieht, heißt das nicht, dass man sie hemmungslos anstarren darf. Pro-Tipp: Einfach mit höchster Konzentration das eigene Workout absolvieren und die anderen in Ruhe lassen. Das gilt übrigens auch und erst recht für Umkleide, Dusche oder Sauna.

Kettlebell-Bowling

Sind Ihnen an den Wänden in Ihrem Fitnessstudio schon mal tiefe Dellen oder Risse aufgefallen? Vermutlich war es kein hulk’scher Wutausbruch – sondern jemand, der sich mit der Kettlebell im Mauerwerk verewigt hat. Die milchfässchenartigen Gewichte, auch Schwung- oder Kugelhanteln genannt, liegen mittlerweile auf vielen Freitrainingsflächen bereit und flutschen bei Selbstüberschätzung schnell aus den Fingern – wumms! Nein, so ein Teil möchte wirklich niemand an den Kopf kriegen. Zum Glück lässt sich das vermeiden. Kettlebell immer mit trockenen Händen anpacken und nur so viel Gewicht in die Hand nehmen, wie Sie auch sicher kontrollieren können. Kommen wir zum letzten Punkt unserer No-Gos im Fitnessstudio.

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Die Umkleide in eine Rutschbahn verwandeln

Nackte Füße gehören in Badelatschen – oder, wenn die mal vergessen wurden, nach dem Duschen zumindest gründlich mit dem Handtuch abgerubbelt. Andernfalls droht hohes Unfallrisiko! Außerdem tummeln sich im Nass- und Umkleidebereich ja auch ganz schön viele Bakterien, in die ganz bestimmt niemand freiwillig treten will. Yay, Fußpilzalarm! Das gilt übrigens auch, wenn regelmäßig geputzt wird.

No-Gos während der Corona-Pandemie

Neben den universellen No-Gos im Gym sollten während der Corona-Pandemie auch folgende Tabus nicht unerwähnt bleiben:

1. Mit Husten, Schnupfen o. ä. Symptomen im Gym aufkreuzen

2. Hände vor dem Training nicht waschen

3. Gerät nach dem Training nicht desinfizieren

4. Keinen Abstand zu anderen Trainierenden einhalten

5. Getränkeflaschen von anderen Fitnessstudio-Besuchern anfassen, um sie aus dem Weg zu räumen

 

Also: Wer diese elf No-Gos umschifft, macht sich im Fitnessstudio zumindest keine fiesen Feinde. Und das ist schon eine Menge wert, oder?