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Trainingsmythos

Richtige Atmung beim Krafttraining – so geht's

Eine junge Frau beim Freihantel-Bankdrücken
Beim Kraftsport kann man durch die richtige Atmung seine Leistung erhöhen
Foto: Getty Images

Die richtige Atmung hat Einfluss auf die sportliche Leistung. Speziell beim Krafttraining haben damit viele ihre Probleme. Wie es richtig geht, erklärt der Fitnessprofessor.

Die richtige Atmung beim Krafttraining wird sehr häufig missverstanden! Um diesen Mythos zu klären, muss man sich zunächst fragen, warum atmen wir überhaupt?

Ganz klar: um zu überleben! Allerdings kann man ja auch für kurze Zeit die Luft anhalten und trotzdem weiterleben – und sogar auch Höchstleistung vollbringen!

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Luftanhalten verbessert die Kraftleistung

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Pressatmung kann sehr gefährlich werden

Hierzu muss man sich den physiologischen Effekt der Pressatmung anschauen: Hält man die Luft an, wird der Druck im Rumpf zwar höher und liefert mehr Stabilität, allerdings erhöht er auch exponentiell den Blutdruck und dies kann sehr gefährlich werden. Vom „Zerplatzen“ kleinster Gefäße bis hin zum Lösen eines Thrombus in den Blutgefäßen und einem anschließenden Verschluss (Thrombose, Herzinfarkt, Schlaganfall) ist alles denkbar.

Mehr Tipps vom Fitnessprofessor gibt’s hier!

Da dieses Phänomen gehäuft bei älteren Menschen mit einem vorgeschädigten Herz-Kreislauf-System eintritt, tut der Fitnesscoach gut daran, immer auf eine regelmäßige Atmung hinzuweisen. Hier geht die Empfehlung meist dahin, beim Heben des Gewichts auszuatmen und beim kontrollierten Senken wieder einzuatmen. Aber gehen Sie bitte bei Ihrem nächsten Gym-Besuch nicht zum nächsten Kraftsportler und belehren Sie ihn beim Heben von zweihundert Kilo über seine Atmung, denn in der Regel wissen die, was die da machen und dann ist mit keiner erhöhten Gefährdung zu rechnen.

Mehr Infos zur richtigen Atmung beim Krafttraining im Video:

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Zur Person: Prof. Dr. Stephan Geisler ist Professor für Fitness & Health Management an der IST-Hochschule in Düsseldorf und Dozent für Olympisches Gewichtheben an der Deutschen Sporthochschule Köln. Dort promovierte er auch im Bereich der molekularen Sportmedizin. Sein Schwerpunkt in Forschung und Lehre liegt im Krafttraining. Er bildet seit über 15 Jahren Studenten und Fitnesstrainer aus und ist Autor verschiedener internationaler Fachpublikationen. Auf seinem YouTube-Kanal Fitnessprofessor und bei Facebook gibt er Tipps und Tricks für Sportler und Trainer.