7. April 2026, 11:17 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Mit zunehmendem Alter nimmt die Muskelkraft kontinuierlich ab. Dieser Verlust steht auch in engem Zusammenhang mit Gesundheit und Selbstständigkeit im Alltag. Eine Untersuchung hat den Zusammenhang von Muskelkraft und Sterberisiko bei älteren Frauen untersucht.
Was hat die Studie untersucht?
Die in „JAMA Network Open“ veröffentlichte Studie eines US-Forscherteams umfasste 5472 Frauen im Alter von 63 bis 99 Jahren.1 Zu Beginn, zwischen 2012 und 2014, absolvierten die Teilnehmerinnen zwei einfache Krafttests: die Messung der Griffkraft mit einem speziellen Gerät sowie das fünfmalige Aufstehen vom Stuhl auf Zeit. Zusätzlich trugen sie eine Woche lang einen Bewegungssensor, der körperliche Aktivität und Sitzzeiten objektiv erfasste. Anschließend wurden die Frauen im Durchschnitt 8,4 Jahre lang begleitet.
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Richtige Balance aus Bewegung und Sitzen mit geringerem Sterbe- und Diabetesrisiko verbunden
Wie viele Minuten Muskeltraining pro Woche senken das Sterberisiko?
Die Ergebnisse
Während der Nachbeobachtungszeit starben 1964 Teilnehmerinnen. Eine höhere Muskelkraft war klar mit einer geringeren Sterblichkeit verbunden.
- Frauen mit der höchsten Griffkraft hatten ein um rund 33 Prozent geringeres Sterberisiko als jene mit der niedrigsten. Diese Zusammenhänge blieben auch dann bestehen, wenn Alter, Vorerkrankungen, Blutdruck, Rauchen, Körpergewicht, körperliche Aktivität, tägliche Sitzzeit, Gehgeschwindigkeit als Maß der Ausdauerfitness sowie Entzündungswerte im Blut statistisch berücksichtigt wurden.
- Auch unter den Frauen, die die empfohlenen 150 Minuten Ausdauerbewegung pro Woche nicht erreichten, war eine höhere Griffkraft weiterhin mit einer geringeren Sterblichkeit verbunden.
- Teilnehmerinnen, die besonders schnell fünfmal vom Stuhl aufstehen konnten, hatten ein um etwa 37 Prozent geringeres Sterberisiko als die langsamste Gruppe.
Was bedeutet die Studie?
Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere eine höhere Griffkraft im höheren Lebensalter mit einer geringeren Sterblichkeit verbunden ist – und zwar auch unter statistischer Berücksichtigung anderer Risikofaktoren. Der Zusammenhang blieb selbst nach Einbeziehung der tatsächlich gemessenen Ausdauerbewegung, der Sitzzeit und der Herz-Kreislauf-Fitness bestehen. Damit erwies sich die Griffkraft als ein besonders robuster Marker für das Sterberisiko.
Bemerkenswert ist zudem, dass die Forscher diesen Zusammenhang auch bei Frauen beobachteten, die auf eine Gehhilfe angewiesen waren. Die Befunde unterstreichen damit die Bedeutung der Muskelkraft im Alter und stehen im Einklang mit der Empfehlung, mindestens zweimal pro Woche Krafttraining durchzuführen.
Wichtig: Untersucht wurden ausschließlich ältere Frauen, die noch selbstständig gehen konnten – teils mit Gehhilfe. Bettlägerige oder dauerhaft nicht gehfähige Personen waren nicht eingeschlossen.
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