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Studie zeigt

Was schon wenige Mini-Workouts im Büro für den Blutzucker bringen können

Mini-Workouts im Büro können positive Effekte auf den Zuckerstoffwechsel haben
Mini-Workouts im Büro können positive Effekte auf den Zuckerstoffwechsel haben Foto: Getty Images, Niels Starnick; Collage: FITBOOK
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Nuno Alves
Chefredakteur

17. März 2026, 11:07 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Langes Sitzen prägt den Arbeitsalltag vieler Menschen im Büro und steht mit ungünstigen gesundheitlichen Veränderungen im Zusammenhang. Möglicherweise reichen aber schon wenige Minuten, um dem zumindest teilweise entgegenzuwirken. In einer Studie wollten Forscher wissen, welche positiven Effekte Mini-Workouts im Büro zeigen. Die Ergebnisse sind vielversprechend.

Was hat die Studie untersucht?

An der zwölfwöchigen Studie aus China nahmen 86 Büroangestellte teil, die täglich mehr als sechs Stunden saßen und sich insgesamt wenig bewegten.1 Viele waren übergewichtig, und bei etwa 40 Prozent lagen die Nüchternwerte bereits im Bereich eines Prädiabetes. Per Zufall wurde eine Gruppe eingeteilt, während des Arbeitstags von 9 bis 17 Uhr jede Stunde drei Minuten einfache Körpergewichtsübungen am Arbeitsplatz zu absolvieren. Die andere Gruppe arbeitete wie gewohnt weiter. Entscheidend war die Frage: Verbessern diese Mini-Workouts messbare Werte des Zuckerstoffwechsels?

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Die Ergebnisse

In der Bewegungsgruppe sank der Nüchternblutzucker im Verlauf der Studie deutlich, während er in der Vergleichsgruppe nahezu unverändert blieb. Der Unterschied zwischen beiden Gruppen war statistisch signifikant. Besonders bemerkenswert war der Effekt bei den Teilnehmenden mit anfänglichem Prädiabetes: In der Trainingsgruppe erreichte mehr als die Hälfte von ihnen wieder Normwerte.

Auch im sogenannten oralen Glukosetoleranztest (oGTT) zeigte sich eine Verbesserung. Bei diesem Test wird zwei Stunden nach einer standardisierten Zuckerlösung der Blutzucker gemessen; er dient der Früherkennung eines erhöhten Diabetesrisikos. Nach zwölf Wochen lagen die Werte in der Bewegungsgruppe deutlich niedriger, während sie sich in der Kontrollgruppe kaum veränderten.

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Parallel dazu verbesserte sich die Insulinempfindlichkeit. Der Taillenumfang verringerte sich im Durchschnitt um gut zwei Zentimeter. Der systolische Blutdruck, also der obere Wert, sank um knapp 4 mmHg. Auch das als günstig geltende HDL-Cholesterin nahm leicht zu.

Insgesamt saßen die Teilnehmer täglich rund 42 Minuten weniger und verbrachten etwa 21 Minuten mehr in Bewegung. Mehr als 80 Prozent hielten das Programm nach eigenen Angaben zuverlässig ein.

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Was bedeutet die Studie?

Obwohl die Studie nur zwölf Wochen dauerte und keine Ernährungsgewohnheiten erfasste, zeigt sie, dass die regelmäßige Unterbrechung langen Sitzens eine Rolle für die Gesundheit spielen kann. Schon drei Minuten Bewegung pro Stunde führten in der Untersuchung zu messbaren Verbesserungen beim Blutzucker und bei der Insulinwirkung. Inwieweit auch langfristige Effekte entstehen, muss in weiteren Studien geprüft werden.

Nuno Alves
Chefredakteur

Mein Mini-Workout für das Büro

„Auch wenn die Studie relativ klein war, verdeutlicht sie, wie sensibel unser Körper auf Bewegung reagiert. Gerade im Büro entstehen oft lange Sitzphasen. Wer die Möglichkeit hat, baut jede Stunde kurze Bewegungspausen ein: 20 Kniebeugen, 20 Hampelmänner, 20 Liegestütze, bei Bedarf in erhöhter Position. Alternativ reichen zwei oder drei Stockwerke zügig nach oben, bis man leicht außer Atem gerät. Sie ersetzen kein strukturiertes Training, doch schon wenige Minuten Aktivität pro Stunde können messbare Verbesserungen zentraler Stoffwechselparameter bewirken. Und wenn die Kollegen verwundert schauen, einfach zum Mitmachen animieren.“

Fehler entdeckt? Bitte Feedback an: highway2health@fitbook.de.

Quellen

  1. Fang, Y., Li, H., Dong, P., & Wan, F. (2026). Micro-exercise breaks every hour: a feasible strategy to improve metabolic health in sedentary office workers. BMC public health, 10.1186/s12889-026-26484-4. Advance online publication. https://doi.org/10.1186/s12889-026-26484-4 ↩︎

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