5. Juni 2026, 14:05 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Der nächste Blockbuster von Regisseur Christopher Nolan ist auf dem Weg – mit Matt Damon in der Rolle des sagenumwobenen Odysseus. Zur Verkörperung des griechischen Helden gehört natürlich auch die passende Physis. Dafür ließ sich Damon einen Bart wachsen und reduzierte sein Körpergewicht auf 76 Kilogramm.
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So leicht wie seit der High School nicht mehr
Wer Matt Damon schon einmal auf der Leinwand gesehen hat, weiß, dass der Schauspieler eigentlich immer eine solide körperliche Erscheinung abgibt – mal deutlich trainierter, mal mit etwas mehr Bauch. Wer allerdings schon mal griechische Heldenstatuen betrachtet hat, dem wird auffallen: So extrem muskulös oder stämmig sind diese oft gar nicht. Sie verkörpern eher einen schlanken, fitten Typus mit subtiler Muskeldefinition. Das gilt auch für Odysseus. Passend dazu erzählte Damon Anfang 2026 als Gast im Podcast „New Heights“ der Kelce-Brüder von seiner Vorbereitung auf den neuen Nolan-Film „The Odyssey“: „Ich war in richtig guter Form. Ich habe viel Gewicht verloren.“ Der Regisseur habe gewollt, dass er schlank, aber kräftig ist.1
Wie kräftig Damon geworden ist, wird sich im Film zeigen. Doch das Ergebnis seines extremen Gewichtsverlusts spricht schon mal für sich: „Früher wog ich zwischen 84 und 91 Kilogramm, und für den ganzen Film habe ich nur 76 Kilogramm gewogen. So leicht war ich seit der High School nicht mehr. Es war also viel Training und eine sehr strenge Diät nötig“, erzählt der Schauspieler weiter.
Es sei viel Training und eine sehr strenge Diät gewesen, so Damon. Zudem zog er im Gespräch einen direkten Vergleich zu den American-Football-Spielern Jason und Travis Kelce: „Ich kann mir vorstellen, wie sich das für euch anfühlt, während ihr euch vorbereitet. Es ist einfach Teil eures Tagesablaufs, Teil eures Jobs, und man gewöhnt sich richtig daran und plant seinen Tag quasi darum herum.“
Ein weiterer Grund für den Gewichtsverlust
Neben dem sportlichen Pensum gab es jedoch noch einen weiteren entscheidenden Grund für den Gewichtsverlust. Wegen einer Absprache mit seinem Arzt stellte der Schauspieler seine Ernährung komplett um und verzichtete fortan auf Gluten. Ein Verzicht, der bleibt: „Wegen einer anderen Sache, die ich mit meinem Arzt besprochen habe, habe ich aufgehört, Gluten zu essen. […] Ich bin fertig damit. Ich ernähre mich komplett glutenfrei.“ Zu seiner Erleichterung habe er aber auch ein glutenfreies Bier gefunden – vielleicht ein Grund, dass die Umstellung so nachhaltig klappt.
Schlank, aber kräftig – geht das überhaupt?
Viele sagen vor dem ersten Gang ins Fitnessstudio: „Ich möchte athletisch werden, aber nicht zu breit.“ Anders gesagt: Sie möchten aussehen wie Matt Damon für seine Rolle als Odysseus.
Und ja, das ist möglich. Denn Kraft und sichtbare Muskelmasse sind nicht automatisch dasselbe. Viele glauben, wer stärker wird, wird zwangsläufig auch breiter. Doch so einfach ist es nicht.
Der Körper reagiert auf Krafttraining auf zwei unterschiedliche Arten: Entweder die Muskeln wachsen und nehmen an Volumen zu, oder das Nervensystem wird effizienter und lernt, die vorhandene Muskulatur besser zu nutzen. Wer eine drahtige, athletische Statur im Stil eines griechischen Helden anstrebt, sollte vor allem auf diesen zweiten Anpassungsweg setzen.
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Was bedeutet das konkret?
Wer mit sehr hohen Gewichten, wenigen Wiederholungen und langen Pausen zwischen den Sätzen trainiert, setzt einen ganz anderen Reiz als jemand, der klassisches Muskelaufbau-Training betreibt. Das Nervensystem lernt dabei, mehr Muskelfasern gleichzeitig zu aktivieren. Der Muskel wird also nicht zwangsläufig größer, arbeitet aber deutlich effizienter. Das Ergebnis: mehr Kraft, ohne sichtbar an Volumen zuzulegen.
Auch die Ernährung spielt dabei eine wichtige Rolle. Wer weder gezielt einen Kalorienüberschuss anstrebt noch besonders proteinreich isst, muss sich keine Sorgen machen, plötzlich „massig“ auszusehen. Wer sich ausgewogen ernährt und nicht aktiv auf Muskelaufbau hinarbeitet, wird in der Regel auch keinen übermäßigen Muskelzuwachs feststellen.
Mehr dazu lesen Sie hier: So wird man stärker, ohne (sichtbare) Muskeln aufzubauen
Sollten Sie sich nun auch glutenfrei ernähren?
Vermutlich nicht – zumindest nicht ohne einen triftigen Grund. Matt Damons Entscheidung, auf Gluten zu verzichten, basierte auf einer Absprache mit seinem Arzt, also auf einem medizinischen Hintergrund. Gluten selbst ist kein Stoff, den der Körper benötigt, um zu überleben. Wer es aber problemlos verträgt, hat durch den Verzicht auch keinen nennenswerten Vorteil.