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Fitness-Challenge

Was machen 100 Saltos täglich mit dem Körper? YouTuber hat’s ausprobiert

Ein Mann mach Seitwärtssaltos
Ein YouTuber wagte eine verrückte Seitwärtssalto-Challenge (Symbolbild)Foto: Getty Images

Haben Sie schon mal einen Salto probiert? Die meisten Menschen haben es wahrscheinlich noch nie ausprobiert und wären froh, wenn sie überhaupt einen schaffen. Ein YouTuber wagte sich jetzt an eine besondere Fitness-Challenge: Er machte eine Woche lang täglich 100 Seitwärtssaltos, sogenannte Side Flips, – und dokumentierte, wie es ihm dabei erging.

Lucas Ball (31) alias „Pigmie“ ist bei YouTube für seine diversen Fitness-Challenges bekannt. So machte er kürzlich eine Woche lang 1000 Calf Raises (Wadenheber) am Tag. Jetzt wagte er sich an eine akrobatische Übung: Seitwärtssaltos. Die Aufgabe: sieben Tage lang täglich 100 Side Flips machen. Um die Challenge sogar noch schwieriger zu gestalten, erklärte der YouTuber, dass er je 50 linksseitige und 50 rechtsseitige Saltos absolvieren würde. Mit anderen Worten: Es kam nicht nur seine Schokoladenseite zum Einsatz.

Täglich 100 Seitwärtssaltos

Wie kommt man auf die Idee, solch eine Challenge anzugehen? Für Lucas Ball ging es darum, seine Salto-Technik zu verfeinern und die Übung am Ende der Woche hoffentlich sogar beidseitig ausführen zu können. Da er grundsätzlich daran glaubt, dass Wiederholung und Training den Meister machen, kam ihm der Gedanke, eine Woche lang täglich 100 Stück zu machen. Vor der Challenge schaffte er am Tag 20 bis 25 Seitwärtssaltos über die rechte Seite.

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Hochmotiviert fing der 31-Jährige bei den ersten 50 Seitwärtssaltos auch direkt mit seiner ungeübten linken Seite an. Zum Start machte er die Übung auf dem Trampolin. Bereits nach den ersten zehn Stück lautete sein Zwischenfazit: „Das wird härter, als ich gedacht habe.“ Im Verlauf der nächsten sechs Tage absolvierte Ball die Side Flips zumeist auf festem Boden. Mal suchte er sich eine möglichst weiche Stelle auf einer Wiese, mal ging es auf den Fußballplatz, dann wiederum sah man ihn auf sandigem Boden Saltos springen.

Im folgenden Video können Sie sich Lucas Balls Side-Flip-Challenge ansehen:

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Was machen so viele Seitwärtssaltos mit dem Körper?

Nachdem dem YouTuber die Challenge an den ersten zwei Tagen noch recht leicht fiel und Spaß machte, galt es die restliche Woche zunehmend, die Zähne zusammenzubeißen. Die Seitwärtssaltos stellten ihn dabei vor unterschiedliche Herausforderungen. Während er je 50 Saltos am Stück machte, verlor er zum Beispiel die Orientierung, bekam Gleichgewichtsstörungen und hatte mit Schwindel zu kämpfen. Während der Pausenphasen und zwischen den einzelnen Challenge-Tagen machte ihm schlimmer Muskelkater zu schaffen. So schmerzten ihm Oberschenkel, Knie, Waden und die Körpermitte zwischenzeitlich so sehr, dass er an Tag 4 und 5 wieder aufs Trampolin ausweichen musste, um die Seitwärtssaltos ausführen zu können.

Und noch etwas hätte Lucas Ball fast zum Scheitern gebracht: eine mentale Blockade. Nach der Hälfte der Zeit sperrten sich sein Körper und sein Kopf zunehmend gegen die akrobatischen Übungen. Direkt vor den Saltos ließen ihn Zweifel und Angst immer mehr zögern, sodass die Zeit, die er für 50 Side Flips brauchte, deutlich länger wurde. Gegen Ende der Woche konnte er die Blockade dann aber offensichtlich überwinden und die Saltos sogar wieder auf festem Untergrund absolvieren.

Adrian Mühlroth, TECHBOOK-Redakteur und Parkour-Fan:

„Der Side Flip gehört zu den drei grundlegenden Saltos im Parkour. Vom Schwierigkeitsgrad her würde ich ihn zwischen dem einfacheren Rückwärtssalto und dem schwierigeren Vorwärtssalto einordnen. Der Side Flip erfordert eine Menge Übung und ein gutes Stück Überwindung, um ihn ordentlich und sicher auszuführen. Ein gute Vorbereitung dafür sind Seitwärtsrollen auf dem Boden oder über einen leicht erhöhten Kasten. Ist man mit der Bewegung vertraut, sind das Trampolin oder eine Matte der beste Ort, um die ersten Versuche zu machen. Doch Vorsicht ist geboten. Das Verletzungsrisiko ist zwar nicht so hoch wie bei anderen Saltos. Dennoch muss ein Side Flip gut kontrolliert sein, um zum richtigen Zeitpunkt abzuspringen, zu rotieren und zu öffnen.“

Fazit: Was hat die Challenge gebracht?

72 Stunden nach Ende der Challenge machte Lucas Ball dann den finalen Test: Hatte er seine Salto-Technik verbessern können? Und wie sauber konnte er den Seitwärtssalto nun auch auf seiner „schlechten“ linken Seite umsetzen? Das Ergebnis: Der 31-Jährige konnte stolz beweisen, dass sich sein Durchhaltevermögen gelohnt hat. „Ich konnte die Technik meiner Seitwärtssaltos etwas verbessern. Ich habe jetzt höher springen können und die Rotation hat mich nicht mehr so viel Mühe gekostet.“

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Sollte nun jeder, der Saltos lernen möchte, 100 Stück pro Tag machen? Wohl eher nicht, denn Balls Fazit lautete am Ende: „Ich glaube, man muss nicht täglich so viele Wiederholungen machen. Wahrscheinlich hätte ich mehr Fortschritte mit deutlich weniger Saltos am Tag gemacht. Vielleicht 20 Stück pro Tag und dafür noch extra Beintraining.“