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Ab 1. September

Raumtemperatur, Duschen, Sauna – was ändert sich in Fitnessstudios wegen der Energiekrise? 

fitnessstudio dusche sauna: Fitnessstudio
Fitnessstudio-Mitglieder müssen sich auf Energiesparmaßnahmen und Einschränkungen im Gym einstellenFoto: Getty Images

Angesichts der Energiekrise hat die Bundesregierung eine Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung erlassen. Diese gilt ab dem 1. September – auch für Fitnessstudios. Was Mitglieder jetzt wissen sollten.

Deutschland muss Energie sparen. Dafür sieht eine spezielle Verordnung der Regierung nun diverse Maßnahmen vor, die zunächst vom 1. September 2022 bis 28. Februar 2023 gelten sollen. Als „öffentliche Nichtwohngebäude“ sind auch Fitnessstudios betroffen. Doch was ändert sich im Herbst genau? Bleiben z. B. bald auch Duschen und Sauna im Fitnessstudio kalt? FITBOOK gibt einen Überblick.

Verordnung sieht vor, die Heizung runterzudrehen

Die Verordnung reglementiert, wie stark in öffentlichen Nichtwohngebäuden – und damit auch in Fitnessstudios – geheizt werden darf. Je nach Grad der körperlichen Tätigkeit dürfen Räume noch eine Temperatur von 12 bis 19 Grad haben. Demnach sind auch Studiobetreiber verpflichtet, die Raumtemperatur auf maximal 19 Grad zu heizen. Mitglieder sollten dies im Hinterkopf behalten und sich wärmere Kleidung zum Training mitnehmen.

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FITBOOK Workout

Kann man im Fitnessstudio noch heiß duschen?

Nach einem harten Workout unter der heißen Dusche die Muskeln lockern – darauf freuen sich viele Fitnessstudio-Fans nach einer Trainingssession. Doch sind auch hier aufgrund der Energiesparmaßnahmen Einschränkungen zu erwarten? „Bisher gibt es keine Verordnung, die das Duschen in unseren Studios betrifft“, erklärte Pierre Geisensetter, Kommunikationsleiter bei McFit, auf FITBOOK-Nachfrage

Tatsächlich heißt es im Maßnahmenkatalog der Regierung: „Ausgenommen von der Pflicht zur Temperaturbeschränkung (…) sind Trinkwassererwärmungsanlagen, bei denen der Betrieb von Duschen zu den gewöhnlichen betrieblichen Abläufen gehören.“ Demnach brauchen Fitnessstudio-Mitglieder aktuell wohl nicht zu fürchten, kalt duschen zu müssen.

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Bleibt die Sauna im Fitnessstudio bald kalt?

Auch für Wellness-Bereiche in Fitnessstudios, inklusive Saunen und Schwimmbecken, sieht die Verordnung nach aktuellem Stand keine Sparmaßnahmen vor. Allerdings müssen Betriebe mit sehr hohem Energieverbrauch damit rechnen, dass ihre Energieversorger sie anschreiben und über drastisch gestiegene Kosten informieren. Das soll einen Anreiz zum Energiesparen schaffen.

Es kann also sein, dass Studiobetreiber daraufhin selbst entscheiden, die Sauna abzuschalten, das Schwimmbecken nicht mehr zu beheizen oder den Wellness-Bereich komplett zu schließen.

So reagieren die Fitnessstudios

Natürlich reagieren die Fitnessstudios sofort auf die Vorgaben der Bundesregierung. So erläurter Pierre Geisensetter im Namen von McFit: „Wie auch die Pandemie macht sich natürlich auch die bestehende Energiekrise bei uns und in unseren Studios bemerkbar. Wir halten uns genauestens an die behördlichen Richtlinien und werden entsprechende Maßnahmen umsetzen.“

Auch bei „FitX“ werden die entsprechenden Maßnahmen in die Wege geleitet, wie FITBOOK von Presseprecherin Johanna Pistor erfuhr: „Im Rahmen der Energiesparverordnung schalten wir unsere beleuchtete Außenwerbung und die nicht Wege sichernde Außenbeleuchtung von 22 bis 16 Uhr ab – ein Punkt, der nicht in jedem Studio einfach umzusetzen ist. Teilweise sind Außenwerbung und Wege sichernde Außenbeleuchtung miteinander gekoppelt, hier blieb uns nur wenig Vorlaufzeit, um eine entsprechende Lösung zu finden. Außerdem wird ab dem 1. September die Raumtemperatur im Heizungsbetrieb nur noch auf 19 Grad aufgewärmt. Eine Änderung unserer Duschzeiten ist aktuell nicht vorgesehen.“

In den nächsten Wochen und Monaten können zusätzliche (freiwillige) Sparmaßnahmen hinzukommen. Vonseiten des Fitnessstudios „FitX“ heißt es weiter: „Grundsätzlich überprüfen wir kontinuierlich unsere Energieeffizienz, um unsere Studiokonzepte auf den neuesten Stand zu bringen. Hier geht es vor allem um langfristige Optionen, um für unsere Standorte ein möglichst nachhaltiges Energiekonzept zu erstellen. Darüber hinaus prüfen wir aktuell auch kurzfristige Möglichkeiten, die über die Verordnung hinausgehen, um unseren Beitrag beim Energiesparen zu leisten.“

Quelle

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