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Empörung bei Social Media

Saftige Preiserhöhung bei McFit für Mitglieder und Neukunden! 

preiserhöhung mcfit: Werbung von McFit
McFit erhöht die Preise – wer bisher z. B. 19,90 Euro im Monat bezahlt hat, soll künftig 24,90 Euro blechenFoto: picture alliance / Geisler-Fotopress | Christoph Hardt/Geisler-Fotopres

Die Corona-Regeln werden gelockert, die Sonne scheint immer häufiger – Zeit also, an der Sommerfigur zu arbeiten. Doch McFit verdirbt so manchem Fitnessstudio-Mitglied die Laune – mit einer ordentlichen Preiserhöhung.

McFit dreht an der Preisschraube gedreht und erhöht Mitgliedschaftspreise. Das gilt sowohl für bestehende Mitglieder als auch für Neukunden. Damit reagiert die Fitnessstudio-Kette eigenen Angaben zufolge auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wirtschaft. Doch nicht alle Mitglieder haben Verständnis. Auf Social Media häufen sich empörte Reaktionen auf die Preiserhöhung von McFit.

McFit gibt Preiserhöhung bekannt

Wie „fitness-management“ berichtet, hat McFit seine Mitglieder via E-Mail über die Preiserhöhung ab dem 1. April 2022 informiert. Das Schreiben findet sich nun auch auf der Support-Seite des Fitnessstudios. „Seit 25 Jahren bieten wir bei McFit Training zu fairen Konditionen an und werden dies auch weiterhin gewähren, um dich dabei zu unterstützen, deine sportlichen Ziele zu erreichen. Die Pandemie und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft gingen allerdings auch an uns nicht spurlos vorbei. So haben sich unsere Kosten aufgrund steigender Preise in vielen Bereichen stetig erhöht. Die meisten Fitnessanbieter haben daher ihre Beiträge bereits angepasst“, heißt es. Und weiter: „Um dir weiterhin deinen Lieblingssport bei McFit zu ermöglichen, müssen wir die Preise für unsere Vertragsmodelle anpassen. So ändern sich ab dem 01.04.22 unsere Tarife für Neu- und Bestandskunden. Verträge mit einem monatlichen Beitrag von bis zu 19,90 Euro (Basic), sowohl Flex- als auch Laufzeitverträge, werden auf 24,90 Euro angepasst.“

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Mitglieder sind empört

Mit der Preiserhöhung stößt McFit nicht nur auf Verständnis. Auf Social Media häufen sich empörte, teils heftige Reaktionen. So schreibt ein wütendes McFit-Mitglied unter einen Post auf dem „Facebook“-Kanal der Fitnessstudio-Kette: „Während des Lockdowns weiterhin Beiträge kassiert, nichts an den veralteten Geräten gemacht und jetzt den Beitrag erhöhen…. Ganz großes Kino!“

Auf „Instagram“ findet sich beispielsweise folgender Kommentar einer Nutzerin: „Liebes McFit, die Preiserhöhung ist wirklich ein starkes Stück. Gerade jetzt, wo ohnehin schon alle Lebenshaltungskosten explodieren, meint ihr auch noch eure Beiträge erhöhen zu müssen. Und dass auch noch, nachdem ein Großteil der Mitglieder euch in der Corona-Krise unterstützt hat und ohne Gegenleistung weitergezahlt hat. So dankt man es also den Kunden? Sehr, sehr enttäuschend.“

Weitere Kommentare auf beiden Plattformen drücken ähnliche Enttäuschung aus. Auch die Art, wie über die Preiserhöhung informiert wurde, steht in der Kritik. „Das hätte man aber transparenter und vor allem früher kommunizieren können. Warum so kurzfristig und ohne zeitgleiche Stellungnahme in den sozialen Medien? Dass man Preise angleichen muss, verstehe ich, aber es sind direkt 25 Prozent mehr und das aus heiterem Himmel“, bringt es eine Facebook-Userin auf den Punkt.

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McFit reagiert auf den Unmut

Wie reagiert McFit auf den Ärger ihrer Mitglieder? Das Social-Media-Team des Fitnessunternehmens antwortet auf die Kommentare in den sozialen Kommentaren, erklärt die preisliche Maßnahme und bittet um Verständnis. „Wir können deine Verärgerung gut nachvollziehen. Leider haben uns nicht alle Mitglieder so tatkräftig unterstützt wie du. Wir sind dir dafür sehr dankbar. Allerdings sind die Pandemie und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft auch an uns nicht spurlos vorbeigegangen“, schreibt McFit bei „Facebook“.

Auf Nachfrage von FITBOOK erklärt Pierre Geisensetter, Kommunikationsleiter der Studiomarken RSG Group: „Die Auswirkungen auf sämtliche Lebensbereiche der mittlerweile über zwei Jahre andauernden Pandemie betrifft viele Menschen und Unternehmen. Durch die monatelange Schließung der Studios, den nachhaltigen Rückgang an Neuverträgen, die Zunahme an Kündigungen und die im Gegenzug für uns als Unternehmen immer teurer werdenden Kosten für den operativen Betrieb unserer Anlagen, müssen auch wir reagieren.“

Er führt weiter aus: „Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich in den letzten Monaten leider rapide geändert. Nach über zehn Jahren, in denen wir die Preise für unsere Vertragsmodelle stabil gehalten haben, mussten wir unsere Mitgliedsbeiträge an die aktuelle wirtschaftliche Situation anpassen, um möglichst vielen Menschen weiterhin Fitnesstraining zu einem nach wie vor fairen Preis zu ermöglichen. Gleichzeitig bekommen Mitglieder attraktive Mehrleistungen, denn mit der Anpassung können sie europaweit in über 300 Fitnessstudios trainieren, die Fitness Clubs von JOHN REED und die Studios von Gold’s Gym, der ikonischsten Fitnessmarke der Welt, nutzen.“