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Whey-Protein im Test – diese Proteinpulver überzeugen

Whey Protein Test
Welches Vanille-Proteinpulver macht das Rennen? Foto: BILD/Parwez, Collage: FITBOOK
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10. Januar 2026, 8:10 Uhr | Lesezeit: 6 Minuten

Ob als Shake nach dem Training, im Smoothie oder als Backzutat – Proteinpulver ist für viele Sportbegeisterte fester Bestandteil des Speiseplans. Doch welches Pulver liefert nicht nur ausreichend Eiweiß, sondern überzeugt auch geschmacklich? Genau das hat FITBOOK-Redakteurin und Ernährungsexpertin Sophie Brünke gemeinsam mit einem unabhängigen Labor und sechs Probandinnen getestet.

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5 Vanille-Proteinpulver im Test – so lief es ab

Damit der Vergleich der Proteinpulver möglichst objektiv und praxisnah ausfällt, wurde jedes Produkt nach einem klar definierten Schema geprüft. Neben einer Analyse auf Schwermetalle in einem unabhängigen Labor standen auch Geschmackstests unter realen Bedingungen im Fokus. Dabei wurden die Shakes ausschließlich mit Wasser zubereitet, um Unterschiede in Löslichkeit und Aroma besonders gut zu erkennen. Insgesamt testeten sechs Probandinnen unabhängig voneinander, um individuelle Vorlieben auszubalancieren.

Hauptkriterien im Überblick

  • Inhaltsstoffe (30 Prozent): Augenmerk lag auf Proteingehalt, Süßstoffen und Zucker. Produkte mit geringem Zucker- und Süßstoffanteil wurden besser bewertet.
  • Schwermetallanalyse (20 Prozent): Alle Produkte wurden im Labor auf Arsen, Blei, Nickel, Cadmium und Quecksilber getestet.
  • Geschmack (30 Prozent): Die Probandinnen beurteilten Natürlichkeit, Süße und Nachgeschmack der Shakes.
  • Löslichkeit (20 Prozent): Im Praxistest wurde geprüft, wie gut sich das Pulver in Wasser auflösen lässt.

Organic Whey Protein: Bio-Qualität mit Schwächen

Das einzige Bio-Produkt im Test ist das „Whey Protein“ von Orgainic. Mit der Note 2,7 belegte es den letzten Platz im Ranking. Zwar punktet es durch seine Bio-Qualität, den Verzicht auf Zusatzstoffe und den niedrigsten Schwermetallgehalt (Blei: 0,026 mg/kg). Dennoch sorgten der hohe Zuckergehalt von zehn Prozent und die schlechte Löslichkeit für Abzüge.

Im Shaker bildete das Pulver starke Klümpchen – für viele ein Ausschlusskriterium. Wer damit leben kann und großen Wert auf naturbelassene Inhaltsstoffe legt, könnte dennoch Gefallen an diesem Produkt finden. Die Klümpchenproblematik verliert etwa an Wichtigkeit, wenn das Pulver nicht pur als Shake, sondern z. B. im Smoothie oder Porridge als Zutat eingesetzt wird.

More Protein Vanilla Ice Cream: Spitzenreiter beim Eiweiß, Schlusslicht im Geschmack

Das Produkt von More macht den ersten Platz, wenn es um den Proteingehalt geht: Stolze 79 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm stecken im Pulver mit Vanilleeisgeschmack. In der Gesamtbewertung reichte es aber nur für eine 2,6 – vor allem aufgrund des Geschmacks. Die Probandinnen beschrieben ihn als „ziemlich künstlich“, zudem sei das Aroma zu intensiv. Trotz guter Löslichkeit trübten diese Eindrücke das Gesamtbild.

Im Labortest wurden Blei (0,034 mg/kg) und Nickel (0,045 mg/kg) nachgewiesen. Auch hier ergaben sich keine toxikologischen Bedenken. Die Werte liegen weit unter den relevanten Grenzwerten. Zur Veranschaulichung: Eine 60 Kilogramm schwere Person müsste mindestens 1,1 Kilogramm des Proteinpulvers am Tag essen, um auf eine bedenkliche Menge Blei zu kommen. Bei Nickel wären es sogar über 17 Kilogramm.

ESN Designer Whey schafft es ins Mittelfeld

Mit der Note 2,4 landete das „Designer Whey Protein Vanilla Milk“ von ESN auf dem dritten Platz. Punkten konnte das Pulver mit einem hohen Eiweißanteil von 78 Prozent – dem zweithöchsten im Test. Auch die Löslichkeit war überzeugend.

Weniger positiv fiel der Geschmack auf. Die Testerinnen bemängelten eine starke Süße, mehrere Süßstoffe in der Zutatenliste und einen unangenehmen Nachgeschmack. Auch hier wurde im Labor ausschließlich Blei nachgewiesen (0,028 mg/kg) – ebenfalls in einer gesundheitlich unbedenklichen Menge.

Der Preissieger: Mammut Whey Protein Vanilla

Den zweiten Platz sicherte sich das „Mammut Whey Protein Vanille“ mit einer Gesamtbewertung von 2,3. Zudem ist es das günstigste Proteinpulver im Test. Auch dieses Produkt enthält nur einen Süßstoff und löst sich gut auf.

Allerdings äußerten sich mehrere Testerinnen enttäuscht über den Geschmack: „zu wenig süß“, „schmeckt fast nach nichts“ und „langweilig“. Die Konsistenz empfanden sie auch eher als dünn. Dennoch erfüllt das Pulver mit 72 Prozent Eiweißanteil seinen Zweck. Das macht es ideal für preisbewusste Nutzer, die geschmacklich flexibel sind und das Pulver zum Beispiel in Smoothies kombinieren.

Auch interessant: So viel Eiweiß sollte man pro Tag zu sich nehmen

Der Laborbericht ergab lediglich eine minimale Bleibelastung (0,029 mg/kg). Dementsprechend ist das Produkt toxikologisch unbedenklich – selbst bei einem täglichen Konsum von bis zu 3,1 Kilogramm.

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Bulk Pure Whey überzeugt auf ganzer Linie

Im Test schnitt das „Pure Whey Protein“ von Bulk am besten ab. Es war das einzige Produkt, das in allen Testkriterien eine Note mit Eins vor dem Komma abstaubte. Geschmacklich überzeugte der Shake auf ganzer Linie – zwei Testerinnen fühlten sich an Vanillepudding oder Milchreis erinnert. Ein klarer Pluspunkt: Der natürliche Geschmack und die angenehme Konsistenz machten das Produkt fast zum Dessertersatz.

Das Pulver enthält nur einen Süßstoff, löst sich sehr gut in Wasser auf und bringt eine solide Eiweißmenge mit. Zwar liegt der Proteingehalt mit 75 Gramm pro 100 Gramm im Mittelfeld, doch die Gesamtleistung brachte dem Produkt die Testnote 1,6 und damit den ersten Platz ein.

Auch im Labortest schnitt das Produkt gut ab. Zwar wurden geringe Mengen an Blei (0,047 mg/kg) und Nickel (0,036 mg/kg) nachgewiesen, doch laut Laborbericht seien diese Mengen toxikologisch unbedenklich. So müsste etwa eine 60 Kilogramm schwere Person täglich rund 800 Gramm konsumieren, um an bedenkliche Grenzwerte bei Blei zu gelangen – bei Nickel sogar 21 Kilogramm.

Fazit

Der eindeutige Testsieger heißt Bulk Pure Whey Protein. Es überzeugt mit natürlichem Geschmack, angenehmer Konsistenz, guter Löslichkeit und Nährwerten. Doch auch die Konkurrenz konnte sich behaupten – je nach Budget, Geschmacksvorlieben und Anspruch an Bio-Qualität. Wer auf der Suche nach einem günstigen, funktionalen Proteinpulver ist, trifft mit Mammut eine gute Wahl. Wer hingegen Wert auf höchste Reinheit legt, könnte mit Orgainic richtig liegen.

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