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Sand essen zum Abnehmen? Laut Studie soll das funktionieren

Neue Studie

Kann man wirklich abnehmen, wenn man Sand isst?

Sand abnehmen: Mann zwickt sich in den Hüftspeck
Verarbeiteter Sand könnte zukünftig zur Therapie gegen Fettleibigkeit eingesetzt werden. Welcher Mechanismus dahintersteckt, erklärt eine neue Studie.Foto: Getty Images

Richtig gelesen! Sand soll beim Abnehmen helfen. Das sagen zumindest australische Forscher und meinen natürlich nicht den vom Strand. Tatsächlich scheint ihre noch am Anfang stehende Entdeckung äußerst vielversprechend im Kampf gegen Fettleibigkeit zu sein.

Forscher der University of South Australia sprechen von einer „bahnbrechenden Erkenntnis“. Sand – genauer poröse Kieselsäurepartikel aus gereinigtem Sand – soll das Abnehmen erleichtern. Und das völlig ohne Nebenwirkungen! Was darf man sich von der „Sand-Diät“ erhoffen und wie funktioniert sie?

Nächste Therapie gegen Fettleibigkeit?

Magenverkleinerungen sind massive und nicht wieder rückgängig zu machende Eingriffe, während Diät-Pillen und Co. kaum etwas bringen oder mit teils heftigen Nebenwirkungen einhergehen. Und doch braucht es dringend kostengünstige und wirksame Lösungen im Kampf gegen die weltweit zunehmende Fettleibigkeit. Gerade da, wo Ernährungsumstellung und Sport allein nicht ausreichen. Die Lösung: ein ganz spezieller Sand, der sich zum Abnehmen eignet. Diese technischen Kieselsäurepartikel werden aus gereinigtem Sand hergestellt und verfügen über eine einzigartige Oberfläche mit Porenweiten zwischen sechs und zehn Nanometern, heißt es in einer neuen Studie.1

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So funktioniert der „Abnehm-Sand“

„Poröse Kieselsäure hat wegen ihres Potenzials gegen Fettleibigkeit zunehmende Aufmerksamkeit auf sich gezogen, wobei erste Studien gezeigt haben, dass sie eine sichere Therapie ist. Wie diese genau funktioniert, ist den Forschern entgangen – bis jetzt“, erklärt Studienleiter Dr. Paul Joyce in einer Universitätsmitteilung.2 So fanden Joyce und sein Forschungsteam heraus, dass die feinen Sandpartikelchen aufgrund ihrer besonderen Struktur in der Lage sind, im Magen-Darmtrakt Zucker- und Fettmoleküle an sich zu binden. Dieses „kalorienhaltige Sandpaket“ kann nicht weiter verdaut bzw. verstoffwechselt werden und wird auf natürlichem Wege wieder ausgeschieden. Wichtiger Vorteil: Der Vorgang ist absolut magenschonend und allgemein gut verträglich.

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Abnehmen mit Spezial-Sand – wann ist es möglich?

Die Forschungsarbeiten rund um den „Abnehm-Sand“ stehen noch am Anfang. Die hier beschriebene In-vitro-Studie untersuchte mehrere Kieselsäureproben unter simulierten Bedingungen. Das heißt, eine Magen-Darm-Umgebung sowie die Verdauung fett- und kohlenhydratreicher Mahlzeiten wurden künstlich nachgeahmt. Dazu erklärt Joyce: „Die nächsten Schritte bestehen darin, diese Ergebnisse mit Tiermodellen zu validieren, damit wir alle Variationen für optimale Bedingungen gegen Fettleibigkeit bestimmen können.“ Erst nach anschließenden, erfolgreichen Humanstudien könnte der neuartige Sand in Kapselform auf den Markt kommen.

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Möglicher Game-Changer in Sachen Adipositas-Bekämpfung

Adipositas, also krankhafte Fettleibigkeit, ist ein globales Problem, das mehr als 650 Millionen Menschen weltweit betrifft.3 Trotzdem fehlt es derzeit an wirksamen Therapien, die frei von Nebenwirkungen wie Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen sind. Der neuartige Sand könnte den langwierigen und oft unangenehmen Abnehmprozess erheblich einfacher machen, erhoffen sich Joyce und sein Forschungsteam: „Adipositas ist eine vollständig vermeidbare Krankheit. Unsere Forschung ist ein gewaltiger Schritt, um eines der größten Gesundheitsprobleme der Welt anzugehen.“

Haben Sie eine Frage aus dem Bereich Fitness oder Ernährung? Schicken Sie uns diese gerne zu – per Mail an info@fitbook.de. Wir wählen die interessantesten Fragen aus und beantworten sie mit Unterstützung unseres Experten-Teams und der aktuellen Studienlage. Wir sind gespannt!

Quellen

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