24. März 2026, 4:00 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Viele Menschen starten morgens mit Kaffee in den Tag. Erst dann fühlen sie sich wach und munter. Doch gibt es auch eine einfache Alternative. Chronobiologe Satchin Panda hat im Interview mit FITBOOK verraten, welches andere Getränk am Morgen einen Wachmacher-Effekt hat: Wasser – unter einer Bedingung.
Wer am Morgen mit oder sogar vor dem Kaffee ein Glas Wasser trinkt, hat schon einen guten Gedanken. Wasser kann aber mehr, als den im Laufe der Nacht entstandenen Durst löschen. Laut Satchin Panda, Professor am Salk Institute in Kalifornien, kann das Getränk auch munter machen – wenn es warm getrunken wird.
Warmes Wasser am Morgen
„Das funktioniert tatsächlich. Es hilft, den Körper aufzuwärmen, was eine Voraussetzung dafür ist, wach zu werden. Außerdem regt ein Glas warmes Wasser die Darmbewegung an“, erklärte der Wissenschaftler im Gespräch mit FITBOOK. Panda hält warmes Wasser für eine gute Kaffeealternative. Personen, die keinen Kaffee mögen oder ihren Konsum einschränken wollen, könnten mit dem Wassertipp einen ähnlichen Effekt für den Start in den Tag erzielen.
Der Forscher selbst trinkt zwar ebenfalls gern Kaffee, versucht aber phasenweise auch bewusst zu verzichten: „Ich persönlich reduziere meinen Kaffeekonsum zum Beispiel zwischen Thanksgiving und Neujahr, manchmal verzichte ich für eine Woche komplett. Den Unterschied bemerke ich sehr deutlich. Ohne Kaffee werde ich gegen 21 Uhr müde und schlafe sieben bis acht Stunden tief und erholsam. Im Rest des Jahres denke ich zwar oft, dass Kaffee keinen Einfluss hat, faktisch schlafe ich mit Kaffee jedoch kürzer und weniger tief.“
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Warmes Leitungswasser nicht zu empfehlen
Wer Pandas Tipp mit dem warmen Wasser am Morgen mal ausprobieren möchte, sollte aber eine Sache beachten. Das Umweltbundesamt rät auf seiner Website davon ab, warmes Leitungswasser zum Kochen und Trinken zu verwenden.1 Um es zu erwärmen, muss es länger als kaltes Wasser im Wassersystem zirkulieren und hält sich damit länger in den Rohren auf. Dabei können sich Stoffe aus den Rohren lösen, die schädigend für die Gesundheit sein können. Besonders, wenn man unsicher ist, ob im Wohnhaus noch Bleirohre vorhanden sind, oder ob das Warmwassersystem auf Legionellen untersucht worden ist, sollte man zur Sicherheit kaltes Wasser verwenden und es bei Bedarf anderweitig erhitzen.