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Coca-Cola und Pepsi mit neuem Rezept

Maissirup oder Rohrzucker – was ist gesünder?

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Kann man Cola mit einem besseren Gewissen genießen, wenn Rohrzucker verwendet wurde? Foto: Getty Images
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24. Juli 2025, 16:02 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Donald Trump macht Cola-Süße zur Angelegenheit der US-Regierung. Er forderte den Hersteller Coca-Cola via Social Media auf, Rohrzucker statt Maissirup zu benutzen. Seine Begründung: „Es ist einfach besser!“ Doch inwiefern? Süßer? Gesünder? Immerhin gehört Rohrzucker zum braunen Zucker, welcher unter Verbrauchern ein gutes Image genießt. Ob sich diese Annahme hält, verrät FITBOOK-Ernährungsexpertin Sophie Brünke.

Besonders gesund ist Zucker nicht. Wer ihn zu viel verzehrt, läuft Gefahr, Karies zu bekommen, übergewichtig zu werden oder an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Doch hilft der Griff zu einer anderen Zuckerart? US-Präsident Trump sieht offenbar Potenzial in dem Austausch von Maissirup gegen Rohrzucker in Cola. Auf seinem Netzwerk „Truth Social“ verkündete er: „Ich habe mit Coca-Cola über die Verwendung von ECHTEM Rohrzucker in Cola in den Vereinigten Staaten gesprochen, und sie haben zugestimmt, dies zu tun.“ Und tatsächlich gab Coca-Cola in einer Pressemitteilung bekannt, diesen Herbst eine zuckerrohrhaltige Version auf den amerikanischen Markt zu bringen. Doch es gibt keine klare Zu- oder Absage, dass der Anstoß zur Rezeptur aus dem Weißen Haus käme. In der Mitteilung erfolge der Produktlaunch „im Rahmen der fortlaufenden Innovationsagenda”.1 Auch Konkurrent Pepsi bringt eine neue Cola raus. Neben Rohrzucker soll sie sich durch einen kleinen Anteil Ballaststoffe auszeichnen und präbiotisch wirken.2

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Cola hat verschiedene Rezepturen – je nach Land

Je nach Geschmack der Bevölkerung und Verfügbarkeit von Rohstoffen variiert die Rezeptur der schwarzen Limonade etwas. So ändert sich das Süßungsmittel und auch der Zuckergehalt insgesamt. In Deutschland bspw. enthält Cola Saccharose, also weißen Zucker. Da amerikanische Maisproduzenten Subventionen erhalten, ist Maissirup in den USA günstiger als Rohrzucker und ein beliebtes Süßungsmittel in der Getränke- und Lebensmittelindustrie.

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Wie unterscheiden sich Maissirup und Zuckerrohr?

Zunächst unterscheidet man Rohrzucker und Rübenzucker. Wie die Namen vermuten lassen, stellt man Rohrzucker aus Zuckerrohr und Rübenzucker aus Zuckerrüben her. Das Verfahren ist hierbei ähnlich. Beide bestehen aus Saccharose, dem bekannten, weißen Haushaltszucker. Auch hinsichtlich des Nährstoffgehalts gibt es keine Unterschiede.

Maissirup wird industriell durch die Aufspaltung von Maisstärke gewonnen. Er besteht ebenfalls wie Haushaltszucker aus Glukose und Fruktose, die Anteile der Einfachzucker können jedoch variieren. In Deutschland darf seit 2017 Maissirup Lebensmitteln unbegrenzt zugesetzt werden – ohne Deklaration der Glukose- und Fruktoseanteile.3

Gesundheitliche Unterschiede

Maissirup wird von Experten kritisch betrachtet. Hauptgrund ist der variable Anteil an Fruktose, welche anders als Glukose im Körper verstoffwechselt wird und unter anderem mit der Entstehung einer Fettleber in Zusammenhang gebracht wird. Das Max-Rubner-Institut bewertet Maissirup (auch: Isoglukose) aus ernährungsphysiologischer Sicht trotzdem genauso wie den weißen Haushaltszucker – die Literatur hierzu sei beschränkt, in Humanstudien konnten aber keine Unterschiede zwischen Isoglukose und Saccharose hinsichtlich Marken wie Gewicht und Blutdruck entdeckt werden.4

Rohrzucker hingegen liefert als brauner Zucker geringfügig mehr Mineralien. Daher hat er auch sein verbraucherfreundliches Image. Doch es gilt: Zucker bleibt Zucker. Das Plus an Mineralstoffen im Vergleich zum weißen raffinierten Zucker ist so gering, dass es keinen Unterschied macht.

Mein Verbesserungsvorschlag: auf Cola verzichten

„Bei der Suche nach einem vermeintlich gesunden Süßungsmittel sollte auch mal die Frage nach dem ‚wie viel Zucker‘ gestellt werden. Vor dem Hintergrund einer Weltbevölkerung, die zunehmend an Übergewicht und dessen Folgeerkrankungen leidet – und das nicht zuletzt auch durch zuckergesüßte Getränke – sollte weniger aufs Klein-Klein geachtet, sondern auch mal verzichtet werden. In einem Glas Cola stecken immerhin 27 Gramm Zucker. Statt diese ohne Sättigung in flüssiger Form runterzuspülen, könnten Sie auch einen Apfel und eine ganze Schale Erdbeeren essen – Vitamine und Ballaststoffe inklusive.“

Quellen

  1. The Coca-Cola Company. Coca-Cola Reports Second Quarter 2025 Results and Updates Full Year Guidance. (aufgerufen am 24.07.2025) ↩︎
  2. Pepsico. PepsiCo launches first ever Prebiotic Cola in traditional cola category. (aufgerufen am 24.07.2025) ↩︎
  3. Europäische Union. Verordnung 1308/2013. (aufgerufen am 24.07.2025) ↩︎
  4. Max-Rubner-Institut. Ernährungsphysiologische Bewertung und Auswirkungen des Isoglukosekonsums auf die menschliche Gesundheit. (aufgerufen am 24.07.2025) ↩︎

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