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Basierend auf Tests

Sportliche Kinder sind besser in der Schule, behauptet eine Schweizer Studie

Sportliche Kinder
Je sportlicher, desto besser in der Schule – das kam bei einer Studie mit fast 200 Schweizer Kindern herausFoto: Getty Images

Forscher der Uni Genf haben untersucht, wie sich die Sportlichkeit von Kindern auf deren schulische Leistungen auswirkt. Schon vorher hatten Studien einen entsprechenden Zusammenhang nahegelegt; und auch diesmal konnte er bestätigt werden. FITBOOK stellt die aktuellen Ergebnisse vor.

Sind sportliche Kinder besser in der Schule? Dieser Frage sind einmal mehr Forschende nachgegangen. Und tatsächlich hat die sogenannte „kardiorespiratorische“ Fitness offenbar messbaren Einfluss auf die Denkleistung.

Sportliche Kinder sind besser in der Schule

Die kardiorespiratorische Fitness steht für die Fitness des Herz-Kreislauf-Systems. Das Team der Universität Genf hat also untersucht, ob und ggf. wie sich der Status der Kondition auf schulische Leistungen auswirkt. Das Ergebnis: Sportliche Kinder zeigten bessere kognitive Fähigkeiten und erhielten bessere Schulnoten.

Ablauf der Studie

Die Forscher arbeiteten bei der Untersuchung mit 193 Kindern von insgesamt acht Grundschulen zusammen. Diese waren zwischen acht und zwölf Jahre alt.

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Test zur Ermittlung der Sportlichkeit

Um die Ausdauer der Probanden bewerten zu können, führten sie mit den Kindern einen „Shuttle Run Test“ durch, Mannschaftssportler*innen kennen ihn womöglich.

Der mehrstufige Fitnesstest funktioniert so, dass Teilnehmer innerhalb einer auf 20 Meter abgesteckten Laufstrecke so oft wie möglich hin und her laufen. Das Tempo orientiert sich an einem durch die Testleitung vorgegebenen Rhythmus – bei Ertönen eines speziellen Signalsounds muss man einen einen der beiden Streckenendpunkte erreicht haben – dieser wird zwischendurch immer wieder gesteigert.

Dann glichen die Forscher glichen das beim „Shuttle Run Test“ erzielte Ergebnis der Kinder mit verschiedenen körperlichen Begebenheiten (Größe, Alter, Gewicht, Geschlecht) ab, erklärt Studienautor Marc Yangüez in der Studiendokumentation im Wissenschaftsjournal „Science Daily“. So ermittelten er und sein Team die kardiovaskuläre Fitness der Kinder.

Studienteil 2: Denkaufgaben

Im Anschluss führte die Studienleitung mit den jungen Probanden neun unterschiedliche Aufgaben durch. Diese halfen dabei, wesentliche geistige Kompetenzen der Schulkinder zu erforschen. Zum Beispiel: die Fähigkeit, sich zu fokussieren und Ablenkungen ausblenden zu können. In der Studiendoku wird dieser Faktor als „Inhibition“ (≈ „Hemmung“) bezeichnet. Ebenso ging es um die „kognitive Flexibilität“ der Schulkinder, sprich um ihr Multitasking-Können. Zuletzt spielte eine Rolle, wie gut sie Erlerntes speichern und auf andere Bereiche anwenden können.

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Einbeziehung der Zeugnisse aus der Schule

Zuletzt berücksichtigten die Forschenden auch die jüngsten Schulzeugnisse der Kinder. Diese wurden ihnen durch die Eltern der Probanden zur Verfügung gestellt.

Ergebnis: Bessere Noten für sportliche Kinder

Bei der Betrachtung aller Daten stellten die Forscher fest: Sportliche Schüler mit einer guten kardiorespiratorischen Fitness erzielten bessere Noten in der Schule als Unsportliche. Konkret in den Fächern Mathematik und Französisch. Letzteres lasse vor allem Rückschlüsse auf die Auffassungsgabe und Ausdrucksstärke der Probanden zu, heißt es.

Weiterhin assoziierten die Forscher einen Einfluss der Sportlichkeit auf die neurologischen „Exekutivfunktionen“ der Schüler*innen. Damit ist die Gesamtheit ihrer kognitiven Fähigkeit gemeint.

Nutzen der Untersuchungsergebnisse

Die Ergebnisse zeigen vor allem eines auf: dass die sportliche Förderung der Schüler eine große Rolle für stabile schulische Leistungen spielt. Der Zusammenhang zwischen der körperlichen Ausdauer und den Schulnoten bestehe „indirekt“ über die verbesserten kognitiven Fähigkeiten. Und diese zu fördern, bringt dem Menschen bekanntermaßen auch über die Schulzeit hinaus einen großen Nutzen.