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Durchschnittsalter steigt

Fast jede zweite Masern-Erkrankung bei Erwachsenen

Gegen Masern impfen
Gesundheitsminister Spahn plant für Kinder und das Personal in Kitas und Schulen eine Impfpflicht gegen Masern ab März 2020
Foto: Hauke-Christian Dittrich

Die Masern sind in Deutschland noch nicht bekämpft. Immer wieder erkranken Menschen an dem potenziell lebensbedrohlichen Virus. Dabei ist in den letzten Jahren die Zahl der erwachsenen Infizierten gestiegen.

Fast jede zweite Masern-Erkrankung tritt inzwischen bei Erwachsenen auf. „Der Anteil der Masernfälle bei Erwachsenen im Alter von 20 Jahren und älter lag im Jahr 2001 bei 12 Prozent und im Jahr 2018 bei 47 Prozent“.

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Das ergab eine Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der FDP im Bundestag. Sie lag der Deutschen Presse-Agentur vor. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtete zuerst darüber.

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Alter der an Masern erkrankten Personen steigt konstant

Das durchschnittliche Alter der Masernfälle sei seit Beginn der Meldepflicht im Jahr 2001 konstant gestiegen. Im Jahr 2001 seien noch rund 55 Prozent der gemeldeten Masernfälle auf Kinder im Alter von einem bis neun Jahren entfallen, 2018 nur noch 31 Prozent. Allerdings wurde die höchste Zahl an Neuerkrankungen seit 2006 jedes Jahr bei Kindern in den ersten beiden Lebensjahren beobachtet.

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Nach einem Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) soll eine Impfpflicht gegen Masern ab März 2020 für Kinder und das Personal in Kitas und Schulen kommen, außerdem für Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen.