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Zum Welttag des Sehens

Bei diesen Symptomen sollten Sie sofort zum Augenarzt

Manche gefährliche Augenerkrankungen gehen mit schweren Schmerzen einher.
Foto: Getty Images

Das Augenlicht ist kostbar. Daher sollte man bei den kleinsten Sehbeschwerden „hellhörig" werden. Bei bestimmten akuten Erkrankungen kann jede Stunde zählen.

Am heutigen 12. Oktober ist der Welttag des Sehens, mit dem auf das globale Aktionsprogramm „VISION 2020 – das Recht auf Augenlicht“ aufmerksam gemacht werden soll. Ziel der Kampagne ist es, heilbare und vermeidbare Formen von Blindheit zu überwinden.

Viele Menschen wollen nicht mit jedem Zipperlein zum Arzt gehen. Brennt oder juckt das Auge zum Beispiel, warten sie lieber erstmal ab. Es gibt aber Situationen, bei denen es auf jede Minute ankommen kann. Der Berufsverband der Augenärzte erklärt, welche das sind.

– Lichtblitze:

Wer Blitze sieht, ohne dass es tatsächlich in seiner Umgebung blitzt, sollte sofort zum Augenarzt gehen. Die Wahrnehmung von Lichtblitzen kann ein Zeichen für den Beginn einer Netzhautablösung sein. Die spezialisierten Sinneszellen der Netzhaut leiten die äußeren Lichtreize an den Sehnerv weiter. Im Gehirn angekommen, wird aus den aufgenommenen Informationen ein Bild zusammengebaut, das unserer Wahrnehmung entspricht. Laut Informationen der Apotheken Umschau handelt es sich bei der Netzhautablösung um ein relativ seltenes Krankheitsbild, das rund einen von 10.000 bis 20.000 Menschen jährlich betrifft. Besonders gefährdet sind solche Menschen, die stark kurzsichtig sind, an Diabetes mellitus leiden oder bereits wegen eines grauen Stares (Katarakt) operiert worden sind. Wird eine beginnende Netzhautablösung nicht umgehend behandelt, kann der Verlust des Augenlichtes die Folge sein.

– Farbige Ringe:

Sieht jemand farbige Ringe um Lichtquellen herum, deutet das auf einen starken Anstieg des Augendrucks hin – einen sogenannten Glaukomanfall. Der Glaukomanfall ist eine gefährliche Sonderform des Glaukoms (Grüner Star). Durch die akute extreme Erhöhung des Augendruckes kann der Sehnerv schnell und dauerhaft geschädigt werden. Dabei droht der Patient zu erblinden. Deswegen ist rasches Handeln gefragt. Ein anderes Anzeichen für einen Glaukomanfall sind starke Schmerzen im Auge sowie Übelkeit.

Die Uniklinik Dresden schreibt dazu außerdem: Ein einseitig rotes Auge mit ausgeprägten Kopfschmerzen und Erbrechen ist immer höchst verdächtig für einen Glaukomanfall!

– Rußregen:

Rieseln kleine schwarze Punkte von oben nach unten durchs Auge, gab es möglicherweise eine Blutung im Auge. Eine Blutung kann wiederum mit einer Schädigung der Netzhaut zu tun haben, weswegen eine sofortige augenärztliche Untersuchung ratsam ist.

– Doppelbilder:

Dass man Dinge doppelt sieht, kann mehrere Ursachen haben – darunter sind auch ernstzunehmende Erkrankungen. So können Doppelbilder durch eine Entzündung in der Augenhöhle, einen Tumor oder einen Schlaganfall verursacht werden. Weil dann eine schnelle Behandlung entscheidend ist, sollten Patienten nicht abwarten, sondern schnell zum Arzt gehen.

– Rotes Auge:

Trockene Luft kann dazu führen, dass das Auge kurzzeitig gerötet ist. Geht die Rötung aber nicht von allein zurück, kann das ein Anzeichen auf eine ernste Entzündung sein. Auch damit ist nicht zu spaßen – sie kann sogar zum Sehverlust führen.

– Schlecht sehen:

Lässt das Sehvermögen ganz plötzlich nach oder sieht jemand von jetzt auf gleich nichts mehr, steckt eventuell ein Arterienverschluss dahinter. Darauf kann ein Schlaganfall folgen. Auch deshalb ist in diesem Fall schnelles Handeln wichtig.

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