24. November 2025, 11:03 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Magnesium gehört für mich seit vielen Jahren zu den Nahrungsergänzungsmitteln, auf die ich konsequent setze – auch deshalb, weil ich damit besseren Schlaf assoziiere. Mehrere Studien haben sich bereits mit dem Zusammenhang befasst. Eine Übersichtsarbeit zeigt nun, wie eng Magnesium mit Schlafqualität und Schlafstörungen verbunden ist. Für „Highway to Health – Studien kompakt“ habe ich sie mir etwas genauer angeschaut.
Was wurde untersucht? Eine in „Nature and Science of Sleep“ veröffentlichte Übersichtsarbeit untersuchte, wie Magnesium den Schlaf beeinflusst und welche Rolle es bei unterschiedlichen Schlafstörungen spielt.1
Das Forscherteam wertete zahlreiche Studien an Menschen und Tieren aus, um die biologischen Mechanismen und möglichen therapeutischen Wirkungen von Magnesium zu verstehen. Dabei betrachteten sie unter anderem Einschlafstörungen, Tagesmüdigkeit, Schlafapnoe und das Restless-Legs-Syndrom.
Ergebnisse: Ein Magnesiummangel wird mit kürzerer Schlafdauer, schlechterer Schlafqualität und häufigeren Schlafstörungen in Verbindung gebracht. In mehreren Studien verbesserte eine Magnesiumergänzung objektiv messbare Schlafwerte wie Schlafdauer, Einschlafzeit, Schlafphasen oder EEG-Muster – besonders bei älteren Menschen und bei Personen mit Schlafproblemen. Auch bei Schlafapnoe, Insomnie und dem Restless-Legs-Syndrom zeigte sich ein positiver Effekt.
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Bedeutung: Magnesium beeinflusst den Schlaf über mehrere Mechanismen. Es reguliert die Nervenaktivität, fördert die Muskelentspannung, steuert den Schlaf-Wach-Rhythmus und wirkt entzündungshemmend. Im zentralen Nervensystem dämpft Magnesium erregende Signale (Glutamat) und verstärkt beruhigende Signale (GABA). Zudem unterstützt es die Bildung des Schlafhormons Melatonin und senkt das Stresshormon Cortisol.
Da ein Mangel sowohl Ursache als auch Folge von Schlafproblemen sein kann, bietet Magnesium eine vielversprechende ergänzende Therapieoption. In bisherigen Studien kamen verschiedene Verbindungen wie etwa Magnesiumoxid oder Magnesiumcitrat zum Einsatz. Andere Formen wie Magnesiumglycinat oder Magnesium-L-Threonat sind in der klinischen Praxis weitverbreitet.
Ob bestimmte Formen wirksamer sind, ist derzeit noch nicht hinreichend erforscht. Weitere hochwertige Studien sollen die optimalen Dosierungen und Einsatzgebiete klären.
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