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Reden, singen und trinken

5 Tipps, damit die Stimme schöner klingt

Junge Frau singt
Singen hat eine positive Wirkung auf die Stimme. Nebeneffekt: Es beruhigt und hellt die Stimmung auf!
Foto: Getty Images

Mit einfachen Übungen kann jeder seine Stimme trainieren. Das geht auch ohne großen Zeitaufwand – zum Beispiel beim Duschen oder Autofahren.

Damit die Stimme im (Berufs-)Alltag und auch über die Jahre hinweg voll und wohlklingend bleibt, sollte sie trainiert werden. Wie das geht? Ganz einfach!

1. Nutzen Sie Ihre Stimme viel und häufig

Keine Angst vor Abnutzung! Tatsächlich ist es sogar wichtig, seine Stimme überhaupt zu nutzen. „Heutzutage sprechen die Menschen immer weniger miteinander, sondern sie schicken sich Nachrichten via Smartphone oder PC“, sagt dazu Professor Bernhard Richter vom Freiburger Institut für Musikermedizin. Er ist auch Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO-KHC), und weiß: Wenn man seine Stimme wenig einsetze, müsse sich nicht wundern, wenn sie in wichtigen Situationen bricht und matt klingt. „Statt sich Nachrichten zu schreiben, sollten man wieder mehr miteinander reden“, erklärt Richter. So könnten die Beteiligten auch besser aufeinander eingehen. Denn die Stimme sei auch immer Träger von Emotionen.

Aber deshalb bitte auch nicht übertreiben. Permanentes Sprechen ist nämlich auch nicht gut – das strapaziert die Stimmlippen zu stark. Wer berufsbedingt viel sprechen muss, sollte regelmäßig am Tag kurze Ruhepausen einlegen.

2. Singen und summen Sie

Singen hat ebenfalls eine positive Wirkung auf die Stimme, ebenso wie Summen. In diesem Zusammenhang empfiehlt Richter eine kleine Übung:

Einen tiefen Ton summen und diesen stufenlos über etwa fünf Töne aufwärts und dann abwärts führen. Dies mehrmals wiederholen. Positiver Nebeneffekt: Es beruhigt und hellt die Stimmung auf.

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3. Trainieren Sie spezielle Töne

„Die Stimme ist sehr komplex und hat mehrere Teilfunktionen“, sagt die Kölner Logopädin Wiltrud Föcking. „Und je besser wir unsere Stimme kennen, desto besser können wir sie in den verschiedenen Sprechsituationen flexibel einsetzen.“

Eine Übung besteht darin, einen Ton leise zu beginnen und kräftig werden zu lassen. „Wer seine Stimme modulieren möchte, kann Sirenentöne nachahmen“, erklärt Föcking. Dabei lässt der Übende einen Ton wie eine Sirene im fließenden Wechsel von tief nach hoch gleiten. Indem man beim Sprechen eines gedehnten „F“ zu einem „W“ überleitet, bringt man seine Stimme zum Schwingen. Derartiges Training kann jeder immer wieder zwischendurch einschieben – etwa beim Duschen oder Autofahren.

4. Überspannen Sie den Kiefer

Häufig ist der Kiefer beim Sprechen sehr angespannt und verhindert, dass die Stimme locker schwingen kann. „Viele haben sogar Schmerzen im Kiefer“, sagt Föcking. Daher öfter mal mit den Händen den Kiefer locker nach unten ausstreichen. „Gut für die Stimme ist, sich zwischendurch immer mal wieder zu strecken, zu gähnen und dabei laut zu seufzen“, sagt die Logopädin.

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5. Trinken Sie genug

Ausreichendes Trinken trägt dazu bei, dass die aus Schleimhaut bestehende Oberfläche der Stimmlippen feucht bleibt. Oft heißt es ja, dass jeder zwei bis drei Liter täglich an Flüssigkeit trinken sollte. Aber: „Eine solche Empfehlung kann nicht allgemeingültig sein“, befindet René Gräber, Heilpraktiker in Preetz (Schleswig-Holstein). Er empfiehlt, täglich 15 Milliliter Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht zu trinken. „Diese Menge kann dann langsam auf 25 bis 30 Milliliter pro Kilo Körpergewicht gesteigert werden“, so Gräber.

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Gut für die Stimme sind kohlensäurearmes Wasser und Früchtetees, ganz im Gegensatz zu starkem Nikotin- und Alkoholkonsum. Generell gilt: „Wer länger als drei Wochen ununterbrochen heiser ist oder eine brüchige Stimme hat, sollte die Ursache unbedingt durch einen Facharzt abklären lassen“, erklärt Richter. Eine Therapie bei einem Logopäden kann helfen, der Stimme wieder mehr Volumen zu verleihen.