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Hollywood-Star

Was ein Mönch gegen Millie Bobby Browns Angststörung tat

Millie Bobby Brown leidet unter Panikattacken und Angstzuständen
„Ich glaube fest an göttliches Eingreifen, und ich denke, das war ein Moment, in dem Gott mir sagte: Du musst eine Pause einlegen und dich hinsetzen und herausfinden, was in deinem Kopf vorgeht“ – so Brown über ihre Erfahrung in Japan. Foto: John Nacion
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15. Juli 2026, 13:25 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Millie Bobby Brown gehört mit 22 Jahren zu den größten Stars ihrer Generation. Mit Produktionen wie „Stranger Things“, „Enola Holmes“ und „Damsel“ feiert die Schauspielerin weltweit Erfolge. Doch hinter den Kulissen sah es lange anders aus: Monatelang kämpfte sie mit Angstzuständen, bis ihr ausgerechnet ein Mönch dabei half, sich von diesen zu lösen.

Am 13.07.2026 war Brown zu Gast im Podcast „On Purpose with Jay Shetty“.1 Darin offenbarte die Schauspielerin eine verletzliche Seite hinter ihrem Erfolg – insbesondere, als sie von einem einschneidenden Erlebnis berichtete, als sie verfolgt worden sei: „Es waren wirklich traumatisierende, ich würde sagen, 20 Minuten. Es war sehr, sehr intensiv und sehr beängstigend. Nach den 20 Minuten stieg ich in einen Fahrstuhl, starrte in die Ecke der Wand […]. Ich habe das Gefühl, ich habe einfach abgeschaltet, und zwar für drei Monate. In diesem Moment hat sich in meinem Kopf etwas ausgeschaltet.“

Wenn die Angst den Körper übernimmt

Bereits 2023 hatte Brown, wie „People“ berichtete, in ihrer Dankesrede für den „Glamour Women of the Year Award“ offenbart, wie sehr soziale Medien und Presse ihrer psychischen Gesundheit zugesetzt hätten: „Meine Angstzustände sind noch immer ein großer Kampf, mit dem ich zu kämpfen habe.“2 Seit ihrem 12. Lebensjahr steht die Schauspielerin durch ihre Rolle als „Eleven“ in „Stranger Things“ nun im Rampenlicht, und seit Jahren hat sie mit ständig wiederkehrenden Angstattacken zu ringen.

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Bei „On Purpose“ erzählt Brown, dass ihre Angstzustände in Schüben auftreten. Löse ein einschneidendes Erlebnis eine Episode aus, könne diese anschließend wochen- bis monatelang anhalten. Dabei bleibe die Angst nicht rein psychisch, sondern schlage bei ihr unmittelbar auf den Körper durch, bis hin zu Fieber oder vorübergehenden Sehstörungen. So erging es ihr auch nach dem traumatischen Erlebnis der Verfolgung: In den folgenden Wochen nach dem Vorfall häuften sich Verpflichtungen, während sich ihr Gesundheitszustand zusehends verschlechterte. Sie erkrankte an einer Lungenentzündung und litt wochenlang an einer zunächst nicht diagnostizierten Streptokokken-Infektion.

Heilung bei japanischen Mönchen

Mit ihrem Ehemann machte Brown drei Monate nach dem traumatischen Erlebnis eine Reise nach Japan – nicht als spirituelle Auszeit gedacht, sondern einfach, weil sie sich auf eine schöne Zeit gefreut habe. Dennoch erzählt Brown Jay Shetty: „Als ich dort ankam, war es so, dass ich mich immer noch, immer noch wirklich ängstlich fühlte.“ So führten selbst Restaurantbesuche dazu, dass die Panik sie plötzlich einholte. Manchmal sei sie vor einem Lokal angekommen und habe zu ihrem Mann gesagt: „Ich kann nicht reingehen, wir müssen zurückgehen.“

In Kyōto erreichte Browns Angstzustand schließlich seinen Höhepunkt. Doch als sie dort einen Garten voller Mönche betrat, sei sie von einem der Männer erblickt worden, der sofort instinktiv gespürt habe, was in ihr vorging. Wie sie berichtet, habe er gewusst, „dass ich irgendwie zerbrochen war“. Er lud sie schlicht dazu ein, gemeinsam zu meditieren. Diese gemeinsame Meditation und die Erfahrung im japanischen Garten versteht Brown heute als eine „göttliche Intervention“, die sie aus ihrer dreimonatigen Angstspirale befreite und ihr nach langer Zeit das Gefühl gab, „Frieden in ihrem Herzen“ zu finden.

Wie Brown ihre Angstzustände nun bewältigt

Über die Jahre hat sich Brown einen Baukasten an Methoden zusammengestellt, auf die sie nun in Momenten einer Angstattacke zurückgreifen kann. Ihr Ehemann und ihre Mutter sind dabei die Nummer-eins-Anlaufstelle. „Ich denke, man muss Menschen finden, die einen verstehen und die das Vokabular kennen, das sie in solchen Momenten in deiner Nähe verwenden müssen“, sagt sie. Und auch wenn mal niemand da ist, mit dem sie gerade reden kann, dann versucht sich Brown zu erden. Sie konzentriert sich auf ihre direkte Umgebung und fokussiert Gegenstände im Raum. Auch Klopftechniken und Klangschalen helfen ihr in solchen Momenten. Tagebuchschreiben komme mittlerweile zu kurz aufgrund ihres chaotischen Alltags, deswegen greife sie auf sogenannte Dankbarkeitstagebücher mit gezielten Fragestellungen zurück.

Die doch wohl schönste Methode aus ihrem Baukasten ist das Singen. Schon als kleines Kind habe sie intuitiv kurz vor stressigen Momenten gesungen, um sich selbst zu beruhigen. Aufgrund ihrer Japanreise habe sie außerdem alles über das Summen und den Vagusnerv gelernt und dachte: „Wow, ich singe jedes Mal, wenn ich nervös bin. Im Grunde bringe ich so meinen Vagusnerv zum Vibrieren und beruhige mich dadurch selbst, ohne es zu bemerken.“

Quellen

  1. Spotify. On Purpose with Jay Shetty: Millie Bobby Brown: I had a panic attack for 3 months. (aufgerufen am 14.07.2026) ↩︎
  2. People. Millie Bobby Brown Says Social Media Negatively Affects Her Mental Health: 'Anxiety Is Still a Huge Battle I'm Dealing With Today'. (aufgerufen am 14.07.2026) ↩︎

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