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Wissenschaftlich erwiesen

Warum Bürohunde gut für die Gesundheit sind

Bürohunde
Wer einmal mit einem Bürohund gearbeitet hat, möchte vermutlich nie wieder drauf verzichten!
Foto: Privat

Chronischer Stress und Burn-out sind in unserer Gesellschaft keine Ausnahme mehr. Manche Unternehmen setzen daher auf Bürohunde als Geheimwaffe, um den Stress ihrer Mitarbeiter zu reduzieren. FITBOOK erklärt, wie ein Hund am Arbeitsplatz vor Burn-out schützen kann. 

Den geliebten Vierbeiner den ganzen Tag alleine zu Hause zu lassen – das kommt für die meisten Hundehalter nicht in Frage. Doch wohin mit Bello, wenn Frauchen und Herrchen arbeiten müssen? Mitnehmen! Dafür wirbt jedenfalls Markus Beyer, erster Vorsitzender des Bundesverbandes Bürohund e.V. und das hat einen guten Grund. Seinen Menschen ins Büro zu begleiten ist nämlich nicht nur für das Tier von Vorteil, sondern auch für Mitarbeiter und Unternehmen.

Allein in Deutschland hat jeder vierte Mann und jede dritte Frau mit chronischem Stress zu kämpfen. Die Anwesenheit eines Hundes kann positiv auf die arbeitsbedingte Belastung eines Menschen wirken und somit psychischen Erkrankungen vorbeugen. Nicht umsonst werden Hunde schon seit Jahren in unterschiedlichen Bereichen erfolgreich therapeutisch eingesetzt.

Studien zeigen: Mensch und (Büro-)Hund tun sich gut

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Erstmals konnte die positive Wirkung eines Vierbeiners im Büro von dem amerikanischen Professor Randolph T. Barker in einer Studie aus dem Jahr 2012 nachgewiesen werden und auch die schwedische Wissenschaftlerin Dr. Linda Handling befasste sich in ihrer Untersuchung mit der Mensch-Hund-Beziehung.

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Ihre Entdeckung: Bei der Begegnung zwischen Hund und Mensch wird bei beiden das Hormon Oxytocin ausgeschüttet, das als Liebes- oder auch Kuscheln-Hormon bekannt ist, entspannend wirkt und auch bei werdenden Müttern und Vätern vermehrt auftritt. „Es erhöht das Empathie-Vermögen. Man kann sich besser in ein anderes Wesen einfühlen. Es sorgt dafür, dass man dieses Wesen beschützen und umsorgen möchte“, sagt Beyer. „Zudem senkt das Hormon linear die Stresshormone Insulin und Cortisol im Blut. Und es stößt die Ausschüttung des Glückshormons Dopamin an. Man fühlt sich also insgesamt glücklicher und das wirkt sich außerordentlich positiv auf die körperliche sowie psychische Gesundheit von uns Menschen aus.“

Happy Hund, happy Mensch, happy Chef

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Ein glücklicherer Mitarbeiter ist nicht nur seltener krank, sondern zeigt zudem mehr Engagement. Doch das ist nicht der einzige positive Effekt für den Arbeitgeber. So erklärt Beyer weiter: „Indem ein Hund positiven Einfluss auf die arbeitsbedingte Belastung hat und damit vor psychischen Erkrankungen schützen kann, hat er für das Unternehmen auch einen wesentlichen monetären Vorteil. Mitarbeiter, die durch den Kollegen Hund psychisch und körperlich gesünder, motivierter und loyaler sind, tragen deutlich mehr zum Unternehmenserfolg bei. Zudem werden so natürlich auch Krankenkosten gesenkt.“

Dass auch das Image eines Betriebes durch die Zulassung von Hunden im Büro aufpoliert wird, belegt eine repräsentative Studie des Karriere-Netzwerkes Xing. Hier hatten mehr als ein Drittel der Befragten angegeben, dass ein Arbeitgeber umso attraktiver auf sie wirke, wenn der Hund am Arbeitsplatz erlaubt ist.

Das müssen Sie beim Thema Bürohund beachten

Damit die Bürogemeinschaft zwischen Mensch und Tier aber funktioniert, sind einige Aspekte zu beachten, gibt der Hundefreund zu bedenken: „Es muss ein Regelwerk geben, das die Interessen des Unternehmens, der Mitarbeiter mit Hund, der Mitarbeiter ohne Hund und der Hunde berücksichtigt und zum Ziel hat, dass sich alle Beteiligten wohlfühlen, um einen positiven Effekt für jeden einzelnen zu schaffen. Nur so kann das Ganze funktionieren.“

Außerdem gibt Beyer zu bedenken: „Wir kämpfen natürlich für das Thema Bürohund. Aber der Hund ist nicht das Allheilmittel, wenn die Stimmung im Büro nicht stimmt.“ Wo das Arbeitsklima grundsätzlich in Schieflage sei, wo die Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Chef nicht klappe, da werde ein Bürohund nicht die Lösung sein. „Der ist immer nur ein Mosaiksteinchen in einer besonderen Unternehmenskultur. Er kann ein Anstoß sein, aber er wird nie sämtliche Probleme lösen.“