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Es gibt Ausnahmen

Wer sein Bett mit dem Partner teilt, hat eine bessere Schlafqualität

Laut einer Studie kann der Lebenspartner im Bett für eine insgesamt bessere Schlafqualität sorgen
Laut einer Studie kann der Lebenspartner im Bett für eine insgesamt bessere Schlafqualität sorgenFoto: Getty Images

Ein guter Schlaf ist wichtig für unsere Gesundheit, Leistungsfähigkeit und unser Wohlbefinden. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen eine bessere Schlafqualität erreichen wollen. Glück hat, wer sein Bett mit dem richtigen Partner teilt, wie jetzt eine Studie zeigt. Es gibt aber Ausnahmen.

Der Schlaf ist von enormer Bedeutung. Wir brauchen ihn, damit sich unser Körper und Geist regenerieren können. Wer gut und ausreichend lange schläft, kann dabei Körperfett verlieren, Muskeln aufbauen, Gelerntes abspeichern und das Erlebte eines Tages verarbeiten. Bessere Schlafqualität kann sogar das Demenzrisiko im Alter senken, wie FITBOOK bereits berichtete. Und so wundert es nicht, dass immer mehr Menschen versuchen, ihren Schlaf zu optimieren. Entweder mit besseren Matratzen, die geradezu einen Boom in den letzten Jahren erlebten, oder einem Schlaf-Tracker, der den Schlaf analysiert. Nun gibt es offensichtlich einen weiteren Faktor, der einen starken Einfluss auf die Schlafqualität hat: der Schlafpartner.

Schlafqualität hängt von dem Schlafpartner ab

Normalerweise beschweren sich viele Menschen über die nervigen Schlafeigenheiten ihres Partners, wenn sie gemeinsam das Bett teilen. Meist ist es das Schnarchen, das Wegziehen der Bettdecke oder das Ausbreiten des Partners im Bett, das uns den Schlaf raubt. Doch nun haben Forscher herausgefunden, dass der richtige Partner im Bett uns eine bessere Schlafqualität bescheren kann. Und das hat positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit.1

Für die Studie der University of Arizona wurden die Daten von über 1000 erwachsenen Amerikanern ausgewertet. Dabei wurde sowohl das subjektive Empfinden der Probanden abgefragt als auch die objektiven Schlafwerte anhand von Schlaf-Trackern erhoben.

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Laut Studie tut uns das Bettteilen (meistens) gut

Erste Erkenntnis der Studie: Es stimmt, die Person, mit der wir das Bett teilen, beeinflusst maßgeblich, wie gut wir schlafen.

Zweite Erkenntnis: Im Vergleich zu jenen Personen, die alleine schliefen, berichteten Probanden, die sich ein Bett mit dem Lebenspartner teilen, von weniger Müdigkeit, einem leichteren Einschlafen sowie einem insgesamt längeren Schlaf. Und das wirkte sich offensichtlich auf die mentale Gesundheit aus. Denn diese Gruppe der Studienteilnehmer zeigte im Schnitt bessere Werte, was Depressionen, Angst und Stress anbetrifft im Vergleich zu den Alleinschläfern.

Dritte Erkenntnis: Wer jedoch sein Kind im Bett schlafen lässt, schläft meist schlechter. So beklagten sich die entsprechenden Studienteilnehmer über mehr Schlafprobleme und eine geringere Schlafqualität im Vergleich zu den Alleinschläfern.

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Die Gründe für besseren Schlaf sind nicht ganz klar

„Das Schlafen mit einem romantischen Partner oder Ehepartner hat große Vorteile für die Schlafgesundheit, einschließlich eines verringerten Schlafapnoe-Risikos, der Schwere der Schlaflosigkeit und einer allgemeinen Verbesserung der Schlafqualität“, sagt der verantwortliche Studienautor und Psychiater Brandon Fuentes von der University of Arizona.

Allerdings wird aus der Studie nicht deutlich, ob die Verbesserung der mentalen Gesundheit allein auf den gemeinsamen Schlaf zurückzuführen ist oder auf die Qualität der Liebesbeziehung. So vermuten die Forscher, dass beide Faktoren eine Rolle spielen. Denn laut Studien wird insbesondere verheirateten Paaren eine bessere allgemeine Gesundheit attestiert im Vergleich zu Singles.2

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Schlafphasen von Paaren gleichen sich an

Es ist nicht die erste Studie, die den positiven Einfluss des Lebenspartners im Bett auf unseren Schlaf belegt. Bereits 2020 erschien eine ähnliche Untersuchung.3 Dabei zeigte sich, dass Paare, die gemeinsam schliefen, im Schnitt eine um zehn Prozent längere und stabilere REM-Phase hatten als Singles. Die REM-Phase (Rapid Eye Movement) beginnt nach dem Tiefschlaf und zeichnet sich durch eine starke Bewegung unserer geschlossenen Augen aus. Hirnaktivität, Atmung, Puls und Blutdruck steigen beim REM-Schlaf und erreichen nahezu die Werte wie im Wachzustand. Und wir erleben dabei die intensivsten Träume.

Zudem stellten die Forscher in dieser Studie fest, dass sich auch die Schlafphasen von Paaren angleichen. Denn je stärker und besser die Bindung zum Partner, desto mehr gleicht man sich im Schlafverhalten an. Es ist ein weiterer Hinweis darauf, dass es auch von der Qualität der Liebesbeziehung abhängt, ob man gemeinsam besser schläft als alleine. Wer jedoch eine glückliche Beziehung führt und das Bett mit dem Partner teilt, der hat offenbar auch eine bessere Schlafqualität.

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