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Wie die Angst vor dem Altwerden mit dem Altern selbst zusammenhängt

Viele Menschen haben Sorgen, im Alter gesundheitlich abzubauen. Könnte das zum Altern selbst beitragen?
Viele Menschen haben Sorgen, im Alter gesundheitlich abzubauen. Könnte das zum Altern selbst beitragen? Foto: Getty Images, Wolf Lux; Collage: FITBOOK
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Nuno Alves
Chefredakteur

24. März 2026, 10:49 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Wie Menschen dem eigenen Älterwerden entgegensehen, beeinflusst nicht nur ihr Wohlbefinden, sondern steht auch mit körperlichen Veränderungen in Verbindung. Neben klassischen Risikofaktoren rücken daher zunehmend persönliche Altersängste als möglicher Einflussfaktor in den Fokus der Forschung. Eine Untersuchung betrachtet, wie die Angst vor dem Altwerden mit biologischen Alterungsprozessen zusammenhängt.

Was hat die Studie untersucht?

Für die in „Psychoneuroendocrinology“ veröffentlichte Studie werteten Forscher Daten von 726 Frauen aus.1 Sie wollten wissen, ob bestimmte Sorgen über das Älterwerden mit dem biologischen Altern zusammenhängen. Die Frauen gaben an, wie sehr sie sich sorgen, weniger attraktiv zu werden, im Alter häufiger krank zu sein oder zu alt für Kinder zu sein. Zusätzlich wurde ein Gesamtwert aus allen drei Sorgen gebildet. Aus Blutproben bestimmten die Wissenschaftler anhand kleiner chemischer Veränderungen an der DNA zwei etablierte epigenetische Marker des biologischen Alterns:

  • GrimAge2, das eher angesammelte körperliche Schäden widerspiegelt
  • DunedinPACE, das das aktuelle Tempo des Alterns erfasst

Die Auswertung beruhte auf Daten zu einem einzigen Zeitpunkt.

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Die Ergebnisse

Je ausgeprägter die Sorge vor gesundheitlichem Abbau war, desto höher war das gemessene Tempo des biologischen Alterns nach dem Verfahren DunedinPACE. Der Effekt war zwar klein, aber statistisch signifikant. Er blieb bestehen, nachdem Alter, Bildung, Einkommen, Familienstand, ethnische Zugehörigkeit, Wechseljahresstatus und bestehende chronische Erkrankungen berücksichtigt worden waren.

Rechnet man Rauchen, Alkohol und Gewicht mit ein, ist der Zusammenhang statistisch nicht mehr signifikant. Das deutet darauf hin, dass der Lebensstil eine wichtige Rolle spielen könnte. Ob die Sorge selbst direkt wirkt oder eher indirekt über begleitende Gewohnheiten, bleibt offen.

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Für Sorgen um nachlassende Attraktivität oder um Fruchtbarkeit zeigte sich hingegen kein klarer Zusammenhang mit dem biologischen Alterungstempo. Auch ein zusammengefasster Gesamtwert aller Altersängste war zunächst mit einem leicht erhöhten Alterungstempo verbunden. Dieser Befund verlor jedoch an Eindeutigkeit, sobald Krankheiten und Lebensstilfaktoren berücksichtigt wurden.

Bei GrimAge2, das angesammelte körperliche Schäden widerspiegelt, ergaben sich in keiner Berechnung signifikante Zusammenhänge.

Was bedeutet die Studie?

Die Ergebnisse legen nahe, dass besonders die Sorge vor gesundheitlichem Abbau mit einem höheren gemessenen biologischen Alterungstempo zusammenhängen könnte. Allerdings handelt es sich um eine Querschnittsanalyse. Ob die Sorge das Altern beeinflusst oder eher ein bereits schlechterer Gesundheitszustand die Ängste verstärkt, bleibt offen. Zudem wurden die einzelnen Sorgen jeweils nur mit einer einzigen Frage erfasst, was die Messgenauigkeit begrenzen kann. Die Studie liefert damit erste Hinweise, die in längsschnittlichen Untersuchungen mit differenzierteren Fragebögen weiter geprüft werden müssen.

Fehler entdeckt? Bitte Feedback an: highway2health@fitbook.de.

Quellen

  1. Rodrigues, M., Bather, J. R., & Cuevas, A. G. (2026). Aging anxiety and epigenetic aging in a national sample of adult women in the United States. Psychoneuroendocrinology, 184, 107704. https://doi.org/10.1016/j.psyneuen.2025.107704 ↩︎

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