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Laut Studie

Wie ein Vitamin-D-Mangel die Muskelkraft beeinflusst

Ältere Frau
Aufenthalte an der frischen Luft, Bewegung und eine eiweißreiche Ernährung sind für den Vitamin-D-Haushalt von großer Bedeutung. Und wie dieser wiederum den Alterungsprozess beeinflusst, haben nun irische Forscher beleuchtet.
Foto: Getty Images

Vitamin D ist an zahlreichen Prozessen im Körper beteiligt – und offenbar auch von großer Bedeutung für die Funktion der Muskeln. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung irischer Forscher hervor, in der die Auswirkung eines Vitamin-D-Mangels an der Muskelkraft untersucht wurde.

Mit zunehmendem Alter geht bei Frauen und Männern die Produktion der Sexualhormone zurück, was mit einem Abbau von (unter anderem) Knochendichte und Muskelmasse einhergeht. Eine eiweißreiche Ernährung und ausreichend Bewegung/moderater Sport gelten als wichtig, um dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen. Und wie sich nun zeigt, spielt auch der Vitamin-D-Spiegel eine wichtige Rolle.

Wie kommt man an Vitamin D?

Vitamin D ist strenggenommen kein Vitamin, da der Körper es selbst produzieren kann. Es entsteht in den Hautzellen, wenn wir uns den UVB-Strahlen der Sonne aussetzen. In den dunklen Monaten passiert das nicht (oder zumindest viel weniger), und im Sommer hemmt ein UV-Schutz die Synthese. Man kann sich Vitamin D auch über Lebensmittel wie fetten Fisch zuführen – allerdings müssten es rund 200 Gramm Lachs sein, wenn man seinen Tagesbedarf decken will. Einige Menschen greifen deshalb zu Nahrungsergänzungsmitteln.

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Zumindest einen Mangel an Vitamin D gilt es offenbar zu vermeiden, wenn man Kraft und Leistungsfähigkeit möglichst lange bewahren will. Dies geht aus einer Studie des Trinity College in Dublin hervor. Ein Forscherteam um Professorin Maria O’Sullivan hat auf Daten der English Longitudinal Study of Ageing (kurz: ELSA, = multidisziplinäre Längsschnittstudie mit Daten aus der britischen Bevölkerung) zurückgegriffen und die Angaben von rund 4157 über 60-Jährigen hinsichtlich ihrer Muskelfunktion untersucht.

Vitamin-D-Mangel soll Abbau begünstigen

Die Untersuchung ist mit allen Details aktuell im Fachblatt „Clinical Interventions in Ageing“ nachzulesen. Und auch auf der Website der Fakultät haben die beteiligten Wissenschaftler sich dazu geäußert. „Die Aufrechterhaltung der Muskelfunktion ist für einen gesunden Alterungsprozess unglaublich wichtig und wird dabei oft übersehen“, kommentiert etwa Prof. O’Sullivan.

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Wichtigkeit von Vitamin D

„In der Lebensmittelpolitik einiger Länder, zum Beispiel Finnland, wurde eine Anreicherung von Vitamin D bereits erfolgreich umgesetzt und in der dortigen Bevölkerung ein Vitamin-D-Mangel so gut wie beseitigt“, befindet Co-Autor Dr. Eamon Laird.

Dass Vitamin-D-Mangel sich negativ auf die Muskulatur auswirkt, bedeutet den Wissenschaftlern zufolge nicht automatisch, dass eine Steigerung des Spiegels sich mit einer positiven Veränderung der Muskelkraft einhergehen muss. Diese offenen Fragen müssten in weiterführenden Untersuchungen geklärt werden.

Lassen Sie sich testen!

Ein Mangel am sogenannten „Sonnenvitamin“ kann – auch vor dem 50., 60. Lebensjahr! – zu Müdigkeit, Lustlosigkeit und selbst zu depressiven Verstimmungen führen. Und auch das Immunsystem soll vom Vitamin-D-Status abhängen. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sind rund 60 Prozent der Deutschen mit Vitamin D unterversorgt oder haben einen Mangel. Die FITBOOK-Redaktion hat sich bereits testen lassen, und hier war nur eine von zehn Personen optimal mit Vitamin D versorgt. Erfahren Sie hier noch mehr Gründe, warum auch Sie zur Vitamin-D-Kontrolle gehen sollten.

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