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Studie aus Israel

Wie gut schützt der Corona-Impfstoff von BioNTech/Pfizer Jugendliche?

Biontech Jugendliche: Eine junges Mädchen mit Maske bekommt eine Spritze
Die Corona-Impfung für 12- bis 17-Jährige wird in Deutschland seit August 2021 empfohlenFoto: istock/Prostock-Studie

Seit August spricht sich die Stiko offiziell dafür aus, Jugendliche ab 12 Jahren gegen Corona zu impfen. Jetzt gibt es eine erste große Studie aus Israel, die untersucht hat, wie gut die Schutzwirkung von BioNTech/Pfizer bei den jungen Menschen ist.

Sie gehen zur Schule oder machen die ersten Schritte ins Berufsleben und mussten lange auf ihre Corona-Impfung warten. Seit Sommer 2021 werden nun auch Teenager geimpft. Zugelassen dafür sind die mRNA-Vakzine Moderna und BioNTech/Pfizer. Eine Studie des israelischen Clalit Research Institute in Zusammenarbeit mit der Harvard University liefert nun Daten dazu, wie gut BioNTech Jugendliche vor der gefährlichen Delta-Variante schützt.

Studie mit 188.708 Jugendlichen

Die Untersuchung fand vom 8. Juni bis 14. September 2021 in Israel statt und lief damit gleichzeitig zur vierten Corona-Welle in dem Land, die von der Delta-Variante dominiert wurde. Die Wissenschaftler analysierten die Daten von 94.354 mit BioNTech geimpften Jugendlichen. Dem gegenüber standen die Daten von genauso vielen – also ebenfalls 94.354 – ungeimpften 12- bis 18-Jährigen. Dabei war diese Aufteilung nicht starr, sondern dynamisch. Das heißt, wenn ein zunächst nicht geimpfter Jugendlicher die Impfung erhalten hatte, wechselte er in die andere Gruppe. Das betraf insgesamt 13.423 Personen. Beim Vergleich der beiden Gruppen berücksichtigen die Forscher zudem demografische, geografische und gesundheitliche Merkmale wie zum Beispiel Infektionsrisiko und Krankheitsgeschichte.

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Studienergebnisse

Mithilfe von Sensivitätsanalysen stellten die Wissenschaftler sicher, dass es beim Vergleich der Daten keine Verzerrungen gab. Die Studie ergab, dass bei vollständig mit BioNTech geimpften Jugendlichen (also 7 bis 21 Tage nach der zweiten Dosis) das Risiko einer symptomatischen Covid-19-Erkrankung im Vergleich zu ungeimpften Jugendlichen um 93 Prozent und das Risiko einer dokumentierten Infektion um 90 Prozent abnahm.

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In der Zeit unmittelbar vor der zweiten Dosis (Tage 14 bis 20 nach der ersten Dosis) war die Wirksamkeit des Impfstoffs zwar geringer, aber immer noch beträchtlich – das Risiko einer symptomatischen Covid-19-Erkrankung sank bei den Geimpften um 57 Prozent und das Risiko einer dokumentierten Infektion um 59 Prozent.

Die Daten reichten nicht aus, um eine Schätzung über die Verringerung der Inzidenz schwerer Erkrankungen, Krankenhausaufenthalte und Todesfälle abzugeben, da diese Folgen bei Jugendlichen selten sind.

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Fazit

Wie die israelischen Wissenschaftler betonen, konnten sie mit ihren Ergebnissen die Studienresultate bestätigen und ergänzen, die bereits BioNTech selbst vorlegte: dass der mRNA-Impfstoff junge Menschen gut gegen Corona und vor allem auch die Delta-Variante schützt.3

Quellen