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Studie aus Portugal

Frühere Omikron-Infektion beeinflusst Risiko, sich mit neuer Coronavariante anzustecken

omikron-infektion neue coronavariante: Menschenmenge
Wer ist mehr vor einer Infektion mit BA.5 geschützt, wer weniger? Eine Studie liefert Antworten.Foto: Getty Images

Man möchte noch die letzten sommerlichen Tage genießen, Freunde treffen, Konzerte besuchen. Gleichzeitig sorgen sich viele wieder vor einer Ansteckung mit Corona – besonders angesichts der aktuell dominierenden Variante BA.5. Bestimmte Personen haben aber einen größeren Schutz vor dem neuesten Virustyp, wie eine Studie jetzt zeigt.

Wer bereits einmal Corona hatte, ist bekanntlich nicht davor gefeit, erneut zu erkranken. Aktuell bestimmt BA.5 das weltweite Pandemiegeschehen. Kein Wunder, ist sie doch die bisher ansteckendste Form des Virus. Jetzt fanden portugiesische Forscher heraus, dass Menschen, die bereits eine Omikron-Infektion mit einer der früheren Subtypen (BA.1 und BA.2) hinter sich haben, einen gewissen Schutz vor der neuen Coronavariante haben.

Was haben die Wissenschaftler untersucht?

Portugal war eins der ersten Länder, in denen sich BA.5 ausgebreitet hat. Von dort kommt nun auch die erste Studie, die sich mit einem möglichen Schutz einer früheren Infektion vor einer Ansteckung mit neueren Varianten beschäftigt hat. Dabei wurden neben den früheren Omikron-Typen auch die vorherigen Coronavarianten, die 2020 und 2021 vorherrschten, mit betrachtet und verglichen.

Für ihre Studie griffen die Forscher auf das nationale Register von Covid-Fällen zurück. Dieses wird mithilfe genetischer Überwachung von SARS-CoV-2 ermittelt. So identifizierten die Wissenschaftler die Zeiträume, in denen einzelne Varianten 90 Prozent der Infektionen ausmachten. Im nächsten Schritt filterten sie Personen heraus, die in diesen Zeiträumen ihre Erstinfektion hatten und ordneten sie den verschiedenen Varianten zu.1

„Anhand dieser Daten analysierten wir die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine zuvor infizierte Person erneut mit der aktuellen Variante ansteckt. Das ermöglichte uns wiederum, den prozentualen Schutz durch frühere Infektionen zu berechnen“, erklärt der an der Untersuchung beteiligte Doktorand João Malato in einer Universitätsmitteilung.2

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Wie sich eine frühere Omikron-Infektion auf das Risiko neuer Coronavarianten auswirkt

Es stellte sich heraus, dass frühere Coronaerkrankungen einen unterschiedlichen Schutz vor BA.5 bieten. Am meisten vor einer erneuten Ansteckung mit der neuen Coronavariante geschützt sind demnach Personen, die eine Omikron-Infektion überstanden haben. „Geimpfte Personen, die mit den Omikron-Subvarianten BA.1 und BA.2 infiziert waren, haben einen etwa viermal höheren Schutz gegen eine Infektion mit der seit Juni im Umlauf befindlichen Subvariante BA.5 als Geimpfte, die zu keinem Zeitpunkt infiziert waren“, erläutert Studienautor Luís Graça.

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Was ist, wenn man sich statt mit Omikron mit früheren Varianten infiziert hatte?

Graça führt weiter aus: „Infektionen in den Jahren 2020 und 2021, die durch eine Infektion mit früheren Varianten von SARS-CoV-2 (Urtyp, Alpha- und Delta-Varianten) erfolgten, verleihen auch einen Schutz gegen eine Infektion mit der neueren Omikron-Variante. Aber dieser Schutz ist nicht so hoch wie der von Personen, die Anfang 2022 mit den Varianten BA.1 und BA.2 infiziert wurden.“

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Bedeutung der Studienergebnisse

Die Ergebnisse der Studie sind zum einen spannend, weil sie erklären, warum manche sich eher reinfizieren als andere. Eine Frage, die sich so mancher vielleicht schon gestellt hat: Warum bekommt ein Freund oder ein Familienmitglied Corona, während man selbst trotz Kontakt zu einer infizierten Person verschont bleibt.

Zum anderen liefern die Erkenntnisse der portugiesischen Forscher hoffnungsvolle Hinweise in Bezug auf die Wirkung der neu zugelassenen Impfstoffe. Diese wurden auf die Omikron-Variante BA.1 hin angepasst. Daher stellt sich nun die Frage, inwieweit sie auch vor BA.5 schützen. „Bisher war nicht bekannt, welchen Schutz diese Subvariante gegen die derzeit im Umlauf befindliche Subvariante bietet. Die Ergebnisse zeigen, dass dieser Schutz sehr hoch ist und erlauben es, den Nutzen des angepassten Impfstoffs zu erahnen“, schlussfolgert Graça.

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