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Augengesundheit

Nachtblind? Dahinter stecken meist andere Erkrankungen

An selbst diagnostizierter Nachtblindheit sind häufig andere Krankheitsbilder schuld
An selbst diagnostizierter Nachtblindheit sind häufig andere Krankheitsbilder schuld
Foto: Getty Images

Manche Menschen haben das Gefühl, nachts nicht gut sehen zu können. Einfach hinnehmen müssen Sie das nicht. Und sollten Sie auch nicht: Denn eine Nachtblindheit lässt sich zwar nicht behandeln, in den meisten Fällen steckt aber etwas ganz anderes dahinter. Darum ab zum Arzt.

Wer nachts nicht so gern Auto fährt, sagt manchmal, er sei wohl ein bisschen „nachtblind“. Gemeint ist in der Regel, dass man im Dunkeln nicht so gut sieht.

Hinter „Nachtblindheit“ steckt meist eine andere Augenerkrankung

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Die Netzhaut besteht aus Fotorezeptoren. Sie wandeln vereinfacht gesagt Licht in einen elektrischen Impuls um, der über den Sehnerv an das Gehirn weitergegeben wird. Unter diesen Rezeptoren sind die sogenannten Zapfen für das Farbsehen am Tag zuständig, die Stäbchen für das Sehen in der Dämmerung. Arbeiten die Stäbchen nicht richtig, kann sich das Auge nicht an die Dunkelheit anpassen: Der Mensch sieht schlecht.

„Betroffene haben Schwierigkeiten, sich an die Dunkelheit anzupassen, laufen manchmal nachts gegen Gegenstände oder haben Schwierigkeiten, die Sterne zu erkennen“, erläutert Facharzt Lange.

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Nur etwa einer von 22.000 Menschen ist schätzungsweise von der erblich bedingten Nachtblindheit betroffen, erklärt er. In der Regel bemerken diese Menschen schon in jungen Jahren, dass sie nachts schlecht sehen. Bei manchen Patienten kommen ein unwillkürliches Augenzittern, Blendeempfindlichkeit und eine Minderung der Sehschärfe hinzu.

Viel tun kann der Arzt nicht, wenn er eine erbliche Nachtblindheit diagnostiziert. Die Funktion der Stäbchen lässt sich nicht wieder herstellen.

Gehen Sie in jedem Fall zum Augenarzt

Trotzdem sollten Patienten schlechtes Sehvermögen bei Nacht immer mit einem Augenarzt besprechen. Denn ist der Grund für die selbst „diagnostizierte“ Nachtblindheit in Wirklichkeit eine Linsentrübung oder ein gestörter Tränenfilm, ist eine frühe Behandlung entscheidend. Und ist, auch wenn das selten vorkommt, der Vitamin-A-Mangel Schuld, kann man eventuell auch noch rechtzeitig entgegenwirken.

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