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Meta-Analyse

Der Einfluss von Kaffeekonsum auf das Gebärmutterkrebsrisiko

kaffee gebärmutterkrebs: Frau genießt ihren Kaffee
Kaffee ist das beliebteste Getränk der Deutschen und laut Studien zudem gesundheitsförderndFoto: Getty Images

Für viele Menschen startet der Tag erst nach einer guten Tasse Kaffee. Zum Glück schmeckt diese nicht nur gut, sondern scheint laut Studien auch gut für die Gesundheit zu sein. Jetzt fanden Forscher heraus, auf welche Weise insbesondere Frauen von dem koffeinhaltigen Getränk profitieren.

Die Wirkung von Kaffee auf die Gesundheit ist ein beliebtes Forschungsfeld. Kein Wunder: Weltweit zählt er zu den beliebtesten Getränken. In Deutschland liegt der Kaffeekonsum bei 164 Litern pro Kopf im Jahr.1 Diverse Studien konnten u. a. bereits aufzeigen, dass Kaffee gut für die Leber ist und das Demenz- sowie das generelle Sterberisiko verringern kann. Nun zeigt eine neue Untersuchung aus China, dass insbesondere auch Frauen ruhig die eine oder andere Tasse mehr trinken dürfen. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass Kaffee das Risiko für Gebärmutterkrebs senkt.

Analyse von 24 Kaffee-Studien

In der Studie aus China analysierten die Wissenschaftler 24 Studien zum Thema Kaffeekonsum. Zwölf davon bildeten den Fokus der Studie, die anderen zwölf Studien dienten der Kontrolle. Insgesamt betrachteten die Forscher Daten von 699.234 Frauen aus Europa, Japan, Kanada und den USA. 9.833 von ihnen waren an Gebärmutterkrebs erkrankt.2

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Schützt Kaffee vor Gebärmutterkrebs?

Tatsächlich ergab die Datenauswertung einen Zusammenhang zwischen dem Kaffeekonsum der untersuchten Frauen und ihrem Risiko, Gebärmutterkrebs zu bekommen. So hatten die Probandinnen mit dem höchsten Kaffeekonsum ein 29 Prozent geringeres Erkrankungsrisiko im Vergleich zu den Frauen, die am wenigsten Kaffee tranken.3 Der geringste Konsum betrug dabei durchschnittlich eine Tasse Kaffee am Tag, während die Frauen, die am meisten Kaffee tranken, durchschnittlich vier oder mehr Tassen täglich konsumierten. Bemerkenswert: Der Effekt zeigte sich nur bei Kaffee mit Koffein, nicht bei entkoffeiniertem.

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Faktor Körpergewicht

Besonders gesundheitlich förderlich scheint Kaffee laut der Analyse für Nichtraucherinnen, ehemalige Raucherinnen und solche, die noch nie eine Hormontherapie gemacht hatten, zu sein. Etwas paradox klingt die Erkenntnis, dass sich auch bei Frauen mit höherem Body-Mass-Index (BMI) ein stärkerer positiver Effekt des Kaffeekonsums zeigte. Dies führen die Forscher darauf zurück, dass die Probandinnen aufgrund ihres BMIs bereits Störungen des Stoffwechsels hatten, die durch die im Kaffee enthaltenden Stoffe vermindert werden konnten.

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Einschränkungen der Stude

Wie die Forscher selbst in ihrer im „The Journal of Obstetrics and Gynaecology Research“ veröffentlichten Studie betonen, unterliegt ihre Untersuchung einigen Einschränkungen. So enthielten die 24 analysierten Studien sehr unterschiedlich große Probandengruppen. Außerdem wurden alle möglichen Kaffeezubereitungsarten berücksichtigt und nicht gesondert untersucht. Deshalb ist nicht klar zu sagen, welche Inhaltsstoffe im Kaffee den positiven Effekt auf das Gebärmutterkrebsrisiko haben. Auch das Zusammenspiel von Kaffee und unterschiedlichen Ernährungsweisen konnte in der Untersuchung nicht abgebildet werden. Und schließlich erklären die Wissenschaftler, dass es zudem weiterer Forschung bedürfe, um herauszufinden, ob die offenbar schützende Wirkung des Kaffees für alle Arten von Gebärmutterkrebs gelte.

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