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Symptome sind ähnlich

Woran erkennt man, ob es eine Erkältung ist oder doch Corona?

Erkältete Frau
Panik vermeiden: Auch in Zeiten von Corona ist es möglich, sich eine einfache Erkältung zuzuziehen.
Foto: Getty Images

Es ist deutlich kälter geworden, und das bedeutet: In Deutschland beginnt die Erkältungssaison. Gerade jetzt sind Schnupfen, Halsschmerzen, Husten und Fieber aber besonders unangenehm, denn Betroffene (und ihre Angehörigen) beschleicht schnell die Angst vor einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2. Ist es eine Erkältung oder Corona? FITBOOK hilft bei der Unterscheidung.

Aufgrund der Pandemie haben wir es in diesem Jahr mit einer „besonderen“ Erkältungssaison zu tun. Schließlich ähneln die Symptome einer einfachen Erkältung denen von Corona.

Abgrenzung zu Corona-Symptomen

Die schlechte Nachricht zuerst: Trennscharf anhand der Symptome lassen sich Erkältung, Grippe und Covid-19 nicht voneinander unterscheiden.

Husten und Fieber sind beides sehr häufige Symptome für die vom Coronavirus ausgelöste Krankheit Covid-19. Bei Erkältungen ist Fieber laut einer Übersicht auf der Info-Plattform 116117.de, die von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung herausgegeben wird, indes selten ein Symptom und Husten „wenig“. Niesen wiederum sei kein Symptom von Covid-19, kommt bei Erkältungen aber häufig vor.

Dennoch gilt immer: Ruhe bewahren, keine Panik, im Zweifel den Kontakt zu anderen lieber vorsorglich einschränken und in jedem Fall Abstand halten und Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Und vor einem etwaigen Besuch in der Arztpraxis erst dort anrufen.

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Was genau ist überhaupt eine Erkältung?

Eigentlich ist die Bezeichnung Erkältung irreführend. Sie wird nämlich nicht durch niedrige Temperaturen ausgelöst, sondern durch Viren. Es gibt ungefähr 200 verschiedene Erkältungsviren, die sich bei Kälte lediglich leichter verbreiten können.

Jene Viren sorgen dafür, dass die Schleimhäute in der Nase anschwellen und vermehrt Sekret „anfällt“. Das erklärt Prof. Thomas Deitmer, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO-KHC). Der Rachen ist bei einer Erkältung entzündet, das Schlucken fällt einem schwerer. Auch Kehlkopf und Bronchien sind betroffen: Man ist heiser, hat Husten und auch hier entsteht mehr Sekret.

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Wie wirksam sind Medikamente gegen Erkältung?

Mit Medikamenten wird man eine Erkältung nicht in die Flucht schlagen können. Laut Deitmer gibt es nämlich „keine kausale“ medikamentöse Therapie, „man kann nur etwas gegen die Symptome tun“.

Er nennt abschwellende Nasentropfen gegen Schnupfen, schleimverflüssigende Mittel gegen Husten und Medikamente mit den Wirkstoffen Paracetamol, Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure (ASS) gegen Fieber und Schmerzen. Gerade bei Erkältung werden oft Kombipräparate eingenommen – also Medikamente, die gegen mehrere Symptome helfen sollen. Es gibt außerdem eine ganze Reihe pflanzlicher Arzneimittel.

Das Wichtigste bei Erkältungen: trinken, trinken, trinken. Mindestens 1,5 Liter sollten es am Tag sein, bei Fieber mehr. Ansonsten rät Thomas Deitmer zum Gurgeln, zum Beispiel mit Salbeitee, und zu Nasenspülungen. Auch Ein Saunabesuch könne helfen. Allerdings sollte dort eine etwas höhere Luftfeuchtigkeit herrschen, wie zum Beispiel in einer Bio- oder Dampfsauna. Auch ein warmes Bad kann die Erkältungsbeschwerden lindern. Aber Achtung: Mit Fieber sind Saunen und warme Bäder aber tabu!

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Ab wann empfiehlt sich ein Besuch beim Arzt?

Während der Corona-Pandemie sollte man mit Erkältungs- oder Grippesymptomen nicht ohne vorherige Absprache zum Arzt gehen. Menschen mit Vorerkrankungen der Atemwege oder des Herz-Kreislauf-Systems sollten beim Hausarzt oder beim ärztlichen Notdienst anrufen. Das erklärt Ursula Sellerberg, stellvertretende Pressesprecherin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Ebenso, wenn es (bei nicht vorerkrankten Menschen) zu folgenden Entwicklungen/Symptomen kommt:

• hohes Fieber (mehr als 39 Grad) oder Fieber, das sich mit Medikamenten nicht senken lässt

• Beteiligung der Stirn- oder Nasennebenhöhlen (Schmerzen im Stirn- und Augenbereich, vor allem beim Bücken und Heben)

• eitriger oder blutiger Schleim

• schwere Symptome während der Schwangerschaft oder Stillzeit

• Befürchtung von Mittelohr- oder Lungenentzündung

Welche Möglichkeiten gibt es zur Prophylaxe?

Vor Erkältung schützen jene Hygienemaßnahmen, die im Rahmen der Corona-Pandemie ohnehin gerade jeder beachten sollte: Abstand halten, Hände häufig und gründlich waschen, sich möglichst nicht ins Gesicht fassen und viel lüften.

Ansonsten hilft eine gesunde Lebensweise. Dazu zählt eine abwechslungsreiche Ernährung, viel Bewegung an der frischen Luft und nicht rauchen. Ebenso sind „abhärtende“ Maßnahmen zur Verbesserung der Abwehrkräfte (z. B. Wechselduschen oder Kneipp-Anwendungen) sinnvoll.

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