6. September 2025, 8:12 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Schon die alten Ägypter schworen auf Ziegenmilch, Kleopatra badete sogar darin – und auch Promi-Damen wie Mila Kunis oder Gwyneth Paltrow sind Fans. Kein Wunder, denn das tierische Produkt gilt seit jeher als revitalisierend und pflegend. Aber ist Ziegenmilch wirklich ein Wundermittel für die Haut?
Ziegenmilch ist eine Vitaminbombe
Dank spezieller Fette hat Ziegenmilch einen starken Anti-Aging-Effekt auf die Haut und hilft dabei, vorzeitiger Hautalterung vorzubeugen. Zudem wirken die Milchfette beruhigend und glättend. Dermatologin Dr. Melanie Klijn hebt hervor: „Ziegenmilch enthält wesentlich mehr Vitamine als Kuhmilch – besonders viel Vitamin A, aber auch Vitamin C, B und E.“
Dabei wirkt Vitamin A antioxidativ, stärkt die Hautzellen und schützt die Haut so vor Umwelteinflüssen. Das Vitamin ist außerdem immunregulierend und kann so die natürliche Abwehr der Haut unterstützen. Und die positive Wirkung geht laut Expertin sogar noch weiter: „Der Bestandteil Vitamin E bewahrt die Haut vor freien Radikalen und kann so wesentlich dazu beitragen, die Haut vor Krebs zu schützen.“ Zudem versorge Vitamin E die Hornschicht mit Feuchtigkeit und stärke die hauteigene Schutzbarriere, was die Haut weich und geschmeidig werden lässt.
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Ziegenmilch hilft bei Hautproblemen
Sogar in der Medizin findet Ziegenmilch Verwendung. „Das in der Ziegenmilch enthaltende Provitamin B5 (auch bekannt als Panthenol) hat eine entzündungshemmende und wundheilende Wirkung. Es fördert die Durchfeuchtung, sodass sich trockene und rissige Stellen schneller regenerieren“, so Dr. Klijn. So eigne sich Ziegenmilch zur Pflege gereizter Haut und könne sogar bei Neurodermitis Abhilfe schaffen. Das enthaltene Provitamin rege die Zellneubildung an und sorge so dafür, dass Symptome und Hautprobleme schneller abheilten.
Wie wird die Milch angewendet?
Wer die komplette Natur-Power spüren möchte, kann die Ziegenmilch pur auf der Haut anwenden – am besten einfach als Reinigung morgens und abends mit einem Wattepad aufs Gesicht auftragen. Daneben gibt es viele Cremes, Lotionen und Duschgels, die Extrakte von Ziegenmilch enthalten.
Beim Kauf sollte allerdings darauf geachtet werden, dass die Produkte pH-neutral sind, um Unreinheiten zu vermeiden. Dr. Klijn empfiehlt außerdem, die Ziegenmilch nur bei trockener Haut anzuwenden: „Bei fettiger Haut besteht die Gefahr, dass es zu einer Überfettung der Haut kommt. Die Haut kann nicht mehr atmen, Pickel können entstehen.“ Bleibt die Option, die Milch ganz klassisch zu trinken. Der Vorteil: Ziegenmilch enthält weniger Allergene als herkömmliche Kuhmilch und ist reich an Linolsäure. Das wirkt nicht nur entzündungshemmend, sondern sorgt auch für einen strahlenden Teint von innen.