Temperatursturz nach Hitze! Was das mit unserem Körper macht
Wenn von einem Tag auf den anderen die Temperaturen stark fallen, kann das körperliche Probleme verursachen Foto: Getty Images
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Mara Pallokat
17. August 2026, 10:05 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
Das wechselhafte Wetter kann ganz schön anstrengend sein. Gestern noch tropische Temperaturen, schlaflose Nächte und dauerndes Schwitzen, jetzt vielerorts nur noch knapp über 20 Grad: Der abrupte Wetterwechsel sorgt für Erleichterung. Doch was passiert eigentlich im Organismus, wenn die Temperaturen innerhalb weniger Tage deutlich fallen? Die Antwort darauf zeigt, wie beeindruckend die Anpassungsfähigkeit des menschlichen Körpers wirklich ist.
Nach Tagen mit Werten um die 37 Grad sinken die Temperaturen nun in vielen Regionen um rund 15 Grad. Auch wenn weiterhin T-Shirt-Wetter herrscht, bedeutet der schnelle Wechsel für den Körper eine Umstellung. Der menschliche Organismus versucht permanent, seine Kerntemperatur von etwa 37 Grad stabil zu halten. Verändert sich die Außentemperatur innerhalb kurzer Zeit deutlich, reagiert vor allem das Herz-Kreislauf-System. Für gesunde Menschen besteht dabei in der Regel kein Grund zur Sorge. Der Körper verfügt über wirksame Mechanismen, um die eigene Temperatur konstant zu halten. Wird es kühler, schaltet er gewissermaßen in einen Energiesparmodus für die Wärmeversorgung.
Gefäße verengen sich, um Wärme zu speichern
„Dabei kann es relativ schnell zu Schwankungen in unserem Gefäßsystem kommen“, erklärt Allgemeinmediziner Dr. Thomas Aßmann. „Bei Wärme sind unsere Gefäße weit geöffnet, bei Kälte ziehen sie sich eng zusammen, um einen Wärmeverlust zu vermeiden.“ Durch die Verengung der Blutgefäße gelangt weniger warmes Blut in die äußeren Körperregionen. Die Wärme verbleibt stärker im Körperinneren. Deshalb werden Hände, Füße oder auch die Nasenspitze bei sinkenden Temperaturen häufig schneller kalt.
Manche Menschen nehmen solche Wetterwechsel stärker wahr als andere. Die Gefäßverengung kann den Blutdruck steigen lassen und dadurch das Herz stärker belasten. „Das kann dazu führen, dass wir Kreislaufprobleme bekommen, aber auch Kopfschmerzen sind dann häufig an der Tagesordnung“, so Aßmann.
Trotzdem muss niemand davon ausgehen, wegen eines normalen Temperatursturzes zu frieren oder starke Beschwerden zu bekommen. Gesunde Menschen passen sich meist problemlos an die veränderten Bedingungen an. Empfindlicher können dagegen ältere Menschen sowie Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen reagieren. Wenn sich die Blutgefäße verengen, muss das Herz gegen einen höheren Widerstand arbeiten, was den Organismus stärker fordert.
So kommen wir gut durchs Wetter
Wer den Wetterwechsel gut überstehen möchte, sollte auf einige einfache Maßnahmen achten. „Dagegen helfen nur ausreichend Bewegung, ausgewogene Ernährung und vor allem die richtige Kleidung“, rät Aßmann. Entscheidend ist daher vor allem, die Kleidung an die veränderten Temperaturen anzupassen, auch wenn sich das Gefühl nach den heißen Tagen noch nach Hochsommer anfühlt.
Sinken die Temperaturen plötzlich um rund 15 Grad, versetzt das den Körper nicht in Alarmbereitschaft. Stattdessen werden die Blutgefäße enger, der Kreislauf passt sich an und der Organismus arbeitet daran, die Kerntemperatur von etwa 37 Grad aufrechtzuerhalten. Für die meisten Menschen ist dieser Prozess ein normaler und effektiver Anpassungsmechanismus.
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