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Überblick

Warum man nicht jederzeit Blut spenden kann

Nach Erkrankung, Impfung oder zahnärztlicher Behandlung ist vor der Blutspende eine vorgeschriebene Wartezeit einzuhalten.
Nach Erkrankung, Impfung oder zahnärztlicher Behandlung ist vor der Blutspende eine vorgeschriebene Wartezeit einzuhalten. Foto: Getty Images
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25. Januar 2026, 18:17 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Grippe, Impfung, Zahnarztbesuch: Wer Blut spenden möchte, muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen und manchmal Wartezeiten einhalten. Auch Erstspender sollten vorbereitet sein. Der Überblick zeigt, worauf es ankommt.

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In Deutschland werden täglich rund 15.000 Blutspenden benötigt – doch die Spendenbereitschaft ist schwankend. Besonders in den Wintermonaten, in Grippewellen oder während der Ferien sinkt die Zahl der Spenderinnen und Spender deutlich. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) warnt regelmäßig vor Engpässen, da viele planbare, aber auch lebensrettende medizinische Eingriffe auf Blutpräparate angewiesen sind.

Krank gewesen: Wie lange muss man pausieren?

Wer krank ist, darf vorübergehend kein Blut spenden – das gilt nicht nur zum Eigenschutz, sondern auch zur Sicherheit der Empfänger. Nach einer leichten Erkältung ohne Fieber kann man in der Regel eine Woche nach dem vollständigen Abklingen der Symptome wieder spenden. Hat die Erkrankung mit Fieber zu tun gehabt, etwa bei einer echten Grippe, verlängert sich die Wartezeit auf vier Wochen. Das gilt auch nach einer Antibiotikabehandlung – gezählt ab der letzten Einnahme. Auch bei Infekten wie Herpes oder Magen-Darm-Erkrankungen gilt: Erst wenn man sich wieder vollständig gesund fühlt, ist eine Spende möglich.

Darf man direkt nach der Impfung Blut spenden?

Ob man nach einer Impfung sofort wieder spenden darf, hängt vom Impfstoff ab. Nach einer Impfung mit einem Totimpfstoff – etwa gegen Grippe, Corona, Tetanus, FSME oder Hepatitis A – kann in der Regel bereits am nächsten Tag wieder gespendet werden, sofern keine Nebenwirkungen auftreten. Anders sieht es bei Lebendimpfstoffen aus, wie sie bei Masern, Mumps, Röteln oder Gelbfieber eingesetzt werden. In diesem Fall gilt eine Wartezeit von vier Wochen. Wurde eine Tollwutimpfung nach einem Tierbiss verabreicht, ist eine Blutspende sogar erst nach einem Jahr wieder erlaubt.

Zahn gezogen – was bedeutet das für die Blutspende?

Auch zahnärztliche Behandlungen können Einfluss auf die Spendetauglichkeit haben. Nach einem gezogenen Zahn oder einer Wurzelbehandlung ist eine Pause von vier Wochen notwendig. Nach einfachen Kontrolluntersuchungen oder einer professionellen Zahnreinigung darf hingegen schon am nächsten Tag wieder gespendet werden.

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Wer darf eigentlich Blut spenden?

Grundsätzlich darf jeder spenden, der mindestens 18 Jahre alt ist, sich gesund fühlt und zwischen 50 und 160 Kilogramm wiegt. Eine feste Altersgrenze nach oben gibt es nicht mehr. Wichtig ist, dass der allgemeine Gesundheitszustand stabil ist. Auch Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes dürfen in vielen Fällen spenden, wenn ihre Werte gut eingestellt sind. Vor jeder Spende findet eine individuelle medizinische Einschätzung statt – inklusive Fragebogen, Blutdruckmessung, Temperaturkontrolle, Hämoglobinwert und Arztgespräch. Erst dann wird entschieden, ob eine Spende aktuell möglich ist.1

Erstes Mal spenden – worauf sollte man achten?

Gerade beim ersten Mal ist eine gute Vorbereitung wichtig. Wer Blut spenden will, sollte am Tag des Termins fit und leistungsfähig sein. Vor der Spende sollte man ausreichend trinken – idealerweise mindestens eineinhalb Liter Wasser, Tee oder Saft – und eine fettarme Mahlzeit zu sich nehmen. Nüchtern zur Spende zu erscheinen, ist nicht empfehlenswert. Alkohol sollte mindestens zwölf Stunden vorher tabu sein. Auch sportliche Aktivitäten sind direkt vor oder nach der Blutspende keine gute Idee, da sie den Kreislauf zusätzlich belasten können.

Zum Termin selbst muss ein amtlicher Lichtbildausweis – Personalausweis oder Reisepass – mitgebracht werden. Ohne gültiges Ausweisdokument ist eine Spende nicht möglich. Wer sich beim ersten Mal unsicher fühlt, kann eine vertraute Begleitung mitnehmen – idealerweise jemanden mit Spendeerfahrung. Aber auch allein ist man nicht auf sich gestellt: Das medizinische Team ist erfahren im Umgang mit Erstspendern und sorgt für eine ruhige, sichere Atmosphäre. Wer mag, bringt sich zur Ablenkung ein Buch oder Kopfhörer mit.

Warum Blutspenden so wichtig ist

Blut ist durch nichts zu ersetzen – es kann nicht künstlich hergestellt werden. Ob nach Unfällen, bei Operationen oder in der Krebstherapie: Spenderblut ist oft überlebenswichtig. Mit einer einzigen Spende können bis zu drei Patienten versorgt werden. Wer regelmäßig spendet, hilft nicht nur anderen, sondern profitiert auch selbst. Vor jeder Spende erfolgt ein kleiner Gesundheitscheck – inklusive Blutdruckmessung, Temperaturkontrolle, Hämoglobinwert und ärztlichem Gespräch. Wer regelmäßig spendet, lernt den eigenen Körper besser kennen – und hilft dabei, Leben zu retten.2

Fazit: Wer gut informiert ist, spendet sicher

Ob nach Krankheit, Impfung oder Zahnarztbesuch – wer die Wartezeiten kennt, kann sicher zur Blutspende beitragen. Auch beim ersten Mal ist der Ablauf klar strukturiert, gut betreut und medizinisch begleitet. Jede einzelne Spende ist ein wertvoller Beitrag zur Versorgung – und kann im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden.

Quellen

  1. Deutsches Rotes Kreuz. Häufig gestellte Fragen. (aufgerufen am 23.01.2026). ↩︎
  2. Deutsches Rotes Kreuz. Erstes Mal Blutspenden? - Checkliste für deine erste Blutspende. (aufgerufen 23.01.2026) ↩︎

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