1. September 2025, 4:37 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Regelschmerzen, Stimmungsschwankungen, Wassereinlagerungen – die Periode kann einen manchmal ganz schön aus der Bahn werfen. Oftmals verstehen wir nicht, warum unsere Blutung manchmal stärker ist, warum der Unterleib heute besonders schmerzt oder wieso wir uns schon wieder so aufgebläht fühlen. Oft spielen alltägliche Gewohnheiten dabei eine Rolle. Um Menstruationsbeschwerden zu lindern, oder zumindest dafür zu sorgen, dass sie nicht schlimmer werden, gibt es einige Dinge, die Sie beachten sollten.
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Koffein begünstigt Menstruationsbeschwerden
Eine Tasse Kaffee zum Wachwerden am Morgen und eine weitere nach der Mittagspause sind für viele Erwachsene der Standard. Dass der Muntermacher in zu großen Mengen schädlich sein kann, ist bekannt – schließlich beeinflusst Koffein das Nervensystem und Herz-Kreislauf-System. Besonders unmittelbar vor und während der Periode ist es wichtig, nicht zu viel davon zu sich zu nehmen, denn Kaffee kann Menstruationsbeschwerden verschlimmern. Koffein hat nämlich auch eine direkte Auswirkung auf den Hormonhaushalt. Der Östrogenspiegel steigt und Symptome wie Brustempfindlichkeit oder depressive Verstimmungen werden verstärkt. Auch Reizbarkeit und Anspannung – beides häufig auftretende Symptome der PMS – werden durch Koffein verstärkt. Der erhöhte Säureanteil im Kaffee sorgt zudem für stärkere Regelschmerzen. Versuchen Sie also während der Periode weitestgehend auf Kaffee und schwarzen Tee zu verzichten.
Zu wenig Schlaf
Achten Sie darauf, dass Sie ausreichend Schlaf bekommen. Zum einen ist der Koffeinkick nach einer erholsamen Nacht gar nicht nötig und zum anderen kann zu wenig Schlaf Ihre Menstruationsbeschwerden zusätzlich verschlimmern. Bei einer medizinischen Studie aus den USA ist herausgekommen, dass Frauen, die durchschnittlich sechs Stunden oder weniger schlafen, öfter unter starken und unregelmäßigen Blutungen litten, als Frauen, die mehr Schlaf abbekamen.1 Empfohlen werden zwischen sieben und neun Stunden Schlaf.
Zu viel Salz sorgt für schlimmere Menstruationsbeschwerden
Wenn Sie zu den Menschen gehören, die ständig ihr Essen nachsalzen, haben wir leider schlechte Nachrichten: Zu viel Salz kann nämlich tatsächlich die Menstruationsbeschwerden verschlimmern. Genau genommen geht es hierbei um lästige Wassereinlagerungen.2 Das im Salz enthaltene Natrium wirkt nämlich wasserbindend, wodurch der Körper aufgequollen wirkt. Um dem entgegenzuwirken, hilft es, salzhaltige Lebensmittel, wie etwa Wurst und Käse, nur in Maßen zu genießen.
Fast Food und Fertiggerichte
Während der Periode sind Heißhungerattacken vollkommen normal und ja, zugegebenermaßen gilt der Appetit dabei oftmals eher einer leckeren Pizza als einem gesunden Salat. Dennoch ist es gerade während der Tage wichtig, auf eine ausgeglichene Ernährung zu achten. Fast Food oder Fertiggerichte können Menstruationsbeschwerden nämlich verstärken. Schuld daran sind zum einen der hohe Salz- und Zuckergehalt in stark verarbeiteten Lebensmitteln und zum anderen die vielen Transfette, die in ihnen enthalten sind. Diese wirken entzündungsfördernd und können Regelschmerzen verstärken.
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Milchprodukte
Milchprodukte können sich negativ auf Menstruationsbeschwerden auswirken. Die in ihnen enthaltene Arachidonsäure kann nämlich Unterleibsschmerzen und Bauchkrämpfe begünstigen. Doch kein Grund zur Panik! Das bedeutet nicht, dass Sie nun auf Schokolade, Eiscreme und Co. verzichten müssen. Denn glücklicherweise gibt es hier in jedem Supermarkt genügend pflanzliche Alternativen, die als Ersatz dienen.
Stress macht Menstruationsbeschwerden schlimmer
Stress ist nie gut – das ist klar. Am wenigsten gebrauchen kann man ihn allerdings, wenn man seine Periode hat. Ist der Körper gestresst, schüttet er Cortisol aus. Das Stresshormon kann dafür sorgen, dass sich der Eisprung verschiebt und die Periode unregelmäßig wird. Starke Blutungen und Regelschmerzen können die Folge sein. Deshalb heißt es: Ruhe bewahren. Sind Sie sehr anfällig für Stress, kann ausreichend Bewegung einen Ausgleich schaffen. Auch Meditation kann helfen, den Stress zu reduzieren. Gönnen Sie sich ruhig ein wenig Me-Time!
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Alkohol
Ähnlich wie bei zu viel Stress kann zu viel Alkohol Menstruationsbeschwerden verschlimmern und zu unregelmäßigen Blutungen führen. Schuld daran sind erhöhte Testosteron- und Östrogenspiegel, die den Zyklus durcheinanderbringen. Außerdem kann Alkohol auch Stimmungsschwankungen vor der Periode verstärken.
Vitamin-D-Mangel
Vitamin D ist gut für das Gemüt und stärkt das Immunsystem. Außerdem kann es die Bildung von Schmerzbotenstoffen vermindern. Ein Mangel des Vitamins kann also dafür sorgen, dass der Körper stärker auf Entzündungen reagiert. Menstruationsbeschwerden, wie Regelschmerzen, können dadurch verstärkt werden. Also gilt: Raus an die frische Luft und ordentlich Sonne tanken!