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Familien-Schicksal

Nicht nur Chris Hemsworth, auch Brüder Liam und Luke haben das Alzheimer-Gen

Chris Hemsworth (Mitte) und seine Brüder Liam (links) und Luke (rechts)
Chris Hemsworth (Mitte) und seine Brüder Liam (links) und Luke (rechts) Foto: Getty Images
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Melanie Hoffmann
Ernährungs-, Fitness- und Schlafexpertin

18. Dezember 2025, 20:02 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Man kennt ihn als Marvel-Gott Thor, als Actionstar aus Filmen wie „Extraction“ oder als Kraftsportler, der in der Doku-Serie „Limitless“ an seine Grenzen geht. Viele könnten daher denken, er sei die perfekte Mischung aus Hollywood-Schönling und „Tough Guy“. Privat hat der Australier aber bekanntlich mit großen Herausforderungen zu kämpfen, wie der Alzheimer-Erkrankung seines Vaters. In einem Podcast-Interview offenbarte der Schauspieler jetzt neue Details über die Auswirkungen von Alzheimer auf seine gesamte Familie.

„Die gute Neuigkeit ist, dass dieses Gen keine Vorbestimmung ist. Zunächst war ich zwar sehr schockiert, aber dann habe ich verstanden, dass ich mich zwar in einer höheren Risiko-Kategorie befinde, aber dass es deshalb nicht feststeht, dass ich die Krankheit bekomme“, verriet Chris Hemsworth im Juni 2023 im FITBOOK-Interview – rund zwei Monate, nachdem öffentlich geworden war, dass er das Alzheimer-Gen APOE4 in sich trägt. Seitdem hat sich viel im Leben des Schauspielers und seiner Familie verändert, denn nicht nur er, auch seine ebenfalls berühmten Brüder Luke und Liam Hemsworth sind betroffen, genauso wie seine Eltern. Bei seinem Vater ist die gefürchtete Krankheit zwischenzeitlich bereits ausgebrochen.

Erste Anzeichen der Alzheimer-Erkrankung seines Vaters

Im Rahmen der Dreharbeiten seiner Doku-Serie „Limitless“ ließ Chris Hemsworth sein Blut testen und erhielt folgende Nachricht: „Du hast zwei Kopien des APOE4-Gens, je eine Kopie von jedem Elternteil. Das 4er-Gen ist das Schlimmste und du hast zwei davon. Das ist selten, nur ein Prozent der Bevölkerung ist davon betroffen.“ Das erzählte der 42-Jährige jetzt im „Jay Shetty Podcast“.

Doch ein erhöhtes Risiko ist längst nicht gleichzusetzen mit der tatsächlichen Erkrankung und auch keine Garantie, dass man sie überhaupt bekommt. Chris Hemsworth und seine Familie machten sich daher keine großen Sorgen und wollten die Information nutzen, um bestmöglich vorzubeugen.

Etwa zwei Jahre später veränderte sich für Familie Hemsworth erneut alles schlagartig. Chris Hemsworths Mutter äußerte Besorgnis über seinen Vater Craig. Sie hatte Dinge wie schlechteres Erinnerungsvermögen und Vergesslichkeit, aber auch leichte Stimmungsveränderungen bemerkt. Craig Hemsworth ließ sich testen und war bereits erkrankt. Dabei fand er heraus, dass er ebenfalls zwei Kopien des APOE4-Gens hat.

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„Meine Mutter hat auch zwei Kopien. Wie gesagt, hat nur ein Prozent der Bevölkerung diese zwei Gen-Kopien. Was für ein irrer Zufall, dass die beiden (seine Mutter und sein Vater; A. d. R.) zusammenfanden. In der Folge haben nun wir drei Kinder, also Luke, Liam und ich, auch je zwei Kopien des Gens“, erklärte Chris Hemsworth die unglaubliche Geschichte seiner Familie.

Nachdem er den ersten Schreck über das in ihm schlummernde Alzheimer-Gen überwunden hatte und es als ein Thema für die Zukunft von sich geschoben hatte, brachte die Diagnose seines Vaters alles zurück. „Durch meinen Vater war es plötzlich da, direkt vor mir. Das war ein Schlag, aber wir hatten immer noch die Einstellung, dass wir das schaffen“, erinnert sich Hemsworth. „Als es dann aber schlimmer wurde, hat uns das ordentlich durchgerüttelt. Es war ein Schock. Wir wussten, alles wird sich dramatisch verändern.“

Dokumentation über Craig Hemsworths Alzheimer schweißte Vater und Sohn zusammen

Chris Hemsworth und seine Familie fanden einen ganz besonderen Weg, mit der Krankheit umzugehen. Sie drehten eine Dokumentation, in der sie zeigten, wie sie mit einer Erinnerungstherapie versuchten, Craig Hemsworths Gesundheitszustand zu verbessern und das Fortschreiten der Erkrankung zu bremsen (FITBOOK berichtete).

Für Chris Hemsworth war das eine ganz besondere Erfahrung: „In der Doku habe ich erfahren, dass seine größte Angst ist, eine Bürde zu sein. Das wusste ich vorher nicht, weil ich ihn nicht gefragt hatte. Ich hatte diese seltsame Gefühlswelt aus Sorge um seinen Zustand und Schuldgefühlen, weil ich vorher gar nicht danach gefragt hatte – und das vor laufender Kamera. Das Ergebnis war aber diese wundervolle Verbundenheit zwischen meinem Vater und mir sowie ein Gespräch, das wir sonst wohl nicht gehabt hätten.“

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