3. September 2026, 20:12 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
Nicht nur Frauen, auch Männer nehmen mit zunehmendem Alter körperliche und womöglich auch mentale Veränderungen an sich wahr. Manche sind willkommen, wie vielleicht eine größere innere Gelassenheit. Andere können den Alltag beeinträchtigen und Leidensdruck verursachen. Auch an Promis geht der Alterungsprozess nicht spurlos vorbei. So offenbarte Schauspieler Brian Austin Green in einem Interview jetzt, dass er im Alter von 53 Jahren feststellt, dass sein Sexualtrieb abnimmt.
„Ich habe nicht danach gefragt“
„Ob man als älter werdender Mann bemerkt, dass der Sexualtrieb abnimmt? Sicher, absolut, natürlich“, beantwortete Brian Austin Green im „I Do, Part 2“-Podcast eine Zuhörerfrage. Der ehemalige „Beverly Hills, 90210“-Star ist Vater von fünf Söhnen. Drei von ihnen stammen aus seiner wohl bekanntesten Partnerschaft: Mit Megan Fox war er zehn Jahre lang verheiratet.
Über die Veränderungen in seiner Sexualität verriet der 53-Jährige im Podcast: „Das ist eine chemische Sache, das hat mit Testosteron zu tun, und das ist es, was Männer, wenn sie älter werden, verlieren. Man kann Supplements nehmen oder eben nicht. Aber bei mir ist es definitiv so, dass sich die Sexlust verringert. Es gibt keinen Weg, das zu vermeiden. Ich habe nicht danach gefragt.“
Libido im Alter
Mit zunehmendem Alter ist es tatsächlich nicht ungewöhnlich, dass Menschen Veränderungen ihrer Libido wahrnehmen. Häufig sind altersbedingte hormonelle Veränderungen ein Faktor – und das nicht nur bei Frauen, die in den Wechseljahren sind oder diese bereits hinter sich haben. Im Alter gehöre ein sinkender Testosteronspiegel zu den häufigsten körperlichen Gründen für ein Nachlassen der Libido beim Mann, erklärte uns in einem früheren FITBOOK-Beitrag Dr. Christoph Pies, Facharzt für Urologie. „Auch chronische Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder Schilddrüsenstörungen können die Lust spürbar mindern, weil sie die Durchblutung, Nervenfunktionen und die körperliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Hinzu kommen bestimmte Medikamente, wie einige Antidepressiva oder Blutdrucksenker, die als Nebenwirkung die Libido senken können. Auch Schlafmangel ist nicht zu unterschätzen, denn er stört die hormonelle Balance und führt zu körperlicher Erschöpfung, was die sexuelle Lust deutlich reduzieren kann“, so der Experte.
Eine sich reduzierende Libido muss aber nicht immer Leidensdruck für die Menschen bedeuten. Vielmehr kann sich in späteren Lebensphasen der Fokus von Sex auf andere Formen der Intimität verschieben. Körperliche Nähe ohne Sex kann wichtiger und schöner empfunden werden. Auch emotionale Momente können sich intim und intensiv anfühlen.
Aber: Älterwerden muss nicht zwangsläufig mit Libidoverlust einhergehen. „Sexuelles Verlangen verschwindet nicht einfach mit dem Alter. Die Libido kann sich verändern, zunehmen oder abnehmen. Manche Menschen haben weiterhin Geschlechtsverkehr, andere masturbieren, genießen Berührungen oder leben ihre Sexualität auf ganz andere Weise. Und manche möchten überhaupt keinen Sex. Auch das ist normal“, klärte Gynäkologin, Dr. Heidi Gößlinghoff auf FITBOOK-Nachfrage über einen Irrtum auf, den viele darüber haben, wie sich Sex im Alter für Frauen und Männer verändert.
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