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Studie zeigt

Warum Männer mehr Tomatenmark essen sollten

Tomatenmark
Zu erkennen an seiner intensiven, roten Farbe: Tomatenmark enthält viel Lycopin. Warum das so gesund ist…
Foto: Getty Images

Lycopin ist ein wertvoller sekundärer Pflanzenstoff, der in verschiedenen Obst- und Gemüsesorten steckt. In besonders großen Mengen enthalten ihn Tomatenkonserven. Vor allem Männer sollen davon auf eine bislang unbekannte Art profitieren. Das haben britische Forscher herausgefunden.

Lycopin gehört zur Gruppe der Carotinoide und ist als fettlösliches Pigment für die rote Farbe der Früchte verantwortlich, in denen es enthalten ist. Das sind, neben beispielsweise Hagebutten, vor allem Tomaten. Je intensiver die Färbung, desto mehr Lycopin steckt drin. Interessant: Tomaten aus der Dose liefern noch mehr Lycopin als frische, insbesondere kleine Tomaten (wie z.B. Kirschtomaten). Zum einen lässt man entsprechende Tomaten länger reifen und verarbeitet sie unmittelbar nach der Ernte. Zum anderen werden sie für das Konservieren erhitzt, und dieser Prozess erhöht die Verwertbarkeit von Lycopin für den Körper. In besonders hoher Konzentration steckt der Stoff in Tomatenmark.

Tomaten und Tomatenmark

Tomaten aus der Dose und vor allem ihr Konzentrat, Tomatenmark, enthalten mehr wertvolles Lycopin als die frische Frucht
Foto: Getty Images

Dieser Hintergrund war der Ernährungswissenschaft bereits bekannt. Ebenso, dass das immunstärkende Lycopin vor freien Radikalen und somit vor Krebs schützt. Neuer ist folgende Erkenntnis, die Forscher der britischen Universität Sheffield in einer Studie ermittel haben: Bei Männern soll der sekundäre Pflanzenstoff die Zeugungsfähigkeit verbessern. Genaueres dazu ist aktuell im Fachblatt „European Journal of Nutrition“ nachzulesen.

Studie mit überraschendem Ergebnis

, sagt Prof. Allan Pacey von der Uni Sheffield, der die Studie ausgewertet hat. Pacey ist eine weltweite Instanz auf dem Gebiet der männlichen Reproduktionsmedizin.

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Dadurch, dass die Messung per Computerprogramm durchgeführt wurde, seien menschliche Fehler weitestgehend ausgeschlossen und die Ergebnisse somit besonders zuverlässig; nicht zuletzt auch, da es sich um eine Blindstudie gehandelt hatte.

Lycopin verbessert (nicht nur) Spermaqualität

Die Forscher räumen ein, dass die Arbeit in einem größeren, repräsentativeren Rahmen wiederholt werden müsse. Die Daten seien sehr ermutigend, man könne aber (noch) nicht von einer möglichen Fruchtbarkeitskur sprechen. Vielmehr gehen Prof. Pacey und das Team davon aus, dass die Antioxidantien der entscheidende Faktor im Lycopin seien, und dass mit ihnen – neben anderen positiven Eigenschaften für die Gesundheit – auch die Verbesserung der Spermienqualität einhergeht.

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Achtung: Lycopin-Hemmer

Während Erhitzen die Aufnahme von Lycopin unterstützt, gibt es aber auch einen Faktor, der seine positiven Effekte hemmen kann: Eisen. Das haben Forscher der Ohio State University herausgefunden. Ob nun aus Nahrungsergänzungs- oder eisenreichen Lebensmitteln (rotes Fleisch, dunkelgrünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse) – Eisen soll die Wirkung von Lycopin richtiggehend ausschalten. Der detaillierte Grund auf Zellebene konnte noch nicht exakt ermittelt werden, die Forscher vermuten jedoch, dass sich das Eisen zwischen Lycopin und Nahrungsfette schaltet und so verhindert, dass das Fett den (u.a. krebshemmenden) Wirkstoff in die Blutbahn transportiert. Wer sein Lycopin-Konto aufstocken will – und das sollten grundsätzlich Männer wie auch Frauen – isst Tomaten am besten nicht in Kombination mit Eisenreichem.

 

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