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Hoher Gerbstoffgehalt

Die Wirkung von Frauenmanteltee bei Menstruationsbeschwerden und Hautproblemen 

zubereiteter Frauenmanteltee
Frauenmanteltee hilft bei einer Vielzahl von Beschwerden – vor allem Frauen profitieren von dem Heißgetränk. Foto: dpa pictura alliance

Der Frauenmanteltee wird aus der Frauenmantelpflanze (Alchemilla vulgaris) hergestellt. In der Naturheilkunde ist der Tee schon seit Jahrhunderten ein prominentes Mittel gegen eine Vielzahl von Beschwerden. FITBOOK erklärt, welche besonderen Wirkstoffe der Tee hat, wie er schmeckt und was bei der Zubereitung beachten werden muss.

Die Frauenmantelpflanze hat ihren einprägsamen Namen aufgrund der Blätter der Pflanze, die in ihrer Anordnung an die weibliche Silhouette erinnern. Das Rosengewächs kann bis zu 30 Zentimeter groß werden und besteht aus sieben bis elf Blattlappen, die eine gelbliche Blüte bilden. Aus den getrockneten Blüten lässt sich der gesundheitsfördernde Frauenmanteltee herstellen.

Bei welchen Beschwerden kann Frauenmanteltee helfen?

Frauenmanteltee wird unter anderem bei Magen-Darm-Erkrankungen und bei dermatologischen Erkrankungen empfohlen. Er soll bei Durchfall, Juckreiz und leichten Entzündungen lindern sowie krampflösend wirken. Wie der Name der Pflanze schon vermuten lässt, profitiert vor allem das weibliche Geschlecht von der Wirkungsweise des Frauenmanteltees. Speziell bei Menstruationsbeschwerden, hormonellen Umstellungen während der Wechseljahre, aber auch bei Empfängnisproblemen wird der Verzehr des Tees häufig angeraten.

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Welche Wirkstoffe stecken in Frauenmanteltee?

Frauenmanteltee hat einen hohen Gerbstoffgehalt, der adstringierend wirkt, das heißt zusammenziehend. Eiweiß-Strukturen des Gewebes werden durch die Gerbstoffe verändert und das Gewebe und die Gefäße ziehen sich zusammen bzw. verengen. Durch diesen Gerbstoff-Effekt wirkt der Tee wundheilend, blutstillend sowie entzündungshemmend und wird deshalb auch häufig bei bestimmten dermatologischen Erkrankungen empfohlen.

Auch bei Durchfall-Erkrankungen fördert der hohe Gerbstoffanteil die Genesung, da die Stoffe die Darmschleimhaut zusammenziehen und dadurch weniger Bakterien durch die Darmschleimhaut durchdringen und sich entzünden können. Daneben ist Frauenmanteltee reich an ätherischen Ölen und Flavonoiden, welche krampflösend und antioxidativ wirken.1

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Ist die Wirkung von Frauenmanteltee wissenschaftlich bestätigt?

Leider ist Frauenmantel – als Pflanze sowie als Tee zubereitet – und ihr Effekt auf die Gesundheit bis dato nur vereinzelt Gegenstand von Forschung. Als wissenschaftlich belegt gilt allerdings die adstringierende Wirkung der Frauenmantelpflanze. Der Gerbstoffgehalt führt dazu, dass sich Leitwege nach außen, also zur Haut, verengen und somit Beschwerden wie Juckreiz, aber auch leichte Schmerzen gelindert und Wundheilung beschleunigt werden.2

Zudem geben einige Studien Hinweise darauf, dass der Effekt von Frauenmantel das Risiko reduziert, an hormonabhängigen Krebserkrankungen wie Brust- und Gebärmutterkrebs zu erkranken. Nicht eindeutig bestätigt sind bisher etwaige positive Effekte auf Empfängnis, Verhütung oder hormonelle Dysregulation.3

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Gibt es Risiken und Nebenwirkungen?

Durch den hohen Gerbstoffgehalt ist der Tee nicht für jedermann bzw. jede Frau geeignet. Personen, die empfindlich auf Gerbstoffe reagieren, können auf den Verzehr mit Übelkeit und Durchfall reagieren. Außerdem sollten Frauen, die mit dem Tee einem hormonellen Ungleichgewicht entgegenwirken möchten oder an einer hormonell bedingten Erkrankung leiden, zunächst mit ihrer Frauenärztin oder ihrem Frauenarzt sprechen, inwieweit der Verzehr sicher und sinnvoll ist.

Wie wird Frauenmanteltee zubereitet und wo bekommt man ihn her?

Frauenmanteltee kann in der Apotheke sowie in gut sortierten Drogeriemärkten und Reformkaufhäusern erworben werden. Pro Tasse mit knapp 250 ml wird ein gehäufter Esslöffel des getrockneten oder auch frischen Krauts mit kaltem Wasser vermengt. Die Mischung wird dann aufgekocht und anschließend bei schwacher Hitze für 3-5 Minuten geköchelt. Dann etwa zehn Minuten ziehen gelassen, bevor man die Teemischung abseihen kann. Man kann den Tee sowohl heiß als auch kalt verzehren. Zudem wird das beliebte Heißgetränk durch seine angenehme Wirkung auf die Haut gerne auch für Umschläge, Sitzbäder sowie Haut- und Haarspülungen genutzt.

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Wie schmeckt Frauenmanteltee?

Frauenmanteltee schmeckt wie ein klassischer Kräutertee. Durch seine Blüten bekommt er eine milde Note und je nach Ziehzeit und Konzentration kann Frauenmanteltee einen transparent-gelblichen oder satten goldenen Farbton annehmen.

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