16. Juli 2026, 20:11 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
„Football is not coming home“ – so steht es wieder einmal in den englischen Medien, nach der bitteren Niederlage gegen Argentinien im Halbfinale der Weltmeisterschaft 2026. Dabei hatten sich die Engländer so sehr gewünscht, dass ausgerechnet Jude Bellingham ihnen den WM-Pokal endlich nach Hause bringt. Einer der Topscorer des Turniers, eines der prägenden Gesichter der WM, und der Aushängespieler Englands. Mit nur 23 Jahren ist Bellingham längst ein Weltspieler und das zeigt sich auch in seiner Fitness, die wir im Folgenden genauer unter die Lupe nehmen.
Der 1,85 Meter große und 75 Kilogramm schwere Jude Bellingham spielt nicht nur bei einem der größten Fußballklubs der Erde, Real Madrid, er reiht sich auch zunehmend unter die Anwärter auf den Ballon d’Or als bester Fußballspieler des Jahres ein. Eine Strahlkraft, wie man sie in England zuletzt nur von einem gewissen David Beckham kannte. Unterwäschemodel für Kim Kardashians Marke „Skims“ ist Bellingham bereits, mehr Beweis für einen echten Hingucker-Körper gibt es wohl nicht, genauso viel und mehr noch steckt aber auch hinter den Muskeln. Bilder und Videos aus Real Madrids und Englands Nationalmannschaftstraining verraten, warum.
Trainiert Bellingham einfach sehr viel Beine?
Wenn Sie sich gerade das Bild angesehen haben, dann ist es in Ordnung, wenn Ihre Augen an Bellinghams Beinen verharrten. So geht es gerade vielen. Das Bild aus dem Nationalmannschaftstraining Englands bei der Weltmeisterschaft trendet derzeit auf sämtlichen Social-Media-Plattformen. Dass Bellinghams Beinvenen dabei so deutlich hervortreten, liegt an seinen Shorts. Diese sorgen für eine sogenannte Blutflussrestriktion, ein Phänomen, das man inzwischen immer häufiger an den Beinen von Sportlern sieht.
Die Idee dahinter ist, dass Sportler solche Hosen gezielt zur Regeneration nutzen. Bei entspannten Aktivitäten wie leichtem Fahrradfahren übt die Shorts Druck auf die Beine aus, wodurch sich Druck in den arbeitenden Muskeln aufbaut. Wird die Hose nach der Aktivität ausgezogen, löst sich dieser Druck wieder, was den entstehenden Blutfluss unterstützt und so den Abtransport von Entzündungsstoffen und Stoffwechselprodukten fördern soll.
Ein Hersteller solcher Produkte beschreibt auf seiner Webseite, dass entsprechende Protokolle Verbesserungen der Durchblutung und des Laktatabbaus, eine Reduzierung des wahrgenommenen Muskelkaters sowie einen positiven Effekt auf die Herzfrequenzvariabilität (HRV) gezeigt hätten, was auf eine schnellere Rückkehr zur physiologischen Leistungsfähigkeit hindeute.
Dass ein Hersteller so positiv über sein eigenes Produkt schreibt, liegt auf der Hand. Die Studienlage zur Blutflussrestriktion ist dabei tatsächlich vielversprechend, wenn auch nicht eindeutig. Kleinere Studien zeigen, dass solche Kleidungsstücke bei jungen, gesunden Männern gut umsetzbar und in puncto Sicherheit unauffällig sind. Auch gibt es positive Hinweise auf mehr Muskelwachstum, Kraft, Glukoseaufnahme und Belastbarkeit.1, 2 Uneinheitlich bleibt das Bild jedoch bei Regeneration und Muskelkater. Je nach Anwendung kann die Kleidung helfen, wirkungslos bleiben oder Beschwerden sogar verstärken.3, 4
Bellingham: „Antonio, du bist ein Teufel!“
Real-Madrid-Spieler werden immer wieder bei ihren Trainingseinheiten mit großen blauen Masken im Gesicht eingefangen. Solche Masken sind in der Profifußballwelt keine Seltenheit, Klubs benutzen sie, um die Fitness ihrer Spieler nach längeren Pausen zu testen. Zwei Besonderheiten gibt es bei Real allerdings: Zum einen werden die Tests direkt auf dem Platz durchgeführt, andere Klubs machen das sonst im Labor. Zum anderen steckt ein ganz bestimmter Fitnesstrainer dahinter. Die Masken brachte Antonio Pintus mit nach Madrid, nachdem er sie bereits bei Monaco in den 90ern eingesetzt hatte. Pintus dazu auf der Real-Madrid-Webseite: „Der Test dient dazu, die aerobe und anaerobe Schwelle sowie die aktuelle Leistungsfähigkeit der Spieler zu ermitteln.“5
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Laut einer Insiderquelle von „The Athletic“ glaubt Florentino Pérez, der Präsident Real Madrids, fest daran, „dass Pintus der Schlüssel zum Gewinn der Champions League ist“.6 Das verdeutlicht, wie bedeutsam Pintus’ Methoden, und damit auch die Maske, für den Erfolg von Bellinghams Athletik zu sein scheinen. Laut „The Athletic“ war es ausgerechnet Bellingham, der einst zu Pintus sagte: „Antonio, du bist ein Teufel!“ Die beiden stünden sich sehr nahe, berichtet das Magazin außerdem.